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Leseglück – 99 Bücher, die gute Laune machen inklusive Gewinnspiel

Dieser Beitrag enthält Werbung!
Leseglück!
– Wer kennt es nicht? Ein Buch aufzuschlagen, sich direkt in die Zeilen zu stürzen und erstmal eine Weile der Realität entfliehen! DAS ist Leseglück.

Leseglück. 99 Bücher, die gute Laune machen -arsEdition

Es ist aber noch so viel mehr wie uns Florian Valerius (@literarischernerd) und Mareike Fallwickel (@zuckergoscherl) zeigen.
In Leseglück. 99 Bücher, die gute Laune machen haben sie alles zusammengetragen, was dem Lesefreund gute Laune macht. Ob Liebesromane, Bücher über fremde Kulturen, Ratgeber entspannende Bücher – dieses Buch ist so vielfältig wie das Leseglück selbst und dabei noch wunderbar illustriert von der  Hamburger Illustratorin und Grafikdesignerin Franziska Misselwitz!

Leseglück. 99 Bücher, die gute Laune machen -arsEdition

Etliche Bücher, die sie in ihrer Aufzählung durch sechzehn Kapitel aufgelistet haben, sind mir wohl bekannt:

– Der Schatten des Windes
– Nathalie küsst
– Gut gegen Nordwind
– Die souveräne Leserin

und ich bin mir sicher, dass es in Zukunft noch mehr werden, da in diesem kleinen Büchlein noch so einige Schätze empfohlen sind, die ich gerne entdecken möchte.

Leseglück. 99 Bücher, die gute Laune machen -arsEdition

Gespickt ist das Buch mit vielen Zitaten und an anderen Stellen darf sogar gemalt oder etwas notiert werden. Und diese Notizen sind bereits zahlreich vorhanden, denn meine Freude war groß als ich feststellte, dass alle genannten Titel lieferbar und aktuell sind. Da steigt die Leselust noch einmal mehr! Am liebsten möchte ich sofort loslesen, neue Titel entdecken und alte frisch aufleben lassen.
Kurze Inhaltsangaben der aufgelisteten Bücher machen die Auswahl nicht leichter – man kann sich gar nicht entscheiden mit welchem Buch man zuerst beginnen soll!

Gerne möchte ich euch aber auch folgende Produkte der arsEdition empfehlen, die euch begeistern werden!
Tipp: Als Geschenk zu Weihnachten machen sich diese Gaben sicherlich hervorragend.

Bücher auf Rezept – Lesestoff für jede Lebenslage

Insgesamt 277 Bücher sind in dieser literarischen Nothilfe aufgelistet, um dir in allen Lebenslagen behilflich zu sein. Egal ob bei Schwierigkeiten im Job, Grippe, Stress, Einsamkeit, Fieber oder schlechtem Wetter – öffne die entsprechende Seite mit einem Brieföffner und schon wird dir geholfen. Ich habe ja schon immer gewusst, dass Bücher in allen Lebenslagen behilflich sein können und diese Sammlung bestätigt meine Meinung noch einmal mehr.

Bücher auf Rezept – Lesestoff für jede Lebenslage – arsEdition

Nervenkitzel – 99 Krimis, die unter die Haut gehen

Miriam Semrau ist vielen als Krimimimi bekannt, da sie seit Jahren Krimis und Thriller empfiehlt. Zusätzlich moderiert sie Lesungen, unter anderem bei den Krimifestivals in Hamburg, Lüneburg und Braunschweig. Jetzt hat sie alles zusammengefasst, was Gänsehaut verursacht. Ob Klassiker, rätselhafte Fälle oder beklemmende Romane – hier wird gemordet und hochemotional unterhalten!

Nervenkitzel – 99 Krimis, die unter die Haut gehen -arsEdition

50 Fragen für Lesefreunde – 50 Rätsel für Literaturkenner

50 Fragen für Lesefreunde – 50 Rätsel für Literaturkenner -arsEdition

Hier wird euer Wissen rund um Literatur gefragt! Die Buchqizzen-Kartonbox passt in jede Tasche und bietet überall ein Menge Spaß und Unterhaltung für jeden Bücherfreund. Ein unterhaltsamer Zeitvertreib und ein ganz besonders Geschenk für alle Büchermenschen.

50 Fragen für Lesefreunde – 50 Rätsel für Literaturkenner -arsEdition

50 Fragen für Lesefreunde – 50 Rätsel für Literaturkenner -arsEdition

Hat euch meine kleine Vorstellung gefallen? Seid ihr auch so begeistert von diesen Geschenkideen, rund um Leseglück die alles umfassen was euer bibliophiles Herz begeistert? Dann nutzt jetzt eure Chance die vorgestellten Bücher und Quizze zu gewinnen.

