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Justizskandal

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Markus Thiele – Echo des Schweigens -Werbung -

Recht oder Gerechtigkeit? Ein spannender Roman um einen schockierenden Justizskandal Strafverteidiger Hannes Jansen steht vor dem brisantesten Fall seiner Karriere: Er vertritt einen Polizisten, der wegen Mordes an einem Asylbewerber angeklagt ist. Seine Kontrahentin ist ausgerechnet die Frau, die er liebt: Rechtsmedizinerin Sophie Tauber, die ein neues rechts- medizinisches Gutachten erstellt hat, das die Unschuld von Jansens Mandant in Frage stellt. Hat dieser Justizskandal die Macht, die Beziehung scheitern zu lassen? Wie viel Wahrheit verträgt die Liebe zweier Menschen, wenn sie sich auf unterschiedlichen Seiten von Recht und Gerechtigkeit wiederfinden? Moral, Gerechtigkeit und Schuld sind mehr als abstrakte Konstrukte – sie bestimmen über Leben und Tod. Der Autor und Rechtsanwalt Markus Thiele zeigt das äußerst eindringlich in seinem Roman „Echo des Schweigens“. – Ein Anwalt zwischen Gesetz und Moral: packend erzähltes Justizdrama – Inspiriert von einem der größten Justizskandale der Bundesrepublik: dem Fall Oury Jalloh in Dessau – Spannendes Lesevergnügen für Fans von Ferdinand von Schirach und Bernhard Schlink – Auch als Hörbuch bei Sony Music Fakten und Indizien, Rechtsmedizin und Strafverteidigung – wer bekommt Recht? Liebe oder juristische Integrität – wofür wird sich Hannes Jansen entscheiden? Doch auch Sophie Tauber steht vor schwierigen Fragen: Ein jahrzehntelang verschwiegenes Verbrechen, das in die NS-Zeit zurückreicht, offenbart tiefe Risse in ihrer Familiengeschichte. Kann sie sich auf ihren moralischen Kompass noch verlassen? Markus Thiele kennt den Gerichtssaal in all seinen Facetten. Gekonnt verwebt er in seinem Roman Fiktion und Realität am Beispiel eines wahren, bis heute ungeklärten Kriminalfalls. Ein tiefgründiges und hochaktuelles Buch! (Kurzbeschreibung laut Amazon)

Markus Thiele wirft in seinem Roman die Frage auf, wie viel Ehrlichkeit das Gesetz verträgt und ob sich Moral und Wahrheit immer miteinander verknüpfen lassen.

Rechtsanwalt Jansen wird vom Chef der Kanzlei beauftragt, einen Dessauer Polizeibeamten zu verteidigen, der den Afrikaner Abba Okeke in der Ausnüchterungszelle seines Revieres angezündet haben soll. Der Dienststellenleiter und seine beiden Beamten – darunter der Angeklagte Winkler  – wurden darauf wegen Körperverletzung mit Todesfolge angeklagt. Nach deren Freispruch legt die Mutter des Opfers jedoch Revision ein. Doch die Beamten werden wiederum freigesprochen.

„Wenn der Mandant rechtskräftig freigesprochen ist, kann er dann überhaupt wegen derselben Tat nochmals angeklagt werden?“, fragte sie. (Zitat, Seite 91)

Da eine Initiative sich ebenso mit dem Fall beschäftigt und ein Brandgutachten in Auftrag gegeben hatte, welches Fragen aufwirft, wird der Fall erneut verhandelt – eine große Nummer für Jansen, der sich durch den Fall einen Aufschwung für seine Karriere erhofft.

Auf der anderen Seite steht Sophie Tauber, die kurz nach dem Tod ihrer Mutter Spuren zu ihrem Vater verfolgt. Zufällig kreuzen sich Jansen und Tauber auf einer Auktion und plötzlich entsteht eine Liebesgeschichte, die beide noch vor moralische Herausforderungen stellen wird.

Beide Hauptakteure sind durch weitere Handlungsstränge verbunden, die man lange Zeit nicht zuordnen kann. Die sich jedoch zum Ende hin immer mehr zusammenfügen und ein komplettes, gut durchdachtes Konstrukt ergeben, welches der Autor so geschickt erstellt hat, dass es an Spannung an keiner Stelle mangelt!

Ich muss gestehen, dass ich schon lange kein Buch mehr gelesen habe, das mich so gepackt hat! Für mich war dieses Buch ein großer Gewinn, weil sich Zeitgeschichte, Fiktion und Realität großartig verwoben haben. Beide Hauptakteure sind mir auf Anhieb sympathisch gewesen und ich verfolgte mit großer Spannung ihren gemeinsamen Weg. Die darum geflochtene Geschichte über einen verlorenen Vater und einen Justizskandal klingt immer noch ein bisschen nach, da Markus Thiele hier wirklich großartiges Können des Schreibhandwerks an den tag gelegt hat.

Normalerweise bin ich überhaupt kein Freund von Justizdramen – bzw. -krimis und ich wäre auf dieses Buch niemals ohne eine Empfehlung gestoßen. Daher nehmt diese Empfehlung gerne von mir an. Ich wünsche Markus Thiele noch sehr viele Leser für diesen tollen Mix aus Justizdrama, historischem Tragikroman und Liebesgeschichte.

Wirf gerne einen Blick ins Buch!

©Ricarda Ohligschläger

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