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Rezensionen Krimis/Thriller

Rezensionen/ Rezensionen Krimis/Thriller

Nele Neuhaus – Muttertag

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Muttertag von Nele Neuhaus ©Ullstein Buchverlage

Im Wohnhaus einer stillgelegten Fabrik findet ein Mädchen eine halb verweste Leiche. Es handelt sich um den ehemaligen Betreiber des Werks, Theodor Reifenrath, wie Kriminalhauptkommissarin Pia Sander und ihre Kollegen vom K11 feststellen. Unter einem Hundezwinger machen sie eine grausige Entdeckung: Neben einem fast verhungerten Hund liegen menschliche Knochen verstreut und die Spurensicherung fördert immer mehr schreckliche Details zutage. Reifenrath lebte sehr zurückgezogen, seit sich zwanzig Jahre zuvor seine Frau Rita das Leben nahm. Im Dorf kann niemand glauben, dass er ein Serienmörder war. Da verschwindet wieder eine Frau, und Pia muss erkennen, dass nichts so ist, wie es scheint. Gelingt es ihr, das Rätsel rechtzeitig zu lösen und die Bestie zu stoppen, bevor noch mehr Menschen sterben müssen? (Quelle: https://www.neleneuhaus.de/krimis)

Dieser neunte Fall von Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein hat es in sich!

So spannend wie in „Muttertag“ habe ich Nele Neuhaus noch nie erlebt und ich bin der Meinung, dass es das bisher beste Buch der Reihe ist.
Zum Inhalt schreibe ich an dieser Stelle eher weniger. Die Zusammenfassung präsentiere ich euch wie immer ganz am Anfang meiner Rezension und ihr habt sie sicher schon gelesen.
Aber ich möchte euch verraten, dass es dieses Mal etliche falsche Fährten gibt, die nicht nur die Spannung steigern, sondern ebenso falsche Spuren legen. Nele Neuhaus hat diese „Taktik“ in diesem Fall wirklich perfektioniert und ich war mir so oft sicher den Mörder zu wissen.

Doch am Ende kam alles ganz anders!

Es beginnt schon damit, dass man anfangs denkt es würde um den Mord an dem alten Reifenrath gehen, jedoch ist dieser Leichenfund nur der Auftakt zu weiteren schrecklichen Taten. Und diese kommen in „Muttertag“ reichlich vor.
Denn es geht es nicht nur um vielfachen Mord, sondern ebenso um Kindesmisshandlung und man muss schon hart gesotten sein um diese Taten einfach so ertragen zu können! Neuhaus schreibt dabei grauenhaft realistisch, denn ist es nicht leider sehr nah an der aktuellen Tagespresse, dass Jugendamtsmitarbeiter wegsehen, weghören und die angesehene Pflegefamilie hochpreisen, um hinterher festzustellen, dass sich hinter der biederen Fassade eine überforderte Pflegemutter mit ausgeprägtem Hang zum Sadismus verbirgt. Ich kann mich gut an solche Fälle aus den Nachrichten erinnern und so bleibt in diesem Falle der bittere Nachgeschmack, dass eben nicht alles Fiktion ist was Neuhaus in ihrem neuesten Krimi hat einfließen lassen.

Verschiedene Handlungsstränge – wie beispielsweise der in dem die junge Fiona Fischer auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter ist – sorgen für Abwechslung, jedoch ohne an Spannung zu verlieren. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und habe es innerhalb von wenigen Stunden ausgelesen.

Wer mag, kann sich gerne diese LESEPROBE anschauen, die mit Sicherheit überzeugen wird! Von mir bekommt „Muttertag“ eine klare Leseempfehlung!

Ein ganz großes Lob muss ich jedoch noch an den Verlag geben, der es sich zur Aufgabe gemacht hat dieses Buch ohne Plastikverpackung auf den Markt zu bringen. Das Buch ist mit einem Siegel versehen, welches hoffentlich ein Umdenken zu mehr Umweltbewusstsein anstößt. Ich hoffe und wünsche mir, dass nach und nach immer mehr Verlage mit gutem Beispiel voran gehen werden!
©Ricarda Ohligschläger

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Andreas Winkelmann – Das Haus der Mädchen

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Andreas Winkelmann gehört für mich zu DEN deutschen Thriller-Autoren und seine Lesungen stehen bei mir noch ganz oben auf der Wunschliste, da ich einmal bei YouTube sah, wie er sie gerade zu inszeniert.

Jedoch braucht es für solch eine Inszenierung guten Stoff – Thrillerstoff! Und den bietet Winkelmann mir nun schon seit etlichen Jahren.

Höllental
Der Gesang des Blutes
Die Zucht 

sind nur einige seiner Bücher, die ich hier nennen möchte und die mich gepackt und begeistert haben! Überflüssig zu erwähnen, dass ich dieses Mal erneut nicht enttäuscht wurde, oder?