Gewinnspiel -arsEdition

Schreibt mir in den Kommentaren was eure Leselust bzw. Bücherliebe so einzigartig macht!

Die Aktion endet am 12.11.2019 um 22 Uhr.
Der Gewinner wird per Losverfahren durch Zufallsgenerator ermittelt und spätestens am 13.11.2019 hier bekanntgegeben.

Gewinnspielverlängerung! Ich verlose nun zwei statt einem Päckchen!

Teilnehmen dürfen Personen ab 18 Jahre.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, eine Barauszahlung oder ein Tausch des Gewinns ist nicht möglich.
Der Versand per Post findet nur innerhalb Deutschland statt!
Du erklärst Dich damit einverstanden, im Falle eines Gewinnes namentlich auf dieser Seite genannt zu werden. Wenn nicht binnen einer Woche nach Bekanntgabe und Benachrichtigung des Gewinners eine Postanschrift für die Übersendung des Gewinns zur Verfügung gestellt wird, verfällt der Gewinn. Der Erwerb von Produkten und Dienstleistungen beeinträchtigen den Ausgang des Gewinnspiels nicht. Das Gewinnspiel steht in keinerlei Verbindung zur Facebook oder Instagram.
Datenschutzerklärung:
Die bereitgestellten Informationen werden ausschließlich für die Ermittlung und Kontaktierung des Gewinners verwendet und nach Abwicklung des Gewinnspiels gelöscht. Fragen oder Bitten um Informationen zu dem Gewinnspiel sind zu richten an rici(at)herzgedanke.de

Rezensionen/ Rezensionen Sachbuch

Lena Schnabl – Meine Suche nach dem Nichts (Enthält Werbung)

Meine Suche nach dem Nichts von Lena Schnabl © Goldmann – Ein Erfahrungsbericht über den japanischen Jakobsweg auf der Insel Shikoku

Der Jakobsweg ist für mich persönlich ein ganz faszinierendes Thema, da ich ebenfalls gerne wandere und meine Grenzen austeste. Meine längste Strecke liegt jedoch weit entfernt von einem Jakobsweg, aber ich finde es unglaublich motivierend und inspirierend welche Erfahrungen Menschen machen, die ihn gehen: Pilger!

Lena Schnabl ist so eine Pilgerin, die nach einer längeren Krankheit beschließt ganze 1300 Kilometern den japanischen Jakobsweg zu gehen. Abseits von großen Städten und Menschenmassen verläuft dieser Pfad auf der Insel Shikoku und beinhaltet 88 Tempel, die zum Innehalten, Ruhe tanken und natürlich ausruhen einladen. Lena betritt sie alle und damit auch ein bisschen sich selbst.

Sie läuft über Berge, klettert über matschige Pfade und stellt sich spontan unter riesige Wasserfälle. Aber sie flucht, weint und hadert auch. Doch selbst ihre schmerzenden Blasen können sie nicht davon abhalten sich wieder zu finden.

Lena Schnabl hat mich mit ihrem Sachbuch „Meine Suche nach dem Nichts“ sehr gut unterhalten auf ihrer Reise und ich habe viel über Japan und die Kultur kennengelernt. Sie berichtet verständlich über Rituale, japanische Eigenheiten und Zeremonien. Ihre Begegnungen mit den Menschen auf ihrer Reise sind eindrucksvoll, manchmal traurig und an anderer Stelle musste ich wiederum laut lachen. Ich hätte auch sehr gerne gewusst, was aus R. geworden ist, den sie mit so viel Empathie beschrieben hat, dass man ihn einfach mögen muss.

Wer sich diesen Roman vorstellt wie den Erfahrungsbericht von Hape Kerkeling in „Ich bin dann mal weg„, den muss ich enttäuschen, denn die Journalistin hat einen ganz anderen Schreibstil. Aber die beiden Wege unterscheiden sich meines Wissens nach dieser Lektüre so sehr, dass man sie gar nicht vergleichen kann.

Das begeistert mich total, denn wenn ich persönlich an den Jakobsweg denke, dann immer nur an die raue und schöne Landschaft in Richtung Santiago de Compostela. Schnabl zeigt, dass es auch anders geht und am beeindruckendsten war für mich dabei, dass dieser Unterschied bereits beim Outfit beginnt.

