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Rezensionen

Rezensionen/ Rezensionen Kochbücher

Niewerth & Schreiber – Aus Liebe zum Kochen

Im Laufe meiner eigenen „Foodblogger-Karriere“ bin ich auf unzählige Foodblogs gestoßen die mich begeistern, inspirieren und die ich lieben gelernt habe. Es gibt tolle, ausgefallene, kreative und begeisternde Köche wohin man sieht!
Ein Buch mit 25 Foodies ist dabei natürlich noch eine viel bessere Inspiration. Alle Foodblogger führen ihren Blog „Aus Liebe zum Kochen„*, wie der Buchtitel schon verrät.

Sehr persönlich und vor allen Dingen abwechslungsreich

Die Köche werden ausführlich Interviews präsentiert. Sehr persönlich und vor allen Dingen abwechslungsreich schildern die einzelnen Blogger wie sie ihre Leidenschaft zum Kochen entdeckten, welche Gerichte sie lieben und was sie am Kochen fasziniert. Und jeder Blogger stellt im Nachfolgenden ein paar seiner Rezepte vor.

Insgesamt 75 Gerichte beinhaltet das Buch, welches sich nicht nur alleine durch sein Cover von vielen anderen Kochbüchern abhebt. Ich finde nämlich, dass es sehr edel aussieht! Die Rezepte sind ausgefallen bis einfach, deftig bis leicht und simpel bis schwer – wer da nichts für sich findet ist es selber schuld. 😉

Mein Testkochen begann mit Floorabellas Brot mit fünf Käsesorten. Ich gebe gerne zu, dass mich ihr Blog direkt am meisten angesprochen hat, als ich google danach suchen ließ. (https://www.floorabella.blogspot.de/)

Als zweites probierte ich nämlich direkt die gebratenen Feigen. Den Apfelcrumble werde ich im Laufe der nächsten Tage testen, das ist sicher! Ich testete aber auch noch grünen Zucchinirisotto mit Basilikum von Per & Malte.
Und was soll ich sagen? Alle drei Gerichte haben ihren Test bestanden. Die Zutaten waren passend bemessen und aufgelistet (die meisten hatte ich eh im Haus und wer mich kennt weiß, dass das schon für Pluspunkte sorgt, da ich keine Lust habe in 3 Geschäfte zu laufen, um alles einzukaufen….ich wiederhole mich sicher)

Das Käsebrot hat diesen Namen definitiv verdient und eignet sich super für Käsereste. Es wird jetzt öfter gemacht. Die Feigen waren eine leckere Sache – super simpel noch dazu! Und das letzte Gericht war so ein richtig kleines Seelenessen. Da wurde mir nicht nur im Bauch warm.
Wenn ich mir die Post its anschaue, die ich jetzt schon im Buch kleben habe, werde ich es wohl in den nächsten Wochen kaum aus der Hand legen. Aber es ist kein Wunder, denn bei Rotkohlpesto oder Erbse – Minze – Parfait werde ich nun mal SEHR neugierig und muss es unbedingt ausprobieren.

Ich bin sehr begeistert

Fazit für mich: Ich bin sehr begeistert von diesem Buch, welches ich eigentlich nicht schlicht nur Kochbuch nennen würde, da man sehr  viel über die Köche hinter den Blogs erfährt.
© Ricarda Ohligschläger

Rezensionen/ Rezensionen Belletristik

Virginia Macgregor – Der Junge, der mit dem Herzen sah

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Schon lange suchte ich nach einem Buch, mit dessen Hilfe mir endlich wieder einmal mein Herz weit, weit geöffnet werden würde. Eines zum Träumen, Hoffnung haben und ein bisschen zum Verlieben.

All das fand ich wieder Erwarten in „Der Junge, der mit dem Herzen sah“, denn was anfangs traurig und emotional sehr aufrührend war, entpuppte sich als eine Geschichte, die mich lehrte immer zuzuhören, mit vollem Herzen hinzusehen, die Hoffnung nicht aufzugeben und ab und an auch mal ein bisschen außer der Reihe zu tanzen – gegen jede Regel!

Virginia Macgregor erzählt von Milo, dessen Augenlicht nach und nach immer weniger wird und der aus diesem Grund gezwungen ist immer ganz genau hinzuschauen. Tatkräftig unterstützt wird er dabei von seinem Hausschwein Hamlet und einigen etwas eigensinnigen Erwachsenen, die alle ihre Erfahrungen dazusagen.

Tripi zum Beispiel, der als Einwanderer nicht auffallen darf, das er keine Aufenthaltsgenehmigung hat oder Clouds, der Detektiv.