Winkelmann erschafft in „Das Haus der Mädchen“ eine Szenerie, die dunkel und sehr böse ist. Man weiß nicht mit welchem Protagonist man leiden soll – Opfer oder Täter? Dass er sich beim Schreiben nicht selbst verzettelt hat, während er seine Leserschaft mit jedem Kapitel mehr in die Irre geführt hat, zeugt von seinem Talent und seiner offensichtlichen Professionalität.
Ich hoffe an dieser Stelle, dass er diese Zeilen nicht liest und sich denkt: „Wenn die wüsste!“ 😉

Aber selbst wenn er total chaotisch plottet, ist ihm wieder einmal mehr eine Story gelungen, die beim Lesen unzählige Gänsehautmomente verursacht und einen sehr hohen Nervenkitzelfaktor besitzt.

Zum Inhalt schreibe ich jetzt wenig, da dies bei Amazon eingesehen werden kann. Jedoch möchte ich euch nicht vorenthalten, dass mir Leni sofort sympathisch war und, dass die Story durchaus eine aus den Nachrichten sein könnte. Wie viele junge Mädchen werden Opfer ihre Suche nach Abenteuern und Freiheit!? Ihre Ängste sind absolut nachvollziehbar und ihre nächtlichen Schritte durch die einsame Nacht hat Winkelmann großartig umgesetzt!

Ich habe das „Das Haus der Mädchen“von Andreas Winkelmann innerhalb von vier Stunden inhaliert und muss mich wieder einmal mehr für ein Thriller-Meisterwerk bedanken, was seinesgleichen sucht!
©Ricarda Ohligschläger

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(Enthält Werbung) – Andreas Winkelmann – Housesitter


Meine Buchempfehlung für euch

Andreas Winkelmann steht bei mir seit einigen Jahren auf dem selben Treppchen wie Sebastian Fitzek. Beide verursachen bei mir schlaflose Nächte, abgeknabberte Fingernägel und das permanente Gefühl nicht alleine zu sein.
Nachdem „Housesitter„* jedoch muss sich Fitzek definitiv etwas Grandioses einfallen lassen, um nicht von Winkelmann auf den zweiten Platz verwiesen zu werden!
Mit seinem neuen Thriller hat der bei Bremen lebende Autor einen besonders perfiden und grausamen „Housesitter“ mit meinen Nerven spielen lassen. Und ich verspreche euch, dass ihr dieses Buch nicht mehr aus den Händen legen könnt, wenn ihr einmal begonnen habt es zu lesen.
Rasante Perspektivwechsel, grausame Morde und eine düstere Vergangenheit der Hauptfigur sind nur drei Merkmale die diesen Thriller so perfekt machen. Schon die Kurzbeschreibung verspricht mehr als nur ein bisschen Spannung.

Kurzbeschreibung laut amazon

„Stell dir vor, du wachst erst nach Tagen im Krankenhaus auf. Deine Freundin ist verschwunden – entführt.
Denn da draußen ist jemand, der sich nach einem warmen Heim sehnt. Nach einer liebenden Frau. Nach deinem Leben. Und er ist zu allem entschlossen…(Quelle)
Die Vorstellung die Andreas Winkelmann damit in meinem Kopf hervorgerufen hat war beklemmend und bedrückend. Man kauft sich Bücher ja mit einer gewissen Vorstellung und der damit verbundenen Hoffnung auf spannende Lesestunden. Und wenn man seine vorherigen Werke kennt, weiß man ungefähr auf was man sich einlässt.
Aber wie dieser Autor die in mir entstandenen Erwartungen noch übertroffen hat ist unbeschreiblich. Ich finde keine Worte für dieses schaurig-schöne Meisterwerk und kann absolut nachvollziehen warum seine Bücher in bis zu dreizehn Sprachen übersetzt werden. Kurz gesagt:
Ich glaube nicht, dass ich dieses Jahr noch einen besseren Thriller finde!
©Ricarda Ohligschläger

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Anja Goerz – Wenn ich dich hole

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Wenn ich dich hole von Anja Goerz © DTV

