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Rezensionen Krimis/Thriller

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Sabine Thiesler – Der Keller (Enthält Werbung)

Sabine Thiesler – Der Keller

Der Keller von Sabine Thiesler ©Heyne

Hannah und Heiko sind glücklich verheiratet und freuen sich auf ihr erstes Kind. Da erreicht Hannah der Hilferuf ihres Vaters: Ihre Mutter sei depressiv und selbstmordgefährdet, Hannah möge doch bitte kommen. Trotz ihrer Schwangerschaft fliegt sie in die Toskana, wo ihre Eltern ein Ferienhaus besitzen. Im Flugzeug lernt sie einen charmanten Herrn kennen, und da der Flieger erst am späten Abend in Florenz landet, nimmt sie die Einladung des sympathischen Fremden zu einem Abendessen in seinem Palazzo gerne an. Seitdem gibt es von Hannah kein Lebenszeichen mehr. Ihre Familie ist vollkommen verzweifelt, und auch die Polizei ist ratlos. Denn Hannah ist nicht die letzte junge Frau, die in der Toskana spurlos verschwindet. (Kurzbeschreibung von Amazon.de)

Sabine Thiesler versteht es nach wie vor eine spannende Geschichte zu konstruieren und so habe ich auch dieses Mal wieder Seite für Seite verschlungen!

Den Werdegang von Daniel Hollmann ist dabei einer der spannensten Handlungsstränge. Aufgewachsen mit viel Gewalt in der Kindheit schafft er es sich Wissen und Talent anzueignen und in die Forstwirtschaft zu gehen.  Mit seinem Schulfreund reist er in die Toskana und schafft es dort sogar die gut situierte wunderschöne Octavia für sich zu gewinnen. Fortan braucht er sich um das Finanzielle keine Sorgen mehr machen, jedoch hat Octavia ihn bald in ihren Fängen.
Damit beginnt die eigentliche Dramatik, denn die Ehefrau braucht Befriedigung der ganz besonderen Art.

Die Forstwirtschaft wird bald mehr und mehr von Daniel auf Eis gelegt und er beginnt sich als Gastgeber zu etablieren. Doch die Zimmervermietung scheint nur Tarnung zu sein für grausame Folterungen, die sich im Keller des Hauses abspielen.

Ein fesselndes Buch, dass ich in kürzester Zeit durchgelesen habe. Dabei lief das Kopfkino auf Hochtouren und die grausamen Beschreibungen waren die perfekte Mischung zwischen Teaser und Detailbeschreibung.

Obwohl ich bereits früh bekannt habe wer die Täter sind, blieb es bis zum Schluß voller Spannung. Leider blieb offen, warum Octavia und Daniel zu den Tätern wurden, die sie schlussendlich waren. Das ist das was ich an diesem Thriller zu kritisieren habe.
©Ricarda Ohligschläger

Leseprobe 


Wer Interesse an dem Buch hat, darf mir gerne einen Kommentar hier im Blog hinterlassen. Die Aktion endet am 17.12.2019
Für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanke ich mich herzlich bei Heyne.

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Frank Kodiak – Das Fundstück (Enthält Werbung)

Das Fundstück von Frank Kodiak ©Droemer Knaur

Frank Kodiak ist das Pseudonym des Autors Andreas Winkelmann, dessen Bücher bisher bei Rowohlt erschienen sind.
Unter Frank Kodiak erscheinen seine Bücher bei Droemer Knaur.

Mit Das Fundstück legt er erneut einen ausgefeilten Plot und perfekte Unterhaltung für Thriller-Fans hin.

Sein Täter ist auf der Suche nach Zufallsopfern, denen er wahllos Körperteile abtrennt und diese anschließend in Koffern verpackt auf die Reise schickt. Die Handlung wird dadurch besonders interessant, da sie zu Weihnachten spielt und man sich die Aufregung vor den Festtagen durchaus leibhaftig vorstellen kann. Das Gewusel in den großen Städten, die Hektik an den Bahnhöfen und auch die Vorfreude auf die Familie.

Kodiak gelingt es mit detaillierten Beschreibungen seine Leser direkt in die Szenerie zu versetzen. Das ist großartig und jedes Mal aufs Neue spannungsgeladen!

Kleiner Tipp: Man sollte das Buch keinesfalls an einem Busbahnhof lesen!

Wie immer bei Frank Kodiak war ich von den ersten Seiten des Buches an gepackt und konnte das Buch auch dieses Mal nicht aus der Hand legen. Der Fall wirkt wie jedes Mal durchaus authentisch und das Motiv absolut glaubwürdig und nachvollziehbar. Das liebe ich bei diesem Autor so sehr! Noch nach Jahren gefüllt mit spannungsvollen Thriller wird es nicht langweilig mit seinen Geschichten und ich freue mich immer wieder wie ein kleines Kind, wenn ich sehe, dass es bald wieder eine Neuerscheinung von ihm gibt.

Was er außerdem gekonnt inszeniert sind falsche Fährten und Wendungen. So tappte ich ziemlich lange auf der falschen Spur was den Täter betraf. Ich hatte absolut keine Ahnung in welche Richtung das Ganze ging.

