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Sofia Lundberg – Ein halbes Herz -Werbung und Gewinnspiel-

Ihre Kamera ist ihr Schutzwall gegen die Welt – denn obwohl die schwedische Fotografin Elin Boals eine glänzende Karriere in New York absolviert, hat sie sich zurückgezogen in ihren ganz eigenen Kosmos. Niemandem gewährt sie Zugang zu ihrem Inneren, nicht einmal ihrer Familie. Als sie völlig unerwartet einen Brief aus ihrer Heimat Gotland erhält, brechen die Erinnerungen mit Macht über sie herein. Denn Elin hütet ein tragisches Geheimnis – eine tiefe Schuld, die sie damals dazu trieb, die Insel für immer zu verlassen. Und nun spürt sie, dass sie an den Ort ihrer Kindheit zurückkehren muss, wenn sie jemals wirklich glücklich werden will ……(Quelle:www.goldmann.de)

Dieses Buch von Sofia Lundberg hat mich – wie ihr euch sicher vorstellen könnt – schon alleine wegen des Covers sehr angesprochen. Die auf der Rückseite zusammengefasste Kurzbeschreibung tat dann ihr übriges.

„Ihre Kamera ist ihr Schutzwall gegen die Welt….“

Das kann ich absolut nachvollziehen, da auch ich immer sehr gerne hinter meine Kamera verschwinde und den Alltag ausblende. Bei der schwedischen Fotografin Elin Boals ist es jedoch nicht nur der Alltag, sondern ihre ganze Vergangenheit, die sie ausblendet. Ihr Leben ist auf einer Lüge aufgebaut, voller Geheimnisse und weit ab von der Realität.

Doch plötzlich muss sie sich genau dieser stellen – ohne Einschränkungen und mit allen Konsequenzen. Der Auslöser ist ein Brief ihres Jugendfreundes Frederik, der ihr ganz unverhofft einen Brief schreibt und ein außergewöhnliches Geschenk macht: einen Stern.
Unerwartet und mit voller Wucht prasseln auf Elin Erinnerungen, Schuldgefühle und der nackte, klare Blick auf Kindertage ein.
Elin tut das was sie immer tut: arbeiten! Doch dieses Mal reagiert ihr  Mann Sam mit Trennung.

„…Ich lebe hier in einer Geisterwohnung. Du bist nie da. …“

Sam kann die vielen einsamen Tage und Nächte nicht mehr ertragen, ist an einer Paartherapie interessiert und Elin flüchtet sich in Ausreden und neue Termine.

Zwischen diesen Zeilen spürt man große Einsamkeit und Liebe. Eine Liebe, die unfassbar schön begann, wie man am Ende des Buches erfährt.
Liebe ist meiner Meinung nach DAS ganz große Thema in diesem Buch. Elin wuchs verarmt und doch geliebt mit ihren Brüdern auf – die Mutter ist überfordert, sucht selbst nach Halt, aber das Mädchen hat Freunde. Frederik, Gerd, Aina und die Weiten Schwedens, die eine faszinierende Szenerie in diesem Buch schaffen. Das Buch spielt abwechselnd um 1980 in Gotland und 2017 in New York. Ich persönlich bin ein bisschen verliebt in Gotland, weil ich die ganze Zeit die Weite des Meeres und der Felder vor Augen hatte.

Und während Elin zu sich selbst findet, schwankt das Verhältnis zwischen ihr und ihrer Tochter immer ein bisschen. Mal liegen sie sich in den Armen, andererseits reagiert die junge Frau hysterisch auf alle die Lügen, die Teil ihres Lebens sind.

Sofia Lundberg hat jede Menge Gefühl und Emotionen zwischen die Zeilen gepackt, sodass man einfach nicht davon loskommt. Sie spielt mit Schuld, Reue aber auch mit Erwartungen. „Ein halbes Herz“ enthält Bestandteile eines klassischen Liebesromans gespickt mit viel Drama. Vordergründig geht es dabei um ein Trauma, welches nie aufgearbeitet wurde. Die Sprache ist poetisch, hat aber trotzdem eine gewisse Leichtigkeit und ich mochte dieses Buch nur ungern aus der Hand legen.