Was Lena Schnabl auf ihrem Weg gefunden hat, habe ich leider nicht herauslesen können und persönlich war mir der Schluss etwas zu komprimiert. Ich hatte den Eindruck, dass ihr entweder die Zeit fehlte das Buch fertigzustellen oder ihr fiel partout nichts mehr ein.

Daher vergebe ich nur 4 Sterne von 5.
©Ricarda Ohligschläger

Eine Leseprobe zum vorgestellten Erfahrungsbericht findet ihr unter folgendem Link: Lena Schnabl – Meine Suche nach dem Nichts

Rezensionen/ Rezensionen Sachbuch

(Enthält Werbung) Jimmy Kelly – Streetkid

Meine Buchempfehlung für euch

Ich kann meine besondere Leidenschaft für die Kelly-Family wohl sehr schlecht leugnen. Und meine Leidenschaft für Biografien ebenso nicht. Daher war ich umso überraschter als mir der Heyne-Verlag dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.
Aber ich bin auch schnell für Geschichten zu begeistern, die das Leben spielt. Von Menschen, die sich nicht unterkriegen lassen und die für ihre Träume kämpfen – egal was andere sagen. Und wenn ich es einfach mal ausblende, dass hier von einem der erfolgsreichsten Künstler der Neunzigerjahre die Rede ist, dann bleibt ein Mensch hinter der Fassade, der sich durchbeißt, der nie den Mut verliert und der vor allen Dingen an sich glaubt.

Jimmy Kelly erzählt ungeschönt und zum Teil sehr persönlich von seinem tiefen finanziellen Fall, bis hin zu seiner Rückkehr auf die Bühne in neuer Formation. Dabei spielen viele kleine Anekdoten als „Streetkid“ genau so eine Rolle wie Ängste, Rückschläge oder Zweifel. Er gibt Einblicke in eine Gruppe von Künstlern, die viele oftmals gar nicht als diese betrachten und verächtlich an ihnen vorbeiziehen. Das regt sehr zum Nachdenken an und schärft die Sinne für andere Blickwinkel. Wenn also in diesem Winter die Straßenmusiker wieder in Köln zu Hauf auf der Hohe Straße stehen, werde ich einen Augenblick mehr innehalten als sonst.

Ein Mutmach-Buch für alle die wieder bei Null anfangen müssen

Jimmy Kelly hat mich ein bisschen angesteckt mit seinem Durchhaltevermögen und seinem Mut Neues auszuprobieren. Dabei müssen es noch nicht einmal ganz neue Dinge sein, die man zulässt. Es genügt einfach sich auf sein Talent zu berufen und dann SEINEN eigenen Weg damit zu gehen. Ob das im großen Rahmen oder fast unentdeckt geschieht – DAS ist völlig egal dabei. Eines sollte man im Leben nicht vergessen und das ist die Leidenschaft für Dinge, die man gerne tut.
In diesem Sinne ist dieses Buch nicht nur Teil der Biografie von Jimmy Kelly, sondern auch ein Mutmach-Buch für alle die wieder bei Null anfangen müssen.
©Ricarda Ohligschläger

Rezensionen Hörbuch/ Rezensionen Sachbuch

Jürgen Todenhöfer – Inside IS – 10 Tage im "Islamischen Staat"