Frank Kodiaks Bücher kann man der Reihe nach aber auch einzeln lesen. Und dieses Buch ist meine Thriller-Empfehlung für die Vorweihnachtstage. Natürlich könnt ihr es auch verschenken. Ich bin sicher, dass sich der oder die Beschenkte unfassbar freuen wird.

Hier gehts zur Leseprobe
©Ricarda Ohligschläger

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Tatjana Kruse – Tannenduft mit Todesfolge (Enthält Werbung)

Weihnachten ist für viele die Zeit der Besinnlichkeit, der Freude und der Nächstenliebe. Tatjana Kruse zeigt jedoch breit gefächert, dass Mord, Chaos und Gin Tonic ebenfalls für erheiternde Weihnacht sorgen können.

Mit gekonnt humorvollen Pointen und ihrem ganz gewissen Blick auf die Adventszeit gelingt es ihr wieder einmal genau meinen Humor zu treffen und dafür liebe ich ihre Bücher! Da kommen einem schon komische Gedanken, die von vergiftetem Essen bis hin hin zu einem wahnwitzigen Verfolgungsjagden reichen.

Gleich zu Anfang beginnt die Tour durch die mörderische Vorweihnachtszeit mit Jasper als Zugbegleiter, der sich einen rauchenden Schwarzfahrer gegen die Langeweile erhofft und dann mehr geboten bekommt als er im tiefsten Schneegestöber erahnen kann!

In insgesamt 16 kurzweilige Geschichten nimmt Tatjana Kruse ihre Leser mit in den alljährlichen Weihnachtswahnsinn und setzt jeder einzelnen ihre ganz persönliche Mischung aus Humor und Heuchelei auf.
Besonders gefallen hat mir die Kurzgeschichte in der jeder der „Last Christmas“ sang, mit einem Paintball „erschossen“ wurde und so zum Schweigen verdammt wurde! Herrlich amüsant und ich musste tatsächlich mehrmals laut lachen, weil ich mir bildlich vorstellte, wie es plötzlich „Wumm“ und „Bumm“ machte. Das Ende ließ mich dann mit einem breiten Lächeln zurück. Grandios!

Wer also noch eine schöne, amüsante Geschenkidee zum Fest sucht ist hiermit sehr gut beraten! Und wer noch mehr von Tatjana Kruse lesen mag, dem empfehle ich ihre Reihe rund um Hauptkommissar a.D. Siggi Seifferheld

Wenn ich euer Interesse an weihnachtlichen Kurzgeschichten und an den Werken der Autorin mit meinem kurzen Einblick in Tannenduft mit Todesfolge geweckt habe, freut es mich sehr, denn bei dieser Blogtour führen tägliche Fragen zu einem Lösungswort für die es dann insgesamt 3 signierte Exemplare zu gewinnen gibt!
Also besucht alle fünf teilnehmenden Blogs und findet das Lösungswort!

Meine FRAGE lautet:

Wie lautet der Anfangsbuchstabe des zweiten Wortes einen sehr bekannten Weihnachtsliedes?

Schnell notieren und dann gehts morgen weiter mit der Blogtour. Viel Spaß!

 

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Petra Hammesfahr – Das Mädchen Jannie (Enthält Werbung)

Petra Hammesfahr – Das Mädchen Jannie © Diana Verlag

Jannie friert. Sie friert sogar entsetzlich. Trotzdem zwingt Miro sie auf die Straße. In einem kaputten Buggy schiebt sie Jakob vor sich her. Er wimmert und hustet entsetzlich. Doch Miro sagt das bringe mehr Geld. Also hält sie durch, denn wenn Miro wütend würde, täte er sie vielleicht totschlagen. Sie wäre nicht die Erste!

„Das Mädchen Jannie“ wurde von ihrem Großvater an den kriminellen und brutalen Miro verkauft. Mit etlichen anderen Frauen zieht sie Tag für Tag durch ländliche Gegenden um zu betteln. Doch eines Tages gelingt ihr die Flucht. Bei Dieter – einer vermeintlich guten Seele – wird sie aufgenommen. Sie bekommt genug zu Essen und ein warmes Bett. Aber Dieter ist böse – sehr sogar. Als  Thrillerautor versucht er den großen Durchbruch zu schaffen. Dabei schreckt er vor Nichts zurück, um seine Werke so realistisch wie möglich erscheinen zu lassen!