Sofia Lundberg erzählt die emotionale, tragische und spannende Geschichte eines Familiendramas, welches die Hauptfigur dazu veranlasst ihr Leben auf Lügen aufzubauen. Dabei klärt sie die Frage: Wer bin ich? Wo beginnt Schuld? Wie viel Wahrheit verträgt eine Liebe?

Eine absolute Leseempfehlung!

©Ricarda Ohligschläger

Wer Interesse an dem Buch hat, darf mir gerne einen Kommentar hier im Blog hinterlassen. Die Aktion endet am 29.05.2020
Für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanke ich mich herzlich beim Goldmann Verlag.

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Rezensionen/ Rezensionen Belletristik

Katharina Fuchs – Neuleben -Werbung und Gewinnspiel-

Neuleben von Katharina Fuchs ©Droemer

Zwei Frauen leben ihren Traum – gegen alle Widerstände der 50er und 60er Jahre Authentisch und einfühlsam erzählt Katharina Fuchs in diesem Roman über die Nachkriegszeit die wahre Geschichte ihrer Tante, die eine der allerersten Vorsitzenden Richterinnen Deutschlands war und ihrer Mutter, einer Modemacherin.

Weil sie als Tochter eines Wehrmachtoffiziers und einer Großgrundbesitzerin in der DDR nicht studieren darf, zieht Therese Trotha Anfang der fünfziger Jahre nach West-Berlin. Dort muss sie erleben, wie die wachsenden Unterschiede zwischen Ost und West ihre Familie auseinander brechen lassen. Auch ihr Studium gestaltet sich schwierig: Konservative Professoren und Kommilitonen machen Therese und ihrer Mitstudentin das Leben schwer. Die zwei einzigen Frauen an der juristischen Fakultät sind für sie Fremdkörper. Doch sie unterschätzen Thereses Begabung und ihren Willen …(Quelle:droemer-knaur.de)

Nachdem ich euch vor einiger Zeit das Buch „Zwei Handvoll Leben“ vorgestellt habe, war ich sehr erfreut direkt die Fortsetzung „Neuleben“ in den Händen halten zu dürfen.

Wieder einmal mehr hat mich Fuchs mich in „Neuleben“ mit starken Charakteren beeindrucken können. Da ist zum einen Therese Trotha, die an der juristischen Fakultät tagtäglich spüren muss, dass eine studierende Frau noch lange nicht selbstverständlich ist. Ignoranz und Mobbing begegnen der jungen Frau immer wieder und sie muss sich nicht nur einmal die Empfehlung anhören, dass sie für ihre Rolle als Hausfrau kein Studium benötigt. Doch niemand ahnt wie viel Potenzial und vor allen Dingen Mut in ihr steckt.

Zeitgleich versucht auch Gisela ihre Schwägerin ihr Leben nach eigenen Vorstellungen zu gestalten, denn in der Rolle als Hausfrau wird sie auf Dauer nicht glücklich.

Hinzu kommen politische Spannungen, die dem wachsenden Unterschied zwischen Ost und West zu schulden sind. Politische Verfolgung steht schon bald im Zentrum der Handlung und auch hier müssen die Protagonisten ihren Weg finden.

Katharina Fuchs hat mit „Neuleben“ eine spannende und kritische Fortsetzung geschaffen, die ich allen empfehle, die sich für die Nachkriegszeit begeistern können. Ungeschönt und mit viel Empathie für ihre zwei Hauptfiguren Therese und Gisela zeigt sie das gesellschaftliche Bild dieser Generation, der wir so viel mehr zu verdanken haben als uns manchmal bewusst ist!
©Ricarda Ohligschläger

Wer Interesse an dem Buch hat, darf mir gerne einen Kommentar hier im Blog hinterlassen. Die Aktion endet am 17.05.2020
Für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanke ich mich herzlich beim Droemer Verlag.