„Will sich der IS denn mit der ganzen Welt anlegen?“ (Seite 105)
Das ist die Frage, die ich mir mit Hilfe des Hörbuches Inside IS – 10 Tage im „Islamischen Staat“ beantworten wollte. Hintergründe, Fakten, Denkweisen und die Motivation junger Leute dem IS beizutreten – all das wollte ich erfahren. Auch um ein bisschen von all dem Wahnsinn, der in der Welt geschieht, zu verstehen. Ganz besonders wichtig war mir endlich zu begreifen was der Hauptgrund dieses sinnlosen Mordens ist. Welche Ziele verfolgt der IS und welche Rolle spielt der Westen? Warum nimmt sich überhaupt ein Mensch die Frechheit heraus einen anderen zu töten? Sei es durch Bombardements, Enthauptung oder gnadenlose Folter.
Was ist der Hauptgrund dieses Kampfes? Geld, Ruhm, Gier oder geht es doch nur um Rache und Gerechtigkeit?
Ist der Westen wirklich so aggressiv gegenüber den Muslimen? Diese Frage beispielsweise kann man sich nach der Lektüre des Buches ganz einfach beantworten, denn es werden viele Beispiele aufgezeigt, die einen deutlichen rassistischen Unterton gegenüber den Muslimen haben. Man kann für sich selbst entscheiden, ob die westlichen Medien da eine Art Gehirnwäsche praktizieren oder nicht. Fakt ist aber: „Wenn Zivilisten getötet werden, handelt es sich immer um Mord.“ (Seite 25)
Ganz ehrlich kann ich das all auf nach der Lektüre – ich habe mir parallel dazu das Buch gekauft um einiges noch einmal nachzulesen! – immer noch nicht nachvollziehen. Sätze wie „Das liegt einfach daran, dass unsere Leute mehr oder weniger gern sterben wollen.“ (Seite 106) sind doch keine Motivation einem Netz aus mörderischen Terroristen beizutreten. Dafür kann und darf es gar keine Motivation geben. Niemals!
Todenhöfer traf sich mit der Mutter eines der Jihadisten, den er für das Buch interviewt hatte (Abu Qatadah) und als ich seine Geschichte las, konnte  ich noch weniger begreifen warum er, der eigentlich Christian E. heißt, dem IS beigetreten ist. Wenn fehlende berufliche Perspektiven, eine zerbrochene Liebe und die Abwesenheit einer positiven Vaterfigur ein Grund ist dem IS sein Leben zu opfern – sorry, dann kann einem wirklich niemand mehr helfen! Dafür habe ich absolut kein Verständnis! Dann müssten tausende vom Schicksal benachteiligte Menschen dem IS beitreten. Das ist nicht nur Irrsinn, sondern total bescheuert – aber definitiv.
Mir fiel zunehmend auf, dass sich Christian E. viele seiner „Gesetze“ selbst neu interpretierte. Ein Widerspruch reihte sich an den anderen. Vergewaltigungen von Sklavinnen waren plötzlich keine Vergewaltigungen mehr („Das ist immer relativ. Was bedeutet zwingen? Was bedeutet zwingen, wenn einem diese Person als Sklavin gehört?“ (Seite 145)) und Tötungen wurden in großem Maße gerechtfertigt.
Todenhöfer begab sich trotzdem in Gefahr sich diesen Wahnsinn näher anzuschauen und wusste selbst nicht, ob er je wiederkommen würde. Dafür verdient er absoluten Respekt und Hochachtung. Sieben Monate hatte er jeden Tag mit sich gerungen, sah zunehmend barbarischere Grausamkeiten und wurde angetrieben von der Neugier nach der Wahrheit über den IS. Bei drohender Folter oder Hinrichtung wollte er jedoch das Drehbuch seines Todes selbst schreiben – und hatte sich aus diesem Grund ein tödliches Medikament besorgt.
Doch die ersten Tage im Islamischen Staat sind eher friedlich, wenn auch manchmal sehr aufregend und spannend. Schließlich befindet man sich im Kriegsgebiet. Trotzdem scheint das Leben ganz normal in Rakka. Kebab – Buden, Obststände und eine vorbeifahrende Hochzeitskolonne inklusive Hupkonzert!
Wenig später beginnt die Zensur der geplanten Berichterstattung. Der Streit darüber eskaliert und ich fragte mich immer wieder welche Ängste dabei wohl mit im Raum standen. Schließlich hätte die Stimmung schnell ins Aggressive kippen können. Todenhöfer bleibt aber eher nüchtern und sachlich, wenn es darum geht über diese Situationen mehr zu erfahren. Keine Emotion wird klar übersendet. Protokollartig fährt er fort seine Reise dokumentieren.
Todenhöfer berichtet vom IS – Trainingslager, militärischer Ausbildung und von dem tödlichen Damoklesschwert, welches über ihn und seinem Sohn schwebt. Bisher hatte kein westlicher Journalist den IS lebend verlassen…
Zum Schluss rechnet Todenhöfer in einem offenen Brief an den Kalifen des „IS“ ab und zeichnet auf in wie vielen Punkten der „IS“ eben kein islamischer Staat, sondern eine AntiIslamischer Staat ist. Man bleibt mit einem Kopfschütteln zurück, nicht nur weil sich im Nachwort noch eine ganz besondere böse Überraschung offenbart.
Todenhöfer hat mit viel Feingefühl, Durchsetzungsvermögen und Ehrgeiz versucht die Hintergründe, Beweggründe und Denkweisen des IS zu erkunden.
Jedoch prallte er immer wieder auf Widersprüche, verblendete Ideologien und Verschwörungstheorien einer Gemeinschaft, die weit ab von Allahs Gesetzen und dem islamischen Denken handelt.
Meine uneingeschränkte Hochachtung gilt seiner Arbeit und dem damit verbundenen Versuch mir die eingangs gestellte Frage zu beantworten.
„Möge Allah Sie stoppen!“ (Seite 275)
Das Hörbuch* – welches mir von audible zur Verfügung gestellt wurde – umfasst 76 kurze Kapitel und wird brillant gesprochen von Thomas Balou Martin und Michael-Che Koch. Sie machen den Bericht von Todenhöfer zu einem entspannenden und kurzweiligen Hörgenuss. Die verschiedenen Charaktere wurden mit einer „eigenen“ Sprache untermalt und auch wenn es sich hierbei um ein Sachbuch handelt, war ich von Anfang an sehr gefesselt.
Wer sich für Politik und politische Hintergründe interessiert, der wird mit diesem (Hör)Buch einen Volltreffer landen!
© Ricarda Ohligschläger
* Affiliate Link zu Amazon
 