Schon auf den ersten Seiten war ich begeistert von der düsteren Szenerie dieses neuen Werkes von Petra Hammesfahr. Bildlich vor Augen sah ich das kleine Mädchen Jannie mit dem hustenden Jakob durch den Regen von Haustür zu Haustür klappern. Unsicher, halb erfroren und von der Angst getrieben die Prügel ihres Lebens zu bekommen.
In kurzen Kapiteln springt Hammesfahr von Jannie zu Dieter (Black Devil), dem Ermittler und einer Buchrezensentin, die später in der Handlung von Dieter bedroht wird. Doch dies möchte ich nicht vorweg nehmen.
Vielmehr möchte ich erwähnen, dass Petra Hammesfahr es grandios gelungen die Gedankenwelt des naiven Mädchens, die für ihr Alter recht ungebildet erscheint zum Leben zu erwecken. Jannie hat zwar schon sehr viel Gewalt erfahren müssen und weiß um die Regeln, die es bei Miro nicht zu brechen gilt, jedoch sind ihr alltägliche Begriffe teils fremd. Hammesfahr schildert wie das Kind Charakter und Bewegungen seiner Mitmenschen studiert und so urteilt. In gebrochenem Deutsch öffnet sie sich Dieter und erklärt ihm ihre Welt. Dass Dieters Welt für sie sehr kompliziert ist, weiß er nicht. Aber das Mädchen lernt schnell! Wird das am Ende ihre Rettung?

Es bleibt auf alle Fälle spannend in dem neuesten Roman der Autorin und kommt zu einigen Überraschungen. Der flüssige Schreibstil sorgt für einen guten Lesefluss, sodass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte. Hammesfahr zeigt erneut Abgründe der menschlichen Psyche und es eventuell manche Leser abschreckt,  ich mag ihre Beschreibungen von Brutalität und detaillierten Beschreibungen, wenn das Böse wieder einmal mehr Überhand nimmt!

Besonders nachdenklich macht mich jedoch bei der Lektüre der Fakt, dass genau in diesem Moment wo ich dieses Buch rezensiere wieder ein Kind zum Betteln auf die Straße geschickt wird….
©Ricarda Ohligschläger

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Andreas Winkelmann – Die Lieferung – (Enthält Werbung)

Dass ich ein großer Fan von Andreas Winkelmann bin, weiß wohl mit Sicherheit jeder, der diesen Blog aufmerksam verfolgt. Jedes Mal aufs Neue zieht er mich mit seinem Schreibstil in den Bann und lässt mich die ein oder andere Nacht durchlesen.

Die Lieferung von Andreas Winkelmann

Wie groß war also die Freude als ich vom ROWOHLT Verlag diese eine besondere Lieferung erhielt, die mein Herz direkt höher schlagen ließ. Vielleicht ist es ein bisschen verrückt, wenn man so ein Buch auf dem Tisch liegen hat wie eine tickende Zeitbombe. Kennt ihr das? Wenn ihr nur darauf hofft, dass die Kinder ganz früh schlafen gehen, man sich schon Chips und Getränke bereitstellt um nach den ersten Seiten bloß nicht noch einmal vom gemütlichen Sofa aufstehen zu müssen und die halbe Nacht durchlesen zu können.

Es wurde jedoch keine halbe Nacht, sondern nur ein paar Stunden, denn ich lese sehr schnell und Winkelmanns Schreibstil erlaubt es einem sowies0 nicht, die Lektüre wenn auch nur kurz aus der Hand zu legen. Zu groß ist die Gefahr etwas zu verpassen, obwohl Worte sehr geduldig sind – aber das von mir beschriebene Gefühl kennt wohl jeder, der seine Bücher kennt.

Die Lieferung von Andreas Winkelmann

Andreas Winkelmann weiß gar nicht was er mit seiner Leserschaft anstellt, oder doch? Er ist ein Genie, ein Spannungskünstler ohne Gleichen und obwohl er mir persönlich manchmal sehr gerne etwas ausschweifender und detaillierter werden könnte, packt er mich immer und immer wieder an meinen Nerven, die von Anfang bis Ende zum Zerreißen gespannt sind.

Sein Hang für – sagen wir mal – verrückte und psychotische Protagonisten ist faszinierend und ich habe langsam aber Sicher die Vermutung, dass er sich auch sehr zu Wäldern, Natur und besonders einsamen Gegenden hingezogen fühlt. Wahrscheinlich geht er deshalb auch so gerne wandern und bestimmt kommt er hier auf die ein oder andere wahnsinnige Idee.

In „Die Lieferung“ hat er es mit einem Täter zu tun, der von frühester Kindheit an als Außenseiter und Störenfried gilt. Geborgenheit, Liebe und Freundschaft sind ihm fremd. So verrennt er sich in eine Fantasiewelt in der er sich selbst über alle erhebt und das auf sehr perfide und grausame Art und Weise. Trotzdem ist man irgendwie geneigt ihn zu bedauern, denn tief im Innern ist er ein Kind geblieben, welches sich nach Liebe sehnt. Dieser Charakter hat seinen ganz besonderen dunklen Charme, der die Handlung umso intensiver machte.

Die Lieferung von Andreas Winkelmann

Drum herum baut Winkelmann sehr sympathische Ermittler auf, die ich eh schon in mein Herz geschlossen habe und ich hoffe, dass der Hamburger Polizeikommissar Jens Kerner und seine Kollegin Rebecca mir noch mehrmals begegnen. Die Perspektivwechsel sind perfekt gesetzt und auch auf Überraschungsmomente dürfen sich Leser von „Die Lieferung“* freuen.

Danke Andreas Winkelmann für „Die Lieferung“, die ich an dieser Stelle sehr gerne weiterempfehle.

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