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Rezensionen/ Rezensionen Belletristik/ Unterhaltung & Roman

Sina Beerwald – Die Strandvilla -Werbung und Gewinnspiel-

Die Strandvilla von Sina Beerwald ©Knaur

Die Strandvilla von Sina Beerwald ©Knaur

Ein Roman wie ein Sommer-Urlaub auf Sylt, voller nostalgischem Insel-Charme

Sylt 1913: Für die junge Seefahrer-Witwe Moiken Jacobsen scheint ein Traum in Erfüllung zu gehen, als der Hotelier Theodor von Lengenfeldt um ihre Hand anhält. Vom beschaulichen Keitum bringt er sie ins mondäne Westerland und ermöglicht es ihr, sich in der »Strandvilla«, dem besten Hotel auf der Insel, eine eigene Konditorei einzurichten. Heimlich träumt Moiken davon, eines Tages das verlassene Strand-Café im Dünenpavillon wiederzueröffnen und steckt all ihre Kraft und Leidenschaft in süße Köstlichkeiten, die sie bis spät in die Nacht kreiert.
Bald muss sie allerdings feststellen, dass Theodor sie vor allem geheiratet hat, damit sie ihm einen Stammhalter schenkt. Von ihren beruflichen Plänen ist er wenig begeistert.
Als Moiken dann auch noch dem erfolgreichen Strand-Fotografen Boy Lassen begegnet, geraten ihre Lebenspläne ins Wanken. Denn kein anderer als Boy hat ihr einst mit sandigen Lippen den ersten unschuldigen Kuss geraubt …

Urlaubs-Lektüre, historischer Roman, romantische Liebesgeschichte: Sina Beerwald hat mit »Die Strandvilla« einen zauberhaften Roman über Sylt geschrieben, der nicht nur Nordsee-Urlauber begeistern wird.

(Kurzbeschreibung laut www.droemer-knaur.de)

Schlagt ihr auch manchmal ein Buch zu und denkt: „Ach, was ein schönes Buch!“? So erging es mir mit vorliegendem Titel, den ich euch heute gerne näher bringen möchte.

Moiken Jacobsen ist eine resolute Seefahrer-Witwe, deren Talent darin besteht süße Köstlichkeiten zu zaubern. Nicht ohne Grund träumt sie also davon das verlassene Café am Meer irgendwann wiederzueröffnen. Dabei spielt ihr das Schicksal den Hotelier Theodor von Langenfeld in die Arme, denn dieser ist vom ersten Augenblick an fasziniert von Moiken und lässt sich die Chance nicht entgehen schnellstmöglich um ihre Hand anzuhalten.

Unterhaltsam beschreibt Beerwald den Weg Moikens von der Witwe bis zur Cafébetreiberin, jedoch möchte ich anmerken, dass ich minimale Längen bemerkt habe. Diese jedoch sind immer dann schnell vergessen gewesen, wenn ihre Jugendliebe Boy Lassen ins Spiel kam.

Am meisten gefallen hat mir an diesem Roman, dass er so realistisch war. Ich habe das mondäne Westerland und Theodors Hotel regelrecht vor Augen gesehen. Die Handlung könnte genau so durchaus stattgefunden haben und, dass sie gar nicht so weit hergeholt ist, lest ihr im Nachwort, welches sehr spannend ist und für einige Aha-Momente sorgt.

Den Schreibstil von Sina Beerwald kenne ich bereits durch andere Bücher von ihr und empfand  ihn als wunderbar leicht. Man erfährt viel über das Leben von Moiken. Sie ist Mutter einer Tochter, Witwe und schneller als sie denkt mittellos. Außerdem macht ihr ihre Schwiegermutter das Leben schwer. Besonders gefallen hat mir, dass sie sich nicht einschüchtern lässt und trotz vieler Rückschläge ihren Weg geht.

„Die Strandvilla“ bringt seine Leser direkt nach Westerland zu einer mutigen Frau, die sich nicht unterkriegen lässt. Ein schöner Schmöker von Sina Beerwald

Und wie sich dieser gestaltet, lest am Besten selbst!
©Ricarda Ohligschläger

Wer Interesse an dem Buch hat, darf mir gerne einen Kommentar hier im Blog hinterlassen. Die Aktion endet am 15.04.2020
Für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanke ich mich herzlich beim Knaur Verlag.

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Rezensionen/ Rezensionen Belletristik/ Unterhaltung & Roman

Katharina Fuchs – Zwei Handvoll Leben -Werbung und Gewinnspiel-

Zwei Handvoll Leben von Katharina Fuchs ©Droemer

Zwei starke Frauen – zwei deutsche Schicksale
Und die Geschichte des Berliner Kaufhauses KaDeWe in einem anrührend authentischen historischen Roman

Deutschland 1914: Charlotte wächst auf dem archaischen Landgut ihres mächtigen Vaters in Sachsen auf. Die Welt scheint ihr zu Füßen zu liegen, als sie von ihrer Tante und deren jüdischem Ehemann in die Leipziger Ballsaison eingeführt werden soll. Sie begegnet ihrer ersten Liebe. Doch der Beginn des ersten Weltkriegs zerstört ihre Pläne. Und ihr Leben verändert sich für immer.

