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Kerstin Gier

Lesungen

Kerstin Gier las aus "In Wahrheit wird viel mehr gelogen"

Am Mittwoch veranstaltete die Buchhandlung „Seitenweise“ in Dormagen eine Lesung mit einer meiner Lieblingsautorinnen, Kerstin Gier, und natürlich ließ ich es mir nicht nehmen dabei zu sein.
Ich brauchte diesmal etwas mehr Glück, um daran teilzunehmen aber letzten Endes klappte doch alles. 😉
Gegen 19 Uhr traf ich mich mit Claudi, Silvia und Diana aus Bergheim. Claudis Mann war übrigens auch dabei – er war einer der wenigen männlichen Besucher der Lesung, wie sich später herausstellte.
Kurz nach mir kam dann auch Kerstin Gier zum Treffpunkt (Café neben der Buchhandlung) in Begleitung von Sonja Lechner vom Lübbe – Verlag. Nach einer schwungvollen und herzlichen Begrüßung wurde geschnattert, durcheinander geplappert und gelacht. Kaffee tranken wir aber auch. 😉
Locker fröhlich gingen wir dann um 19:40 Uhr in die Buchhandlung, wo schon etliche Gäste ungeduldig warteten und auch die noch leeren Stuhlreihen füllten sich in Windeseile.
Um kurz nach 20:00 Uhr ging es dann endlich los. Mit viel Applaus begrüßte das Publikum die Autorin, die bisher ca. 2,6 Millionen Bücher verkauft hat.
Soweit ich weiß war die Veranstaltung ausverkauft. Kein Wunder eigentlich. Wer eine Lesung von Kerstin Gier schon einmal besucht hat, wird wissen warum.
Kerstin Gier hat diese einzigartige, wundervolle Art ihr Publikum zu begeistern und auch Herrn Thönneßen von der Buchhandlung hat sie ganz schnell um ihren kleinen Finger gewickelt. Die Lesung begann mit einem Interview bei dem Kerstin schnell das Zepter (äh das Mikrofon) an sich nahm und mit „Sekt für alle“ wurde ihre Zunge und die Stimmung des Publikums noch lockerer. Es wurde wahnsinnig viel gelacht, denn Kerstin pfefferte eine Anekdote nach der anderen ins Publikum. Auch später beim Lesen aus „In Wahrheit wird viel mehr gelogen“ warf sie etliche lustige Begebenheiten ein.
Sie kam sprichwörtlich „vom Hölzchen auf Stöckchen“, aber bei ihr würde man gerne noch vom Blättchen und Ästchen hören, denn NIE wird es mit ihr langweilig. Zumindest geht es mir so und wenn ich die Reaktionen des Publikums richtig gedeutet habe, dann ging es den anwesenden Damen auch nicht anders.
Kerstin Gier ist so quirlig verrückt wie ihre Bücher und das macht ihre Lesungen (für mich) immer zu einem kleinen Event. Dieses Mal war es für mich etwas ganz Besonderes, da sie in Dormagen las und es schon lange mein Wunsch war, sie einmal hier auf einer Lesung zu erleben.
Obwohl sie vorher etwas aufgeregt war (was absolut verständlich ist!), hat sie es mit ihrer lockeren Art geschafft mir viele Lachtränchen ins Gesicht zu zaubern. Leider war die Lesung – wie immer – viel zu schnell vorbei. Herr Thönneßen überreichte ihr u.a. noch einen Blumenstrauß und bedankte sich für den tollen „Weiberabend“.
Übrigens erscheint im nächsten Jahr eine Anthologie mit dem Titel „Mütter – Mafia and Friends„. Da bin ich sehr gespannt drauf.
Während Kerstin danach Bücher signierte und sich noch mit einigen Leserinnen unterhielt machten Silvia und Diana noch Fotos mit mir. So unter Blogfreunden muss das sein. 😉
Abschließend gab es noch ein Gruppenfoto der „Vorreyer“ – Mädels, Kerstin und mir und natürlich eines nur mit „Dame“. 😉
Tja, was soll ich noch sagen. Nach der Lesung ist vor der Lesung und daher treffe ich sie am 02.11. in Bergheim schon wieder. 😉
Muss ich erwähnen, dass ich mich freue??