Sie alle helfen Milo bei einem Einsatz, der für ihn eine Herzensangelegenheit ist und für seine Grandma noch viel mehr. Dabei entdecken sie alle, dass Freundschaft keine Altersgrenze kennt, Liebe keine Hindernisse und, dass man mit dem Herzen mehr sehen kann, wenn man es nur will.

Ich habe Milo total in mein Herz geschlossen. Und all die anderen Figuren, die abwechselnd zu Wort kommen und so den Leser an ihren Emotionen teil haben lassen.
Macgregor hat sehr viel zwischen die Zeilen gepackt, sodass man dieses Buch nicht nur lesen muss, sondern auch fühlen – mit dem Herzen! Aber macht euch keine Sorgen. Das klappt. Auf ganz besondere Art und Weise.
Kurzum ist es eine wunderschöne Geschichte, dir ihr euch nicht entgegen lassen solltet!
©Ricarda Ohligschläger

Rezensionen/ Rezensionen Krimis/Thriller

Andreas Winkelmann – Das Haus der Mädchen

Das Haus der Mädchen von Andreas Winkelmann

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Andreas Winkelmann gehört für mich zu DEN deutschen Thriller-Autoren und seine Lesungen stehen bei mir noch ganz oben auf der Wunschliste, da ich einmal bei YouTube sah, wie er sie gerade zu inszeniert.

Jedoch braucht es für solch eine Inszenierung guten Stoff – Thrillerstoff! Und den bietet Winkelmann mir nun schon seit etlichen Jahren.

Höllental
Der Gesang des Blutes
Die Zucht 

sind nur einige seiner Bücher, die ich hier nennen möchte und die mich gepackt und begeistert haben! Überflüssig zu erwähnen, dass ich dieses Mal erneut nicht enttäuscht wurde, oder?

Winkelmann erschafft in „Das Haus der Mädchen“ eine Szenerie, die dunkel und sehr böse ist. Man weiß nicht mit welchem Protagonist man leiden soll – Opfer oder Täter? Dass er sich beim Schreiben nicht selbst verzettelt hat, während er seine Leserschaft mit jedem Kapitel mehr in die Irre geführt hat, zeugt von seinem Talent und seiner offensichtlichen Professionalität.
Ich hoffe an dieser Stelle, dass er diese Zeilen nicht liest und sich denkt: „Wenn die wüsste!“ 😉

Aber selbst wenn er total chaotisch plottet, ist ihm wieder einmal mehr eine Story gelungen, die beim Lesen unzählige Gänsehautmomente verursacht und einen sehr hohen Nervenkitzelfaktor besitzt.

Zum Inhalt schreibe ich jetzt wenig, da dies bei Amazon eingesehen werden kann. Jedoch möchte ich euch nicht vorenthalten, dass mir Leni sofort sympathisch war und, dass die Story durchaus eine aus den Nachrichten sein könnte. Wie viele junge Mädchen werden Opfer ihre Suche nach Abenteuern und Freiheit!? Ihre Ängste sind absolut nachvollziehbar und ihre nächtlichen Schritte durch die einsame Nacht hat Winkelmann großartig umgesetzt!

Ich habe das „Das Haus der Mädchen“von Andreas Winkelmann innerhalb von vier Stunden inhaliert und muss mich wieder einmal mehr für ein Thriller-Meisterwerk bedanken, was seinesgleichen sucht!
©Ricarda Ohligschläger

Rezensionen/ Rezensionen Kochbücher

Dale Pinnock – Koch dich gesund!

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Gutes und gleichzeitig gesundes Essen miteinander zu verbinden ist nicht immer so leicht. Gerade, wenn an manchen Tagen die Zeit für das Kochen zu kurz kommt oder man nach dem Job zusätzlich Termine hat.
Wie man trotzdem allerhand für seinen Körper tun und gleichzeitig gut essen kann, zeigt Dale Pinnock in seinem Buch „KOCH DICH GESUND!“
Vervollständigt mit vielen Tipps zu Nahrungsmitteln und Informationen über Nährstoffe ist dieses Buch nicht nur ein simples Kochbuch, sondern eine kleine Ernährungsbibel, die zeigt wie leicht es ist die „Lebensmittel – Apotheke“ zu nutzen.