Gleichzeitig gelingt es Anna, zwischen den Wasserstraßen des Spreewalds, wo Verzicht und harte Arbeit erfinderisch machen, dem Schicksal immer wieder ein Schnippchen zu schlagen. Doch sie verkennt die tiefe Liebe ihres besten Freundes, bevor er an die Westfront zieht. An einem eiskalten Tag im Februar 1919 steigt die neunzehnjährige Schneiderin alleine in den Zug nach Berlin. In den engen Hinterhöfen des Wedding prallen Hunger und Armut auf den ungezügelten Lebensdurst der beginnenden zwanziger Jahre. Und im Konsumtempel KaDeWe sucht man Verkäuferinnen …

Anna und Charlotte werden sich erst 1953 in Berlin begegnen. Hinter ihnen liegen zwei Weltkriege und ihr deutsches Schicksal. Es ist die Ehe ihrer Kinder, die die beiden ungleichen Frauen zusammenführt, und eine tiefe Verbundenheit durch denselben Schmerz, den sie noch nie zuvor einem anderen Menschen anvertraut haben.

»Es ist das vergessene Leben der Frauen, in dieser ganz besonderen Zeit, die bis heute nachwirkt, das ich zu Papier bringen wollte. Es wurde so lange totgeschwiegen. ›Zwei Handvoll Leben‹ lässt es uns spüren.«
Katharina Fuchs

Katharina Fuchs erzählt in ihrem historischen Roman nicht nur ein Stück deutsche Geschichte aus der Perspektive der Frauen – es ist die Geschichte ihrer eigenen Großmütter.
(Kurzbeschreibung laut Amazon)

Katharina Fuchs erzählt in ihrem Roman die bewegende Geschichte von Anna und Charlotte – zwei jungen Frauen, deren Leben nicht unterschiedlicher sein kann.

Anna die kämpferische Schneiderin aus ärmlichen Verhältnissen, die während der Revolutionsunruhen nach Berlin reist, um dort ihr Glück zu suchen. Direkt bei ihrer Ankunft spürt sie im Gewimmel der Straßen, dass hier vieles anders läuft. Und auch in der Wohnung ihrer Tante Adelheid – einer Kriegerwitwe – findet sie leider nicht die Geborgenheit, die sie dringend braucht. Günther, der sehr unbequeme Mitbewohner ihrer Tante lässt Anna nicht zur Ruhe kommen und von Tag zu Tag verstärkt sich ihre Abscheu dem ungepflegten Scheusal gegenüber – bis die Situation eskaliert.

Doch Anna gibt nicht auf! Mit einem Trick und ihrem unermüdlichen Kampfgeist erwirbt sie im Februar 1919 eine Anstellung im KaDeWe und wird schon bald eine angesehene Näherin.

Auf der anderen Seite lernen wir Charlotte kennen, deren Sturkopf es manchmal schwer hat gegen die Wutausbrüche ihres Vaters anzukommen. Ihre Sorgen kreisen sich um die Pferde des Guts, ihre Hunde und darum, ob ihre Cousine Edith sich ihren Schwarm Leo schnappt.

Die Wirren dieser Zeit hat Fuchs so nah und mit viel Liebe zum Detail beschrieben, dass man spürt ganz tief drinnen wie wichtig ihr die Geschichte ihrer Großmütter ist. Ihre Erlebnisse und die daraus resultierenden Lebenserfahrungen nehmen einen großen Platz in diesem Roman ein und ich habe sie mit viel Interesse und großer Begeisterung gelesen.

„Zwei Handvoll Leben” setzt sich aus unterschiedlichen Erzählsträngen zusammen: abwechselnd wird jeweils von Anna und Charlotte erzählt und somit ein gekonnter Spannungsbogen aufrecht erhalten. Ich habe mich nicht ein einziges Mal gelangweilt, während dieser Lektüre und es hat mich tief im Inneren berührt.

