Browsing Category

Rezensionen Fantasy

Rezensionen/ Rezensionen Fantasy

Victoria Laurie – Abby Cooper: Detektivin mit siebtem Sinn

Laurie bleibt auch hier ihrer Mischung aus Spannung, Romantik und Humor treu und verblüfft wieder einmal mit ungeahnten Wendungen
Abbygail Cooper führt ein ganz ruhiges Leben. Die einunddreißigjährige lebt in Royal Oak, einem Vorort von Detroit und hat dort ihr eigenes Büro. Alles ganz normal, wenn man einmal davon absieht, womit sie ihre Brötchen verdient.
Abby ist ein Medium. Sie kann mit der Welt der Geister kommunizieren und die Zukunft voraussagen. Diese Fähigkeiten helfen ihren Kunden bei wichtigen Entscheidungen und schon einige konnten so ihrem Leben bereits eine neue Richtung geben.
Eine weniger schöne Richtung bekommt jedoch Abbys Leben, als eine ihrer Klientinnen ermordet wird. Abby´s Schuldgefühle sind groß, denn kurz vorher bat die junge Frau noch um einen Termin für eine Sitzung. Doch den lehnte Abby aus Prinzip ab. Der Mordfall hat ungeahnte Folgen für Abby.
Bei einem Date verrät sie dem heißen Typ Details, die so niemand wissen kann. Prompt steht Dutch am nächsten Tag vor ihrer Tür – in seiner Rolle als ermittelnder Beamter!
Nun heißt es für Abby erst einmal alle Verdachtsmomente von sich zu weisen und gleichzeitig muss sie Dutch davon überzeugen, dass ihre übersinnlichen Fähigkeiten wirklich real sind. Genauso wie die Spur zum Mörder, die sie bereits gelegt hat.
Nichtsahnend, dass der ebenfalls seine Fühler nach Abby ausstreckt.
Nachdem ich bereits Victoria Laurie´s Serie rund um die Geisterjägerin M.J. Holliday kennenlernen durfte und davon sehr begeistert bin, habe ich nun auch Abby Cooper in rasendem Tempo in mein Herz geschlossen.
Victoria Laurie bleibt auch hier ihrer Mischung aus Spannung, Romantik und Humor treu und verblüfft wieder einmal mit ungeahnten Wendungen.
Abby Cooper ist mir fast noch ein kleines bisschen sympathischer als M.J., vielleicht, weil sie so bodenständig erscheint. Das spiegelt sich zum Beispiel in ihrer Art das Haus zu finanzieren wider. Alles wird Stück für Stück bezahlt, aber dafür aus eigener Tasche und ohne Kredite. Zuerst der Handwerker, dann das Kino.
Ihr zur Seite steht ihre überfürsorgliche Schwester, die genau gegensätzlicher nicht sein kann und trotzdem tief mit Abby verbunden ist.
Nicht zu vergessen: Dutch. Sehr sexy, aber nicht unmenschlich perfekt. Den Haken an dem heißen Kerl entdeckt Abby zu einem etwas späteren Zeitpunkt und da es zu viel von der Handlung verraten würde, gehe ich an dieser Stelle nicht näher drauf ein.
Fakt ist, dass es zwischen Dutch und Abby sicher noch ordentlich knistern wird. Die Entwicklung der beiden erinnert mich wiederum an M.J. Holliday, die ebenso noch nicht wirklich mit ihrem Traummann „zu Potte gekommen“ ist.
Lyx hat mit Victoria Laurie meiner Meinung nach eine Autorin im Boot sitzen, die für reichlich Abwechslung, vergnügliche Lesestunden und hoffentlich noch mehr Abenteuer ihrer Protagonisten sorgt.
© Ricarda Ohligschläger

