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Rezensionen

Rezensionen/ Rezensionen Kochbücher

Nigel Slater – Das Küchentagebuch

Das Küchentagebuch von Nigel Slater © Dumont Buchverlag

»Nigel ist ein gottverdammtes Genie.«, sagt Jamie Oliver und das macht eine Hobbyköchin wie mich SEHR neugierig, denn in meinem Buchregal befinden sich direkt neben Büchern von Tim Mälzer auch Jamie Olivers Werke, der mich kochtechnisch immer wieder aufs Neue inspiriert und begeistert!

Das Küchentagebuch von Nigel Slater © Dumont Buchverlag

Das Küchentagebuch von Nigel Slater © Dumont Buchverlag

Zurück zu Slater jedoch und zum vorliegenden „Küchentagebuch“ dessen Kurzbeschreibung leider gar nicht ausdrücken kann was für ein TOLLES Buch dieses Kochbuch ist. Wobei Kochbuch schon der völlig falsche Begriff dafür ist. Es ist eher ein Ganzjahreserlebniskurzgeschichtentagekochbuch!
Auf den ersten Blick angesehen hebt es sich bereits von vielen anderen Kochbüchern ab. Die hochwertige Leinenausstattung und  der besondere Schutzumschlag machen dieses Buch schon optisch zu etwas Außergewöhnlichem. Und dann der viiiiiiiiiele Text!
Wer sich ein Kochbuch kaufen möchte, in dem links das Rezept und rechts das passende Bild dazu abgebildet ist, der sollte dieses Buch ganz schnell wieder aus den Händen legen! Bei Slater wird nämlich nicht nur gekocht, sondern erzählt und gelebt. Daher eignet sich dieses Buch auch als Lesebuch, wenn man die Suppe schon löffelt oder die Tarte noch im Ofen backt.
Slater gibt Tipps, macht Resteverwertung zu einem Kocherlebnis und erzählt ganz nebenbei aus seiner Küche, und aus seinem Leben.

Für mein Testkochen hatte ich mir ausgesucht:
Gebackenes Hühnchen mit Tomaten und Oliven
Aufstrich aus Räucherlachs und Gurken
Surf and Turf
(später gab es dann noch die Lachssuppe – ein Träumchen!)

Ich möchte jetzt nicht lügen oder gar zu viel protzen, ABER hier mein „Originalton“ aus einer Kochgruppe in der ich meine Begeisterung nach dem Verzehr des Hühnchens geteilt habe:
„Heilige Sch***. Heute gab es das nächste Gericht aus dem Küchentagebuch von Nigel Slater : Gebackenes Hähnchen mit Tomaten und Oliven. Und ganz ehrlich?, es war das beste(!) Hähnchen was ich je gegessen habe. Das war sooooooooooo zart und einfach nur JAMMI!!“ Das spricht doch für sich oder?

Ebenfalls schrecklich lecker war der Brotaufstrich, der – ich schwöre – die ganze Nacht nach mir geschrien hat. Und ich spreche hiermit eine Warnung aus: Wird der Brotaufstrich schon am Vorabend für das Frühstück am nächsten Tag bereitet NIEMALS kosten! Ihr ahnt warum? Hier mein Zitat aus der Kochgruppe: „***, du hast doch auch das Küchentagebuch vom Nigel, oder? Probiere mal den Aufstrich aus Gurken und Räucherlachs von Seite 318!!! Ich habe ihn mit Brötchen getestet….großartig. Wenn er die Nacht überlebt, teste ich ihn morgen früh auf Knäcke. Hammergeniale Sache. Ich hoffe mich hält heute irgendwer vom Kühlschrank fern!!!“
Dass das dritte getestete Gericht ebenfalls ein Schmankerl war muss ich sicher nicht noch extra erwähnen, oder? Fast 40 Euro für das Buch ist viel Geld, aber ich kann mit fester Überzeugung sagen, dass es jeden Cent wert ist und bei weiten mehr als 5 Sterne verdient hat! Wer immer noch skeptisch ist, dem empfehle ich die Beschreibung des Buches beim DUMONT – Verlag.
© Ricarda Ohligschläger

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Rezensionen/ Rezensionen Kochbücher

Niewerth & Schreiber – Aus Liebe zum Kochen

Im Laufe meiner eigenen „Foodblogger-Karriere“ bin ich auf unzählige Foodblogs gestoßen die mich begeistern, inspirieren und die ich lieben gelernt habe. Es gibt tolle, ausgefallene, kreative und begeisternde Köche wohin man sieht!
Ein Buch mit 25 Foodies ist dabei natürlich noch eine viel bessere Inspiration. Alle Foodblogger führen ihren Blog „Aus Liebe zum Kochen„*, wie der Buchtitel schon verrät.

Sehr persönlich und vor allen Dingen abwechslungsreich

Die Köche werden ausführlich Interviews präsentiert. Sehr persönlich und vor allen Dingen abwechslungsreich schildern die einzelnen Blogger wie sie ihre Leidenschaft zum Kochen entdeckten, welche Gerichte sie lieben und was sie am Kochen fasziniert. Und jeder Blogger stellt im Nachfolgenden ein paar seiner Rezepte vor.