 

Rezensionen/ Rezensionen Sachbuch

Alexander Markowetz – Digitaler Burnout

Zusammen mit seinem Team hat Professor Markowetz eine App entwickelt, die das Verhalten der Smartphone-Nutzer dokumentiert. Er kommt zu einem erschreckenden Ergebnis: Drei Stunden täglich befassen wir uns im Schnitt mit unserem Smartphone, 55 Mal am Tag nehmen wir es zur Hand. Ständig sind wir abgelenkt, unkonzentriert, gestört. Welche dramatischen Folgen die digitale Permanenz für unsere Gesundheit, unser Leben und unsere Gesellschaft hat und was wir dagegen tun können – diesen Fragen geht Alexander Markowetz in seinem brisanten Buch auf den Grund. (Kurzbeschreibung laut Amazon)
Wir sind vernetzt. Total!
Wir nutzen unser Smartphone als Wecker und ebnen damit direkt den Weg  kurz nach dem  Aufwachen Mails, Facebook oder Whats App zu checken. Beim Frühstück tragen wir die Menge unserer gegessenen Lebensmittel in digitale Ernährungspläne ein und frühstücken erst dann, wenn das extra dafür schmackhaft angerichtete Müsli auf Instagram hochgeladen wurde. Spätestens nach dem fünften Bissen schauen wir nach, ob bereits Likes, Herzchen oder Kommentare zu unseren Fotos vorhanden sind.
Erkennt sich jemand wieder? Dann empfehle ich „Digitaler Burnout“ als erste Lektüre im neuen Jahr. Nicht nur, um den guten Vorsatz zu fassen weniger Zeit mit dem Smartphone zu verbringen, sondern sich selbstkritisch mit der Thematik auseinanderzusetzen.
Markowetz kann dabei sehr hilfreich sein. Er erhebt  aber nicht den Zeigefinger, der uns zum absoluten Entzug verdonnert, sondern zeigt Wege auf dem Smartphone nicht mehr Aufmerksamkeit zu geben als nötig. Mails checken während des Frühstücks? Muss nicht sein, wenn man nicht irgendwann mit nervösem Magen enden will.
Ich würde mich als Smartphonejunkie bezeichnen und genau deshalb konnten die bisherigen Rezensionen im Netz meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen, da ich mich schon oft genug gefragt habe, ob das eigentlich noch normal ist.  Markowetz spricht das Thema deutlich an: wir machen uns selbst zum Sklaven unseres Handys. Spielsucht, Aufmerksamkeitsdefizite, Schlafstörungen und sogar Depressionen – all das können Folgen einer übermäßigen Handynutzung sein.
Das Schlimme daran ist, dass er eines ganz deutlich beleuchtet: der technische Fortschritt macht uns nicht produktiver, sondern eher müder, gestresster und sorgt für ständige Reizüberflutung. Vieles was Markowetz beschreibt ist für mich erschreckend und einleuchtend zugleich. Oder hättet ihr gedacht, dass wir im Durchschnitt alle 18 Minuten auf unser Handy schauen? Wenn wir auf der anderen Seite einmal näher betrachten, dass man während der Arbeit (Schreiben, Lesen etc.) erst nach ca. 15 Minuten in einen Flow kommt, wundert mich nicht mehr, dass man am Ende des Tages wenig effektiv gearbeitet hat.
Wer sich also jemals gefragt hat, ob er zum Smartphonejunkie neigt oder sich ständig gestresst und müde fühlt, sollte sich einmal mehr mit „Digitaler Burnout“ befassen, denn eventuell steckt er schon mittendrin.
© Ricarda Ohligschläger