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Kerstin Gier – Ach, wär ich nur zu Hause geblieben von Anne K.

Inhalt:
Wie man Postkartentexte richtig deutet, warum es sinnvoll ist, die Sprache des Urlaubslandes zu sprechen, was man unter authentischem Ambiente versteht und wer einem in der schönsten Zeit des Jahres den letzten Nerv rauben kann… Kerstin Gier schildert lauter urkomische Missgeschicke, die einem bevorzugt im Urlaub passieren, und kennt auch die Antwort auf die Frage, warum sie eigentlich jedes Jahr wieder auf Reisen geht: Damit wir alle was zum Lachen haben.
Meinung:
Kerstin Gier präsentiert dem Leser 29 Kurzgeschichten, die sich alle um das Thema Reisen, Urlaub und die Vorbereitung auf diesen beschäftigen. Angefangen von diversen Phobien, die man sich gar nicht vorstellen kann, bis hin zu angeberischen Freunden und Familienmitgliedern ist alles dabei!
Die Ich-Erzählerin und Protagonistin Kerstin ist mir von Anfang an sehr sympathisch, gerade weil sie Situationen mit Skorpionen, riesigen Spinnen und Käfern und mit nervigen Mitmenschen mit Bravour und viel Charme meistert. Bei diesen und vielen anderen Situationen habe ich richtig mit gelitten, ich wäre wahrscheinlich panisch aus dem Hotel gerannt und nie wieder zurück gekommen. Doch Kerstin hat immer wieder Mut bewiesen und sich den Problemen gestellt. Teilweise scheint sie schon fast perfekt zu sein, doch schauen hin und wieder immer wieder kleine „Schönheitsfehler“ auf, die Kerstin umso menschlicher machen.
Ich habe immer wieder das Gefühl gehabt, dass dieses Buch viele autobiographische Elemente beinhaltet. Denn auf 2 Seiten sind auch Postkarten abgebildet, die an Kerstin Gier adressiert sind und da die Autorin und die Protagonistin beide auf den Namen „Kerstin“ hören, wäre es sehr naheliegend.
Doch egal, ob autobiographische Elemente in diesem Buch vorhanden sind oder nicht. Alle Geschichten sind sehr unterhaltsam, haben viel Witz, Charme und eine Prise Ironie. Alle diese Elemente haben mir meinen Urlaubsstart versüßt, als ich im Flugzeug saß und mir die verschiedensten Geschichten über diverse Phobien, unter anderem die Flugphobie, durchgelesen habe.
Doch so lustig ich die Geschichten auch finde, so muss ich leider auch sagen, dass diese Ängste nicht unbedingt auf die leichte Schulter genommen werden sollten. Denn wenn jemand eine Phobie hat, sollte man diesen nicht auslachen, sondern versuchen irgendwie zu helfen, dass dieser nicht in eine solche Situation gerät, die ihm/ihr vor anderen sehr peinlich sein könnte.
Doch glaube ich nicht, dass Frau Gier diese Menschen lächerlich machen wollte, sondern einfach die kleinen Ängste beim Verreisen aufzeigen und verharmlosen wollte, in der Art wie: „Seht her auch ich und viele andere Menschen haben diese und ähnliche Probleme auch!“.
Fazit:
Wer gerne Kurzgeschichten liest, die sehr humorvoll sind, der ist bei „Ach, wär ich doch nur zu Hause geblieben“ genau an der richtigen Stelle. Passend für die Leser, die sich auf ihren Urlaub vorbereiten wollen… Sie werden sich zurück erinnern und denken: „Ja, genauso ist es mir auch ergangen.“.
 Wertung: 5/5 Sternen
Ich bedanke mich bei Kerstin Gier für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Rezensionen