Rezensionen/ Rezensionen Fantasy

Victoria Laurie – Gespenster küsst man nicht

Mit gewohnt frechen Dialogen und noch mehr überraschenden Wendungen ist diese Geisterstory definitiv nicht grauenhaft geschrieben.
„Gespenster küsst man nicht“ ist der zweite Band rund um die
Geisterjägerin M.J. Holliday von Victoria Laurie und wie schon in „Rendezvous um Mitternacht“ besticht die Autorin hier ebenso durch einen lockeren Schreibstil und viel Spannung.
Mit gewohnt frechen Dialogen und noch mehr überraschenden Wendungen ist diese Geisterstory definitiv nicht grauenhaft geschrieben.
In ihrem neuesten Fall unterstützt M.J. ihre beste Freundin Karen. Deren Nicht wurde in einem exklusiven Internat am Lake Placid von einem Axt schwingenden Geist angegriffen, der dort sein Unwesen treibt.
Zusammen mit Gilley und ihrem Verehrer Steven macht sich M.J. auf den Weg und muss schon bald die ersten Hindernisse aus dem Weg räumen. Der Leiter der Schule befürchtet durch die Ermittlungen negative Presse zu erhalten und somit zahlungskräftige Eltern zu verlieren und will sämtliche Nachforschungen verhindern.
Zum Glück hat Karen ihre ganz eigene Art Direktor Habbernathy von der Wichtigkeit der Nachforschungen zu überzeugen.
Habbernathys Gegenwehr ist jedoch nicht die einzige Hürde, die M.J.s Team nehmen muss, denn jeder rund um das Internat weiß etwas über den Geist Hatched Jack, aber keiner möchte eine Auskunft geben, denn er ist mächtiger als die Geisterjägerin dachte.
Kann M.J. den Geist überwältigen? Und welche Überraschungen kommen noch auf sie zu?
Auch wenn man den ersten Band nicht gelesen hat, so kann man hier nahtlos an die Story anknüpfen, da fehlende Fakten kurz und knackig angerissen werden. Es gibt ein Wiedersehen mit dem frechen Papagei Doc und dem überängstlichen Gilley.
Lauries Charaktere sind vielschichtig und bildhaft beschrieben, sodass man keine Schwierigkeiten hat in die Geschichte hereinzukommen. Die Spannung sorgt dann wiederum dafür, dass man dabei bleibt. J
Ein gut durchdachtes und überraschendes Ende macht die Story in meinen Augen perfekt.
Zwischen Steven und M.J. knisterte es erneut und ich hoffe auf weitere Annäherungen in den Fortsetzungsromanen.
Im Moment habe ich das Gefühl, dass M.J. sich noch nicht richtig auf Steven einlassen möchte. Vielleicht erfährt man über die Gründe bald mehr.
Letzten Endes kann ich meine Meinung zur Autorin nur wiederholen: Eine humorvolle und spannungsgeladene Story gepaart mit spritzigen Dialogen, so muss unterhaltsame Lektüre aufgebaut sein!
Bis zur Fortsetzung werde ich Victoria Laurie´s „Abby Cooper“ – Serie lesen. Wenn der Schreibstil gleich bliebt, wird das sicher auch ein Lesegenuss. 🙂
© Ricarda Ohligschläger

Rezensionen/ Rezensionen Fantasy

Victoria Laurie – Rendezvous um Mitternacht

Eine humorvolle und spannungsgeladene Story gepaart mit spritzigen Dialogen
Mary Jane Holliday, von allen nur M.J. genannt, hat einen nervenaufreibenden Job: Sie ist Geisterjägerin.
Für ihre Klienten stellt sich M.J. als Medium zur Verfügung und hilft so, verirrten Seelen auf die andere Seite.
Ihre medialen Fähigkeiten, die Energie körperloser Seelen zu spüren, helfen ihr dabei und handeln ihr Spitzen – Erfolgsquoten bei der Geisterjagd ein.
Unterstützt wird sie dabei von ihrem besten Freund Gilley, einem begnadeten Hacker, und ihrem plappernden Papagei Doc.
Auch ihr neuester Auftrag hat es wieder einmal in sich.
Der gutaussehende Dr. Steven Sable Junior möchte M.J. anheuern, um den Tod seines Großvaters zu klären.
Sables Großvater ist allem Anschein nach vom Dach seiner dreistöckigen Jagdhütte gestürzt. Doch sein Enkel zweifelt daran, denn nach seinen Einschätzungen war sein Großvater ein glücklicher Mann in den besten Jahren.
M.J. lehnt den Auftrag zuerst ab, da Sable darauf drängt mit auf Geisterjagd zu gehen, doch dann erinnert Gilley sie etwas eindringlicher an die unbezahlten Rechnungen.
Zusammen mit Sable machen sich die zwei also auf, um die Umstände Andrew Sables zu klären. Jedoch machen nicht nur schubsende Geister, sondern auch Mordanschläge und etliche Undurchsichtigkeiten den Fall zu einem Puzzlespiel.
Als wenn das nicht alles schon kompliziert genug wäre, fliegen zwischen Steven und M.J. abwechselnd die Funken und die Fetzen.
Victoria Laurie hat mich mit ihrem „Rendezvous um Mitternacht“ eiskalt erwischt und zwar im positiven Sinne.
Eine humorvolle und spannungsgeladene Story gepaart mit spritzigen Dialogen, so muss unterhaltsame Lektüre aufgebaut sein. Und unterhaltsam war es allemal.
Nicht nur die Dialoge zwischen Steven und M.J., sondern auch seine sprachlichen Irrungen und obendrein die Anmerkungen von Papagei Doc, sorgen hier für einige heftige Lacher.
So einen Papagei hätte ich auch gerne.
Ein bisschen Erotik füllt die Handlung zusätzlich und macht diese paranormale Story zu einem abwechslungsreichen Genuss.
Ich bin gespannt, wie es zwischen M.J. und Steve weitergeht. Das Knistern lässt Einiges erahnen.
Die Charaktere der beiden Hauptfiguren und auch Gilley hatte ich jedenfalls in Windeseile ins Herz geschlossen.
„Rendezvous um Mitternacht“ ist der Auftakt zu einer neuen Serie vom Verlag Egmont-Lyx.
Die Fortsetzung “ Gespenster küsst man nicht“ werde ich schnellstens ebenso lesen, denn mir hat dieser erste Band sehr gefallen.
Vielleicht liegt es daran, dass die in Texas lebende Autorin selbst als professionelles Medium arbeitet.
© Ricarda Ohligschläger

