Browsing Category

Rezensionen Jugendbuch

Gastrezension/ Rezensionen Jugendbuch

Gastrezension von Diana: Marie Lu – Die Gemeinschaft der Dolche

Erster Satz:
Adelina
„Morgen früh werde ich sterben.“
Meine Meinung zum Buch:
Ich bin bereits ein großer Fan der Legend Trilogie, daher war mir sehr schnell klar, dass ich „Young Elites – Die Gemeinschaft der Dolche“ ebenfalls lesen Muss. Ich war sofort von dieser ungewöhnlich, aber sehr interessanten Story gefangen, denn Marie Lu hat einen intensiven und sehr faszinierenden Schreibstil der einen regelrecht an die Seiten fesselt.
Adelina wurde jahrelang von ihrem Vater misshandelt. Ein Umstand, den man ihr anmerkt, denn weder die körperlichen, noch die seelischen Wunden sind je verheilt und haben Spuren auf Adelinas Seele hinterlassen. In ihr wächst eine Wut und Dunkelheit heran, die über alles hinausgeht, was ich bisher gelesen habe. Obwohl Adelina nur fiktiv ist, hat sie mir Angst gemacht. In ihr wächst eine Macht heran die man kaum in Worte fassen kann. Sie nährt ihre Gabe durch Angst, Wut, Leidenschaft usw.
Emotionen, die letztendlich alle irgendwann zusammenlaufen und die Adelina lernen muss zu beherrschen. Dennoch muss ich sagen, dass ich Adelina auf ihre Art und Weise sehr interessant fand. Ich bin gespannt zu erfahren wie sie sich im 2. Band entwickeln wird.
Dann gibt es noch die sogenannte Elite. Ein Zusammenschluss mehrere Begabter die den König und die Königin vom Thron stürzen wollen. Ich hätte mir von den einzelnen Mitgliedern ein paar mehr Hintergrundinformationen gewünscht, vor allem von Enzo.
Die Story hat mir sehr gut gefallen. Sie war durchweg spannend und für mich alles andere als vorhersehbar, denn bis zuletzt wusste ich nicht, wer zu den Guten bzw. zu den Bösen gehört.
Mein größter Kritikpunkt ist die Liebesgeschichte. Kann man das überhaupt so nennen? Wo waren die Gefühle, die Emotionen, die Leidenschaft? Da strahlt ja eine Wand mehr Gefühle aus als die beiden. Ich hätte die Liebesgeschichte nicht wirklich gebraucht, dennoch habe ich verstanden, warum Marie Lu diese mit eingewoben hat.
Fazit:
Mit „Young Elites – Die Gemeinschaft der Dolche“ konnte mich Marie Lu mal wieder von ihrem Können überzeugen. Ein spannender Auftakt mit einer ungewöhnlichen Protagonisten. Ich freue mich auf den 2. Band der Trilogie der im Herbst 2017 erscheinen soll.
Rezensionen/ Rezensionen Jugendbuch

Manfred Mai – Wunderbare Möglichkeiten

„Maximilian ist ein aufgeweckter, intelligenter, belesener Junge. Das Leben stellt ihm viele Fragen, und er denkt über Gott und die Welt nach. Doch die Antworten der Erwachsenen helfen ihm nicht weiter, weil sie ihn nicht ernst nehmen, sondern als zu jung für solche Dinge abkanzeln. Das bringt Maximilian gehörig auf die Palme. Sein bester Freund Yasin holt ihn immer runter, wenn Maximilian mal wieder zu explodieren droht. Leonie, seine ältere Schwester, ist ganz auf der Seite ihres Bruders und versteht ihn. Und dann ist da noch Anna. Sie ist nicht nur eine Gleichgesinnte und liebt Bücher so wie Maximilian, sondern wann immer er an sie denkt oder sie trifft, hat er Schmetterlinge im Bauch.
Die Geschichte einer ersten zarten Liebe – mit offenem Ausgang …“
(Kurzbeschreibung laut Klappentext)
Es gibt so Bücher, die man einfach mögen muss, die einen mit einem Lächeln zurücklassen und die so richtig ins Herz gehen.
WUNDERBARE MÖGLICHKEITEN“ ist so ein Buch. Obwohl es nur rund 120 Seiten umfasst führte es mich mit einer Intensität auf Reise in die Vergangenheit – zurück in meine Kindheit. Die Sprache die Mai gewählt hat lässt nämlich gar nichts anderes zu.
Kindlich, naiv, hoffnungsvoll, manchmal verständnislos und voller Neugier – so stellt der Autor  uns Maximilian dar.
Maximilian, der so viele Fragen im Kopf hat. Dieser kleine Kerl ist jedoch nicht dumm, sondern ein intelligenter Junge, der sich nicht mit einfach Antworten zufrieden gibt, der mehr entdecken will, mehr Wissen erfahren möchte – und manchmal damit auch aneckt.
Man muss ihn in jedem Falle einfach mögen.
Was ich aus diesem Buch mitnehme ist die Erfahrung, dass Kinder ihre Welt entdecken müssen und sollten. Kinder, die Fragen stellen sind offen für Neues, für „Wunderbare Möglichkeiten“ sozusagen. Wir sollten sie nicht in Kategorien und Schubladen stecken, sondern ihnen Raum und vor allen Dingen Zeit geben.
Ihre Gefühle, ihre Neugier sind das was ihre Kindheit ausmacht. Auch wenn es unseren Alltag manchmal ein bisschen durcheinander bringt.
Wer noch eine Geschenkidee sucht, ist mit diesem Büchlein, dass in sanften Blautönen gehalten ist und von der Gestaltung mit dem Fernglas perfekt zur Geschichte passt sehr gut beraten!
© Ricarda Ohligschläger
 