Kerstin Gier – Saphirblau

Als frisch gebackene Zeitreisende und bis über beide Ohren verliebt, soll Gwendolyn die Welt retten. Ob das so eine gute Idee ist? Schließlich bereitet ihr Gideon schon genug Herzklopfen.
Und auch sonst geht es ziemlich aufregend in Gwens Leben zu, schließlich lernt man nicht jeden Tag komplizierte Tanzschritte oder veraltete Bezeichnungen für Handtaschen.
Mit „Saphirblau“ schließt Kerstin Gier lückenlos an den ersten Teil ihrer Zeitreise – Trilogie an und beweist erneut ihr Talent.
Ich muss ehrlich gestehen, dass mir die blaue Umschlaggestaltung noch ein bisschen besser gefällt (was kaum möglich war) und auch wenn ich das Buch direkt in einem durch und leider schon ausgelesen habe, wird es anschließend nicht gleich im Regal verschwinden. Dazu ist es viel zu schön.
Nach dem sich Gideon und Gwendolyn nun das erste Mal geküsst haben, geht es turbulent weiter. Gwen reist noch öfter in der Zeit, (sorry sie ELAPSIERT natürlich ) und nutzt dabei die Gelegenheit ihren Großvater besser kennenzulernen. Im Nachhinein kommt Gideon ihr auf die Schliche.
Er verhält sich zusehends merkwürdiger. Ob das mit seiner Wunde am Kopf zu tun hat?
Andererseits ist er nicht der Einzige, der sich komisch verhält oder ist ein Friends will be Friends singender Wasserspeiher etwa normal? Xemerius begleitet Gwendolyn ab sofort und stärkt ihr in schwierigen Situationen den Rücken oder spioniert für sie.
Getoppt wird diese GIERsche Erfindung noch von Plusterlippe Giardano, eine Mischung aus Rudolph Moshammer und Harald Glööckler.
Ich habe Tränen gelacht über seine Bemühungen Gwen Menuett beizubringen. Aber warum wehrte sie sich nicht gegen seine ständigen Beleidigungen? Und auch Charlotte hätte ich an Gwens Stelle schon lange mal die Meinung gegeigt.
Apropo, Geige. Gideon überrascht mit neuen Talenten und so wundert es mich nicht, dass Gwen sich immer mehr in ihn verliebt. Ob Gideon diese Gefühle ehrlich erwidert, erfährt man natürlich beim Lesen.
Und DAS sollte man genießen, denn leider ist „Saphirblau“ viel zu kurz und das Ende schneller als erwartet da. Doch auch hier setzt die Autorin im Epilog noch einen drauf. Rätselnd entlässt sie ihre Leserschaft. Wie wird es wohl weitergehen?
Jeder der die ersten beiden Teile verschlungen hat, wird sehnsüchtig auf den letzten Teil warten. So wie ich.
Bis dahin höre ich Bon Jovis „Hallelujah“.
„Jeder braucht schließlich seinen eigenen Soundtrack für so einen Fall.“ (aus „Saphirblau“)
Fazit: Oh und Hmmmm und Mehr!!
© Ricarda Ohligschläger