Rezensionen/ Rezensionen Fantasy

Martin Millar – Kalix

Kalix, 17jähriges Mitglied einer Werwolfdynastie, wurde nach einem Angriff auf ihren Vater – den Fürsten – verstoßen und ist nun auf der Flucht vor ihrer Familie. Depressiv, magersüchtig – kurzum ein Wrack – so lernt sie die jungen Menschen Moonglow und Daniel kennen und findet in ihnen Freunde. Derweil entbrennt nach dem Tod des Fürsten ein erbitterter Krieg um die neue Führung des Werwolfclans.
Martin Millar ist mit diesem Buch eine spannende, interessante und seitenweise sogar humorvolle Story gelungen. Durch die kurzen Kapitel liest es sich sehr zügig. Auch die Sprache ist sehr bildlich, kurz und einfach. Millar hat in seiner Story außergewöhnliche, interessante und sehr verschiedene Charaktäre zusammen gefasst, die aber jeder für sich fazettenreich und durchaus nachvollziehbar beschrieben werden. Auch die Beschreibung der Zwilling oder die der modebegeisterten Feuerkönigin sind grandios gelungen.
Die Dialoge zwischen den Figuren sind zeilenweise sehr humorvoll und ließen mich immer wieder schmunzeln.
Einzig für das meiner Meinung nach offene Ende gibt es einen Punkt Abzug. Aber dafür freu ich mich jetzt schon auf die Fortsetzung.
© Ricarda Ohligschläger

Rezensionen/ Rezensionen Fantasy

Claudia Toman – Hexendreimaldrei

Olivia möchte nicht, dass ihr Traumprinz die falscheFrau heiratet. Da kommt ihr der Feerich im Tütü auf der Kirchentoilette gerade recht und schwups: plötzlich wird der Bräutigam zum Frosch und nicht wie im Märchen der Frosch zum Prinzen.
Aber um den Frosch wieder zum Prinzen zu machen bleiben Olivia nur 48 Stunden.
Als wenn das nicht schon chaotisch genug wäre muss sich Olivia nun auch noch mit der Hexenkunstvereinigung herumschlagen – denn schließlich möchte sie den Frosch eigentlich selber heiraten – tschuldigung ich meine natürlich den „Prinzen“.
Hexendreimaldrei“ erscheint im ersten Moment wie ein „ganz normaler“ Frauenroman: ein kunstvoll durchdachtes, ansprechendes Cover in auffälligem Rot gehalten.
Aber schon auf den ersten Seiten wird der Frauenroman zu einem fantasievollen Märchen, einer magischen Liebesgeschichte und einem Abenteuer – und das alles auf einmal.
Claudia Toman erzählt uns von einer großen Liebe, von Shakespeare, den Gebrüder Grimm, Hexen und Katzen. Manchmal sehr gefühlsbetont, dann wieder sehr humorvoll aber sprachlich immer sehr originell und erfrischend. Bisher wusste ich nämlich noch nicht, dass der Froschkönig der Gebrüder Grimm später mit der Kammerzofe durchgebrannt ist….
Erzählt wird aus immer wieder wechselnden Blickwinkeln: Gegenwart und Rückblenden, welches eine schöne Abwechslung beim Lesen ergibt.
Letzten Endes führt aber alles wieder zum Ursprung der Geschichte. Kommt es dort zum Happy End?
„Hexendreimaldrei“ ist das erste Romanwerk der Wienerin Claudia Toman. An einer Fortsetzung wird bereits gearbeitet (siehe unten!). Interview mit Claudia Toman
P.S. Dieses Buch verleiht einem eine wunderbare Glückssträhne – wenn man es denn liest. Wegen dem Wunschwellenprinzip. Doch was DAS ist müssen Sie schon selbst herausfinden. Aber Achtung: Wünschen ist nichts für Anfänger!!
Mit Einsendung dieser Rezension gewann ich 2009 den 2.Platz beim Hexendreimaldrei – Rezensionswettbewerb.
© Ricarda Ohligschläger
Mehr von Olivia 🙂
Jagdzeit
Goldprinz