Rezensionen/ Rezensionen Jugendbuch

(Enthält Werbung) Franziska Moll – Was ich dich träumen lasse

Was ich dich träumen lasse von Franziska Moll © Loewe Verlag


Ich hätte nichts dagegen, immer mit dir alleine zu sein.
Wir würden uns auf die Nerven gehen. Stell dir vor, du wärst die einzige, der ich Witze erzählen könnte. Du würdest sie alle abkriegen.
Das wäre mir egal. Wenn nur wir auf der Welt wären, wäre alles einfacher. Überschaubarer. Du reichst mir.
Elena hat ihr Glück gefunden mit Rico. Doch ein schwerer Autounfall reißt Rico aus Elenas Leben in die Tiefen eines Komas. Tag für Tag zeigt Elena ihm nun, was das Leben für ihn bereithält, und wofür es sich lohnt, zurückzukommen: für ihre Liebe.
Elena ist bis in die Tiefe ihrer Seele erschüttert. Ein Leben ohne Rico ist für sie nicht denkbar, nicht fühlbar. Wie kann sie Rico in der Schwärze seines Komas helfen? Dann findet sie auf seinem Computer eine Liste: die Top Ten der Dinge, die Rico vor seinem Tod noch erleben und tun wollte. Elena fasst einen Entschluss: Solange Rico nicht selbst sein Leben leben kann, wird sie seine Top Ten abarbeiten und ihm jeden Tag von ihren Erfahrungen berichten.
Ihr zur Seite steht ganz unerwartet ein hartgesottener junger Krankenpfleger, der für jede Gelegenheit den unpassendsten Spruch parat hat. Seine Freundschaft hilft Elena, Rico nah zu bleiben und die Hoffnung nicht aufzugeben. Sie weiß, es lohnt sich, bis zum Ende zu kämpfen. (Kurzbeschreibung laut amazon)
Was ich dich träumen lasse“ ist ein Jugendbuch, welches mit seiner realistischen und intensiven Handlung einem Buch für Erwachsene in nichts nachsteht!
Die berührende Liebesgeschichte von Elena und Rico wird in Rückblenden erläutert und lässt den erwachsenen Leser durchaus noch einmal die erste Liebe erleben. Zumindest ging es mir so.
Die tragische Wendung der wird dabei durch Elenas zerrüttetes Elternhaus noch intensiviert. Franziska Moll lässt ihre Leser Angst, Trauer und Hilflosigkeit spüren – und braucht dafür nicht viele Worte. Ihr Blick auf die Gefühlswelt der Jugendlichen ist absolut authentisch!
Sie verleiht ihren Charakteren Unsicherheit, Trotz, aber vor allem Persönlichkeit.
Ganz ehrlich gesagt fehlen mir ein bisschen die Worte um dieses Buch noch mehr zu beschreiben, aber es bedarf eigentlich keine weiteren Worte mehr als: unbedingt lesen! Es hat mich sehr berührt und klingt immer noch nach….
© Ricarda Ohligschläger