Nachdem ich leider in den letzten Monaten einige Kilos zugenommen habe, befasse ich mich derzeit wieder mehr mit gutem Essen aber auch damit, wie ich gleichzeitig auf kleine Schlemmereien nicht verzichten muss.
Daher ist es umso wertvoller, dass Dale Pinnock ebenso „Häppchen für Zwischendurch“ und „Gesunder süßer Genuss“ in seinen Kapiteln behandelt.
Die weiteren Kapitel beinhalten u.a. noch „Snacks 2 go“, „Faule Wochenenden“ und „Lunchpaket“.
Der Rezepte – Teil startet auf Seite 12 und endet auf Seite 162 – da ist jede Menge Inspiration garantiert.
Die Rezepte sind vielfältig, reichen von Smoothies über Snacks und Hauptgerichten bis hin zu Dips und sind leicht umsetzbar. Da das Auge schließlich mitisst, achte ich immer besonders auf ansprechende Fotos und ich finde das Buch insgesamt sehr, sehr ansprechend.
Jedes Rezept wird ergänzt durch Tipps zu den Inhaltsstoffen und etliche Rezepte sind in wenigen Minuten zubereitet.
Danach befasst sich Pinnock ausschließlich mit dem Überblick über Inhaltsstoffe und Wirkung unserer Nahrungsmittel. Er zeigt auf mit welchen Nahrungsmittel wir Krankheiten vorbeugen können oder wie Vitamine, Mineralstoffe und Fette miteinander positiv verbunden werden können.
Der britische Ernährungswissenschaftler Dale Pinnock belehrt nicht, sondern zeigt auf wie man Genuss und Gesundheit miteinander ins Gleichgewicht bringen kann. Ich empfehle es sehr gerne weiter und bin von den ersten „Testessen“ schwer begeistert, weil die Pfunde mittlerweile wieder fallen. 😉
©Ricarda Ohligschläger

Für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanke ich mich herzlichst beim Verlag THORBECKE

Rezensionen/ Rezensionen Historische Romane

Teresa Simon – Die Holunderschwestern

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Die Holunderschwestern von Teresa Simon © Heyne Verlag

Die Holunderschwestern von Teresa Simon © Heyne Verlag

„München 1918. Die junge Fanny – Franziska – sitzt im Zug nach München und will der Provinz entfliehen. Ihre sensible Zwillingsschwester Friederike musste sie zurücklassen. Als die reiche Witwe Dora mit ihren beiden Kindern zusteigt, ahnt Fanny noch nicht, dass ein tragisches Schicksal seinen Anfang nimmt.
München 2015. Katharina erhält einen Brief aus London: In einem Archiv wurden Tagebücher ihrer Urgroßmutter Franziska gefunden. Katharina wird neugierig. Wie kommt es, dass die Aufzeichnungen ihrer Urgroßmutter, einer einfachen Köchin, in London verwahrt werden?“
Kurzbeschreibung laut Amazon
Ähnlich wie in „Die Frauen der Rosenvilla“ hat Teresa Simon mit „Die Holunderschwestern„* einen generationsübergreifenden, spannenden Roman geschaffen, in dem sie alles vereint, was ich an gemütliche Leseabenden schätze:
Sympathische Protagonisten, eine Familie mit Geheimnissen, Dramaturgie und natürlich eine Prise an Emotionen.
Fanny war mir auf Anhieb sympathisch und ich mochte es sehr mit ihr in die Vergangenheit zu reisen. Teresa Simon schafft es Szenen zu erschaffen, die man vor dem inneren Auge miterleben kann und so fühlte ich mich beim Lesen noch ein bisschen mehr involviert. Überhaupt mag ich es sehr mehr über das Leben der damaligen Zeit zu erfahren, auch wenn mein Innerstes sich immer wieder gegen die damalige Rolle der Frau wehrt.
Fanny ist zum Glück eine selbstbewusste starke Person, die sich gegen Vorschriften und ihren engstirnigen Ehemann zur Wehr zu setzen weiß. DAS hat mich sehr beeindruckt.
Weiterhin muss ich lobend erwähne, dass es der Autorin gelungen ist mir als Laien die Arbeit einer Möbelrestauratorin sehr viel näher zu bringen. Entweder hat sie eigene Erfahrungen in diesem Bereich oder intensiv recherchiert. Ihre Beschreibungen haben mich die Arbeitsschritte einer solch kreativen Herausforderung auf unterhaltsame Weise gelehrt.
Passend zu „Die Frauen der Rosenvilla“ ist auch das Cover von „Die Holunderschwestern“ gestaltet. Beide Romane sind unabhängig voneinander und trotzdem finde ich solch einen roten Faden bei einer Autorin sehr wichtig für den Wiedererkennungswert. Großes Lob an den Verlag und an Teresa Simon sowieso!
© Ricarda Ohligschläger