Wer DER OSTEN IST EIN GEFÜHL gelesen hat, weiß wie ich, dass Anja Goerz mit viel Emotion und Leidenschaft schreibt. Er weiß ebenfalls, dass die Autorin Bilder im Kopf entstehen lassen kann und ihre Bücher so ein kleines bisschen im Herzen nachhallen.
Als ich ihren Thriller das erste Mal in den Händen hielt, fragte ich mich, ob sie ebenfalls dieses Genre bedienen kann. Würde sie mich wieder so mitreißen, fesseln und begeistern?
Aber als ich dann die Kurzbeschreibung las, wusste ich es könnte dieses Mal wieder genau so ein Lesevergnügen werden wie schon bei ihren vorangegangen Werken.
„Wegen eines Unwetters sitzt Bendix Steensen in Heathrow fest. In immer kürzeren Abständen erhält er Anrufe seines neunjährigen Sohnes Lewe, die allmählich panisch klingen: Seit Stunden sind Mama und Oma nun schon fort, am Handy meldet sich niemand, er hat Angst, in dem abgelegenen Haus in Niebüll nicht mehr allein zu sein. Bendix alarmiert die örtliche Polizei. Doch obwohl diese nichts Verdächtiges feststellt, versucht er alles, um auf schnellstem Weg nach Nordfriesland zu kommen. Eine schier endlose Reise, zusätzlich erschwert durch Schnee und Sturm. Derweil haben seine Frau und Mutter einen ganz anderen Kampf zu kämpfen. Und Lewe ist tatsächlich nicht mehr allein …“ Kurzbeschreibung laut Amazon

WENN ICH DICH HOLE packt den Leser bereits auf den ersten Seiten, weil Goerz sich eines zunutze macht: die Urangst der Eltern, dass ihrem Kind etwas zustoßen könnte!
Auf verschiedenen Zeitebenen baut sie ein Konstrukt, welches immer mehr an Spannung gewinnt und dabei trotzdem ohne große Blutbäder auskommt. Die Ängste ihrer Protagonisten spinnt sie feinfühlig zu einem realistischen und nachvollziehbaren Bild, bei dem mir so manches Mal der Atem stockte.
Die kalte Jahreszeit und der „nordische Touch“ verleihen dem Plot ein gewisses Etwas, welches atmosphärisch noch dichter und bildgewaltiger auf das Kopfkino einstürmt.
Kurz gesagt kann man sich diesem Sog nicht entziehen, bevor man die letzte Seite verschlungen hat. Als Thrillerdebüt muss sich WENN ICH DICH HOLE definitiv nicht hinter Bestsellern verstecken und Anja Goerz sollte mit ruhigem Gewissen weiter in diesem Genre schreiben. Das Talent ihre Leser am Kragen zu packen und durch einen spannende und aufregende Story zu jagen hat sie auf alle Fälle!
©Ricarda Ohligschläger

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Sabine Thiesler – Nachts in meinem Haus

Tom ist ein anerkannter Kunstmaler, dazu reich und glücklich verheiratet. Alles läuft perfekt für ihn. Bis eines Nachts in seinem Haus etwas Schreckliches passiert. Unter Schock flieht er in ein toskanisches Bergdorf. Doch was ihm zunächst wie das Paradies erscheint, entpuppt sich schnell als Hölle. Tom hält das Alleinsein nicht aus, fühlt sich eingesperrt und verfolgt. Als er begreift, dass er niemandem mehr vertrauen kann, auch seinen Freunden nicht, ist es zu spät: Er trifft eine verhängnisvolle Entscheidung . . .(Kurzbeschreibung laut Amazon)
Ich muss bei dieser Rezension direkt mit der Tür ins Haus fallen, weil es mir „NACHTS IN MEINEM HAUS“ gar keine andere Möglichkeit lässt: es ist g r a n d i o s!!
Schon ewig habe ich kein Buch mehr gelesen, welches mich so gefesselt hat wie der neue Roman von Sabine Thiesler.
Bereits auf den ersten Seiten katapultiert Thiesler ihre Leser mit einem mitreißenden Schreibstil in eine Geschichte aus Lügen, Intrigen und vielen bösen Überraschungen. Die glanzvolle Fassade aus Geld, Erfolg und Macht baut sie realistisch und uneingeschränkt vorstellbar auf, um sie dann nach und nach mit genau so viel Überzeugung wieder einzustürzen. Nur, dass bei diesem Einsturz klar wird: Geld alleine macht nicht glücklich!
Thiesler macht sich zunutze, dass bei Geld die Freundschaft aufhört und spinnt um dieses große Thema eine nervenaufreibende, gnadenlos spannende Story, die keine Atempause duldet.
Wer glaubt die nächsten Ereignisse voraus zu ahnen, wird bitter enttäuscht. Oder sollte ich besser sagen komplett überrannt? Im ganzen Roman ist nichts so wie es scheint. Jede noch so kleine Vertraulichkeit wird bestraft, jede Freundschaft auf eine harte Probe gestellt und nichts zählt am Ende so sehr wie Geld und Macht.
Aber ich möchte nicht zu viel verraten, denn dieses Lesevergnügen sollte ich wirklich niemandem nehmen. Ganz im Gegenteil – ich möchte euch das Buch wärmstens empfehlen, weil es unvergleichlich gut ist.
Thiesler ist und bleibt eine grandiose Erzählerin – eine,  die menschliche Abgründe perfekt in Szene setzt und damit gekonnt ihre Leserschaft fesselt!
©Ricarda Ohligschläger