Besonders beeindruckend fand ich mit welchem Kampfgeist Anna ihren Weg geht. Man darf dabei nicht vergessen, dass ihr Leben von Armut, Trostlosigkeit und Verzweiflung geprägt war. In einer Zeit in der viele aufgegeben hätten, hat sie ihren Fähigkeiten vertraut und egal was ihr passiert ist, sie hat ihren Mut niemals verloren. Eine großartige Frau, die mich fasziniert hat.

“Zwei Handvoll Leben” ist ein großartiger und unterhaltsamer Roman. Er ist gefüllt mit Melancholie, Trauer, Wut, Verzweiflung und Angst – aber auch mit unfassbarer Stärke, Mut, Hoffnung und vor allen Dingen Liebe.
©Ricarda Ohligschläger

Hier geht es direkt zur Leseprobe: Katharina Fuchs – Zwei Handvoll Leben

Wer Interesse an dem Buch hat, darf mir gerne einen Kommentar hier im Blog hinterlassen. Die Aktion endet am 10.04.2020 um 12 Uhr.
Für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanke ich mich herzlich beim Droemer Verlag.

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Beate Maxian – Die Tränen von Triest -Werbung und Gewinnspiel-

 

Die Tränen von Triest von Beate Maxian ©Heyne

Wien: Die 33-jährige Johanna Silcredi wird ans Krankenbett ihres Großvaters Bernhard gerufen. Er bittet sie, nach Triest in die Villa Costa zu reisen, und er fügt hinzu: »Finde heraus, wer mein Vater war.« Johanna ist zutiefst irritiert und macht sich auf den Weg. In der Villa trifft sie auf Charlotte von Uhlrich. Auch sie scheint auf Spurensuche zu sein.

Triest 1914. Die schöne Afra von Silcredi steht kurz vor der Verlobung mit Alfred Herzog und könnte nicht glücklicher sein. Doch dann beginnt der Erste Weltkrieg, und die Liebenden werden getrennt … (Kurzbeschreibung laut Amazon)

Ich mag die Abwechslung beim Lesen sehr und pendele gerne zwischen historischen Romanen und Gegenwartsliteratur hin und her. Bei diesem Buch konnte ich meine Liebe für beide Genren vereinen und habe es nicht bereut, denn schon nach wenigen Seiten war ich mit den zwei Zeitebenen verbunden.

2019 in Wien – Johanna wird von ihrem Freund in ein edles Restaurant eingeladen und hofft auf den langersehnten Heiratsantrag, jedoch werden alle ihre Hoffnungen mit einem Schlag zerstört. Doch schnell findet sich die junge Frau in Triest wieder, wo sie sich im Auftrag ihres Großvaters auf die Suche nach einem Familiengeheimnis machen soll.

1914 in Triest – Die junge Afra wünscht sich nichts mehr als eine Heirat mit dem Studenten Alfred Herzog, doch das junge Glück wird bitter beendet.

Diese Geschichte wird zu einem wichtigen Bestandteil der Reise von Johanna, denn durch einen Zufall lernt sie in der Villa Costa mit der Familie Silcredi konfrontiert. Maxian entführt ihre Leserschaft in eine aufwühlende Reise in die Vergangenheit. Das junge Glücks Afras kann man wunderbar nachempfinden und an Emotionen wird absolut nicht gespart. Man leidet unfassbar mit und hofft so sehr, dass sich alles zum Guten wendet. Beim Lesen bekommt man ein Gefühl für Triest und die Charaktere der Protagonisten tragen Einiges dazu bei, dass die Familiengeschichte spannend bleibt.

Allerdings hatte ich große Mühe alle auseinanderzuhalten, was an einigen Stellen meinen Lesefluss sehr hinderte.

Trotz alledem möchte ich gerne dieses Buch weiterempfehlen, weil ich mich sehr gut unterhalten fühlte! Hier hat einfach alles gepasst und ich wünschte mir, es würde öfter solche Geschichten geben. Beide Handlungsstränge hatten ihre Spannungsbögen und liebenswerte Figuren mit denen ich mich sofort verbunden fühlte.
©Ricarda Ohligschläger

https://www.instagram.com/herzgedankeblog/

Wer Interesse an dem Buch hat, darf mir gerne einen Kommentar hier im Blog hinterlassen. Die Aktion endet am 12.04.2020
Für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanke ich mich herzlich beim Heyne Verlag.