Rezensionen

Kerstin Gier – Rubinrot

Gwendolyn Sheperd ist Trägerin eines Zeitreisegens.
Blöd nur, dass ihre ganze Familie seit Jahren ihre Cousine Charlotte darauf vorbereitet in der Zeit zu reisen und daraus ein großes Geheimnis macht.
Als Gwen plötzlich in der Zeit springt ist die Verwirrung groß. Wie kann es sein, dass Isaac Newton sich bezüglich des Genträgers verrechnet hat? Oder steckt vielleicht mehr dahinter?
Wem kann Gwen jetzt noch trauen? Und ist Gideon wirklich in Charlotte verliebt? 
Kerstin Gier ist mit „Rubinrot“ nicht nur ein zauberhaftes Buch gelungen, sondern obendrein eines für Jung und Alt.Mit ihrem großartigen und bildstarken Schreibstil bringt sie London und die dazu passenden, teils schrägen, Charaktere in jedes Wohnzimmer. Charlotte, die hochnäsige Cousine und die natürliche Gwen, könnten nicht gegensätzlicher sein. Bleibt allerdings abzuwarten, wie sich Charlotte in der Fortsetzung entwickelt, jetzt wo Gwen die Hauptfigur der Familie ist.
Gwens Mutter ist leider wenig begeistert von den Fähigkeiten ihrer Tochter und in Vergangenheit hat sie schon einiges getan um das Schicksal ihrer Tochter abzuwenden. Mit ihrer liebevollen Art Gwendolyn gegenüber habe ich sie direkt ins Herz geschlossen. Und auch Leslie, Gwens beste Freundin, ist erfrischend sympathisch. So eine Freundin sollte jeder haben.
Zwielichte Personen wie z.B. der Graf von Saint Germain oder Miro Rakoczy dürfen natürlich in solch einem Buch nicht fehlen und auch sie sind perfekt ausgearbeitet. Auch an Spannung ist die Story nicht zu übertreffen. Viele Fragen tauchen auf und ich bin mir sicher, dass sie Fortsetzung mindestens genau so grandios wird und sich etliche Geheimnisse entschlüsseln und vielleicht auch neue dazu kommen werden. Natürlich kommt der klassische Gier – Humor kommt bei „Rubinrot“ nicht zu kurz und manchmal hat man das Gefühl Figuren der Mütter – Mafia neu zu entdecken.
Aber bei allem Lob für den Inhalt darf auf keinen Fall das aufwendig gestaltete Cover nicht zu kurz kommen. Der Scherenschnitt macht dieses Buch auch nach dem Lesen zu einem ganz besonderen Highlight im Buchregal, welches man gerne wieder in die Hand nimmt.
Ich freue mich jetzt einfach nur noch auf die den zweiten Teil und danke Kerstin Gier für einen kurzweiligen zweiten Weihnachtsfeiertag, den mir Gwens Geschichte beschert hat.
Fazit: Wer im Alltag eine Möglichkeit sucht einfach mal der Realität zu entfliehen, sollte sich zurücklehnen und sich von „Rubinrot“ verzaubern lassen.
© Ricarda Ohligschläger

Rezensionen

Kerstin Gier – Die Mütter – Mafia

Dieses ist der erste Teil der „Mütter – Mafia“ – Serie. Constanze, Mutter von Julius und Nelly, und neuerdings Exfrau von Lorenz erhält als Abschiedgeschenk nach 14 Jahren trauter Gemeinsamkeit das alte Haus der verstorbenen Schwiegermutter. In der neuen Siedlung gibt es eine durchaus interessante Mütter – Verbindung und zu denen möchte Constanze auch bald gehören. Aber ist diese „Mütter – Society“ wirklich so reizvoll??
Kerstin Gier versteht es Supermütter humorvoll, leicht übertrieben aber durchaus real an den Pranger zu stellen. Ich selbst habe keine Kinder, aber ich kann mir vorstellen, dass dieses Buch Balsam ist für die Seele der manchmal leicht orientierungslosen und genervten Mütter, deren Kinder einfach nur süß statt megaperfekt sind.
Der Schreibstil ist frisch, kurzweilig und gnadenlos. Die Einträge der Supermama in deren Forum sind der Knaller: bissig, spießig und überdreht. Sie werden Tränen vor Lachen vergießen!!
Ich habe dieses Buch gelesen und mir direkt im Anschluss die Fortsetzung „Die Patin“ gegönnt. Dieses Lesevergnügen sollten Sie sich nicht entgehen lassen.
© Ricarda Ohligschläger