Insgesamt 75 Gerichte beinhaltet das Buch, welches sich nicht nur alleine durch sein Cover von vielen anderen Kochbüchern abhebt. Ich finde nämlich, dass es sehr edel aussieht! Die Rezepte sind ausgefallen bis einfach, deftig bis leicht und simpel bis schwer – wer da nichts für sich findet ist es selber schuld. 😉

Mein Testkochen begann mit Floorabellas Brot mit fünf Käsesorten. Ich gebe gerne zu, dass mich ihr Blog direkt am meisten angesprochen hat, als ich google danach suchen ließ. (https://www.floorabella.blogspot.de/)

Als zweites probierte ich nämlich direkt die gebratenen Feigen. Den Apfelcrumble werde ich im Laufe der nächsten Tage testen, das ist sicher! Ich testete aber auch noch grünen Zucchinirisotto mit Basilikum von Per & Malte.
Und was soll ich sagen? Alle drei Gerichte haben ihren Test bestanden. Die Zutaten waren passend bemessen und aufgelistet (die meisten hatte ich eh im Haus und wer mich kennt weiß, dass das schon für Pluspunkte sorgt, da ich keine Lust habe in 3 Geschäfte zu laufen, um alles einzukaufen….ich wiederhole mich sicher)

Das Käsebrot hat diesen Namen definitiv verdient und eignet sich super für Käsereste. Es wird jetzt öfter gemacht. Die Feigen waren eine leckere Sache – super simpel noch dazu! Und das letzte Gericht war so ein richtig kleines Seelenessen. Da wurde mir nicht nur im Bauch warm.
Wenn ich mir die Post its anschaue, die ich jetzt schon im Buch kleben habe, werde ich es wohl in den nächsten Wochen kaum aus der Hand legen. Aber es ist kein Wunder, denn bei Rotkohlpesto oder Erbse – Minze – Parfait werde ich nun mal SEHR neugierig und muss es unbedingt ausprobieren.

Ich bin sehr begeistert

Fazit für mich: Ich bin sehr begeistert von diesem Buch, welches ich eigentlich nicht schlicht nur Kochbuch nennen würde, da man sehr  viel über die Köche hinter den Blogs erfährt.
© Ricarda Ohligschläger

Rezensionen/ Rezensionen Belletristik

Virginia Macgregor – Der Junge, der mit dem Herzen sah

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Schon lange suchte ich nach einem Buch, mit dessen Hilfe mir endlich wieder einmal mein Herz weit, weit geöffnet werden würde. Eines zum Träumen, Hoffnung haben und ein bisschen zum Verlieben.

All das fand ich wieder Erwarten in „Der Junge, der mit dem Herzen sah“, denn was anfangs traurig und emotional sehr aufrührend war, entpuppte sich als eine Geschichte, die mich lehrte immer zuzuhören, mit vollem Herzen hinzusehen, die Hoffnung nicht aufzugeben und ab und an auch mal ein bisschen außer der Reihe zu tanzen – gegen jede Regel!

Virginia Macgregor erzählt von Milo, dessen Augenlicht nach und nach immer weniger wird und der aus diesem Grund gezwungen ist immer ganz genau hinzuschauen. Tatkräftig unterstützt wird er dabei von seinem Hausschwein Hamlet und einigen etwas eigensinnigen Erwachsenen, die alle ihre Erfahrungen dazusagen.

Tripi zum Beispiel, der als Einwanderer nicht auffallen darf, das er keine Aufenthaltsgenehmigung hat oder Clouds, der Detektiv.

Sie alle helfen Milo bei einem Einsatz, der für ihn eine Herzensangelegenheit ist und für seine Grandma noch viel mehr. Dabei entdecken sie alle, dass Freundschaft keine Altersgrenze kennt, Liebe keine Hindernisse und, dass man mit dem Herzen mehr sehen kann, wenn man es nur will.

Ich habe Milo total in mein Herz geschlossen. Und all die anderen Figuren, die abwechselnd zu Wort kommen und so den Leser an ihren Emotionen teil haben lassen.
Macgregor hat sehr viel zwischen die Zeilen gepackt, sodass man dieses Buch nicht nur lesen muss, sondern auch fühlen – mit dem Herzen! Aber macht euch keine Sorgen. Das klappt. Auf ganz besondere Art und Weise.
Kurzum ist es eine wunderschöne Geschichte, dir ihr euch nicht entgegen lassen solltet!
©Ricarda Ohligschläger

Rezensionen/ Rezensionen Krimis/Thriller

Andreas Winkelmann – Das Haus der Mädchen

Das Haus der Mädchen von Andreas Winkelmann

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Andreas Winkelmann gehört für mich zu DEN deutschen Thriller-Autoren und seine Lesungen stehen bei mir noch ganz oben auf der Wunschliste, da ich einmal bei YouTube sah, wie er sie gerade zu inszeniert.