Rezensionen/ Rezensionen Jugendbuch

Heike Abidi – Close Up

Josie will die beste Regisseurin der Welt werden. Aber der Regie-Workshop, zu dem Ole aus der Film AG sie überreden möchte, ist ausgerechnet in L.A. und alles andere als billig. Da kommt die Hauptrolle in diesem Werbespot für Sahnepudding gerade Recht auch wenn sie vor laufender Kamera den Filmstar Leon küssen muss. Von da an geht es mit ihrer Schauspiel-Karriere steil bergauf und Josie muss sich irgendwann entscheiden, was sie wirklich will. Heike Abidis Roman ist ein filmreifer Stoff über große Träume, die keine bleiben müssen. Und über Freunde, die manchmal mehr sind, als man denkt.
Eine originelle Story über ein Mädchen, das schon immer wusste, was sie später werden will. Oder vielleicht doch nicht? (Kurzbeschreibung laut amazon)
In letzter Zeit lese ich eher weniger Jugendbücher, aber dieses sprach mich wegen der kreativen Hauptfigur Josie im Vorfeld bereits sehr an.
Heike Abidi lässt sich mit „Close Up“ komplett auf ihr junges Lesepublikum ein. Das merkt man spätestens nach wenigen Seiten, denn Josie ist mit allen Charaktereigenschaften gezeichnet, die für mich eine sympathische jugendliche  Protagonistin ausmacht.
Josie ist flippig, lebenslustig, voller Ideen und manchmal auch ein bisschen schüchtern.
Josie hat Wünsche, die sie gerne erfüllt haben möchte und Freundinnen an ihrer Seite, die ihr den Rücken stärken und mit denen man gleichzeitig viel Spaß haben kann. Gleichzeitig spürt man aber auch hin und wieder eine große Unsicherheit gegenüber der Welt der Erwachsenen.  Josie muss Meinungen revidieren, Menschen richtig einzuschätzen lernen und Konflikte mit ihren Freundinnen lösen. Sie bleibt dabei nicht blass und einseitig, sondern verändert sich mit ihren Aufgaben und Erfahrungen. Zweifel bezüglich ihrer Ziele lässt sie – optimistisch in die Zukunft blickend – hinter sich.
Close Up“ ist abwechslungsreich zu lesen und durch die kurzen Kapitel perfekt für junge Leser. Filmelemente wurden auf witzige Weise im Fließtext hervorgehoben und die Kapitel mit themenbezogenen Überschriften versehen, wie beispielsweise „Script“, „Special Effects“ und „Horror“.
Close Up“ ist eines der Jugendbücher, welches ich mir mit 12 gewünscht hätte. Wie schön, dass es doch noch den Weg zu mir gefunden hat. 😉
© Ricarda Ohligschläger

Rezensionen/ Rezensionen Jugendbuch

Zoë Beck – Edvard: Mein Leben, meine Geheimnisse

Edvard ist 15, und eines seiner größten Probleme ist: er ist definitiv noch zu wenig Mann und hat viel zu viel Freiräume. Wie soll er bitte bei so toleranten Eltern pubertäre Proteste äußern? Nichts kriegt er wirklich auf die Reihe. Stattdessen Missverständnisse und Nervenzusammenbrüche. Alles ist einfach nur noch peinlich. Edvard schreibt alles über sein Leben und seine Gedanken in einem privaten Blog im Internet nieder, auch seine heimlichen Leidenschaften und Lieben: Astrophysiker will er werden, und es gibt Constanze… Dann die Hammerkatastrophe: Edvards Blog wird aus Versehen öffentlich – nun kann jeder lesen, was in seinem Leben alles passiert und noch viel mehr…
(Kurzbeschreibung laut www.amazon.de)
Nachdem ich von Zoë Beck bereits „Das zerbrochene Fenster“ gelesen hatte, musste ich unbedingt dieses Jugendbuch von ihr lesen, da es so ganz anders erschien und die Rezensionen viel Lesespaß versprachen.
Und bereits nach den ersten Seiten war klar, dass der Spaß definitiv nicht zu kurz kommen wird, denn Edvard ist mitten in der Pubertät, zweitens verliebt und drittens sehr einfallsreich. So erfindet er auf Facebook das Profil eines amerikanischen Austauschschülers und schreibt über diesen Umweg seinen Schwarm Constanze an. Was das für Folgen hat, ahnt er da noch nicht, aber ich verrate so viel, dass es sehr(!!) lustig wird.
Edvard: Mein Leben, meine Geheimnisse“ ist so realistisch geschrieben, dass man sich dem Gefühl nicht entziehen kann  ihm schon mal begegnet zu sein. Ob im Bus oder irgendwo in der Stadt – Teenies gibt es überall. Und einer davon hat sicher auch so irre Ideen wie Edvard.
Das Buch ist im Stil eines Blogs geschrieben und ist auf den einzelnen Seiten mit etlichen Icons und Bildchen versehen.
Zoë Beck ist gelungen mir mit „Edvard: Mein Leben, meine Geheimnisse“ nicht nur ein Lächeln, sondern ganz viele Lacher ins Gesichts zu zaubern und ich würde mich freuen von Edvard bald mehr zu lesen!
© Ricarda Ohligschläger