Jedoch braucht es für solch eine Inszenierung guten Stoff – Thrillerstoff! Und den bietet Winkelmann mir nun schon seit etlichen Jahren.

Höllental
Der Gesang des Blutes
Die Zucht 

sind nur einige seiner Bücher, die ich hier nennen möchte und die mich gepackt und begeistert haben! Überflüssig zu erwähnen, dass ich dieses Mal erneut nicht enttäuscht wurde, oder?

Winkelmann erschafft in „Das Haus der Mädchen“ eine Szenerie, die dunkel und sehr böse ist. Man weiß nicht mit welchem Protagonist man leiden soll – Opfer oder Täter? Dass er sich beim Schreiben nicht selbst verzettelt hat, während er seine Leserschaft mit jedem Kapitel mehr in die Irre geführt hat, zeugt von seinem Talent und seiner offensichtlichen Professionalität.
Ich hoffe an dieser Stelle, dass er diese Zeilen nicht liest und sich denkt: „Wenn die wüsste!“ 😉

Aber selbst wenn er total chaotisch plottet, ist ihm wieder einmal mehr eine Story gelungen, die beim Lesen unzählige Gänsehautmomente verursacht und einen sehr hohen Nervenkitzelfaktor besitzt.

Zum Inhalt schreibe ich jetzt wenig, da dies bei Amazon eingesehen werden kann. Jedoch möchte ich euch nicht vorenthalten, dass mir Leni sofort sympathisch war und, dass die Story durchaus eine aus den Nachrichten sein könnte. Wie viele junge Mädchen werden Opfer ihre Suche nach Abenteuern und Freiheit!? Ihre Ängste sind absolut nachvollziehbar und ihre nächtlichen Schritte durch die einsame Nacht hat Winkelmann großartig umgesetzt!

Ich habe das „Das Haus der Mädchen“von Andreas Winkelmann innerhalb von vier Stunden inhaliert und muss mich wieder einmal mehr für ein Thriller-Meisterwerk bedanken, was seinesgleichen sucht!
©Ricarda Ohligschläger

Rezensionen/ Rezensionen Kochbücher

Dale Pinnock – Koch dich gesund!

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Gutes und gleichzeitig gesundes Essen miteinander zu verbinden ist nicht immer so leicht. Gerade, wenn an manchen Tagen die Zeit für das Kochen zu kurz kommt oder man nach dem Job zusätzlich Termine hat.
Wie man trotzdem allerhand für seinen Körper tun und gleichzeitig gut essen kann, zeigt Dale Pinnock in seinem Buch „KOCH DICH GESUND!“
Vervollständigt mit vielen Tipps zu Nahrungsmitteln und Informationen über Nährstoffe ist dieses Buch nicht nur ein simples Kochbuch, sondern eine kleine Ernährungsbibel, die zeigt wie leicht es ist die „Lebensmittel – Apotheke“ zu nutzen.

Nachdem ich leider in den letzten Monaten einige Kilos zugenommen habe, befasse ich mich derzeit wieder mehr mit gutem Essen aber auch damit, wie ich gleichzeitig auf kleine Schlemmereien nicht verzichten muss.
Daher ist es umso wertvoller, dass Dale Pinnock ebenso „Häppchen für Zwischendurch“ und „Gesunder süßer Genuss“ in seinen Kapiteln behandelt.
Die weiteren Kapitel beinhalten u.a. noch „Snacks 2 go“, „Faule Wochenenden“ und „Lunchpaket“.
Der Rezepte – Teil startet auf Seite 12 und endet auf Seite 162 – da ist jede Menge Inspiration garantiert.
Die Rezepte sind vielfältig, reichen von Smoothies über Snacks und Hauptgerichten bis hin zu Dips und sind leicht umsetzbar. Da das Auge schließlich mitisst, achte ich immer besonders auf ansprechende Fotos und ich finde das Buch insgesamt sehr, sehr ansprechend.
Jedes Rezept wird ergänzt durch Tipps zu den Inhaltsstoffen und etliche Rezepte sind in wenigen Minuten zubereitet.
Danach befasst sich Pinnock ausschließlich mit dem Überblick über Inhaltsstoffe und Wirkung unserer Nahrungsmittel. Er zeigt auf mit welchen Nahrungsmittel wir Krankheiten vorbeugen können oder wie Vitamine, Mineralstoffe und Fette miteinander positiv verbunden werden können.
Der britische Ernährungswissenschaftler Dale Pinnock belehrt nicht, sondern zeigt auf wie man Genuss und Gesundheit miteinander ins Gleichgewicht bringen kann. Ich empfehle es sehr gerne weiter und bin von den ersten „Testessen“ schwer begeistert, weil die Pfunde mittlerweile wieder fallen. 😉
©Ricarda Ohligschläger

Für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanke ich mich herzlichst beim Verlag THORBECKE