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Kerstin Gier

Wohnzimmerlesungen

Wohnzimmerlesung mit Anna Koschka (Claudia Toman)

Gestern Abend fand die letzte Wohnzimmerlesung in diesem Jahr statt und da ich neben der Autorin Anna Koschka (Claudia Toman) zusätzlich Kerstin Gier zu Gast hatte, begann für mich der Abend schon viel eher mit einem gemütlichen Kaffeekränzchen.
Bei Apfelkuchen, Plätzchen und Sekt plauschten wir über Lesungen, Buchmessen und das Autorendasein im Allgemeinen.
Viel zu schnell verging die Zeit bis die ersten Gäste kamen. Aber diese machten den Abend natürlich erst rund. Dieses Mal kamen einige neue Gesichter dazu und zusammen mit den altbekannten „Stammgästen“ wurde es ein sehr vergnüglicher Abend.
Die Lesung von Anna Koschka aus „Naschmarkt“ glich einem humorvollen Hörspiel, denn sie hatte sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. In einem Kapitel des Buches erlebten wir ihre Hauptfigur Dotti bei einem Speeddating und die reale Untermalung des „5 – Minuten – Klingelns“ sorgte für heftige Lachanfälle beim begeisterten Publikum. In Nullkommanix hatte sie die Zuhörer um ihren kleinen Finger gewickelt.
So lebhaft habe ich selten eine Autorin erlebt. Anna Koschka war am gestrigen Abend Dotti Wilcek – Kompliment!
Als Überraschung gab es obendrein noch eine Zugabe aus dem unveröffentlichten Manuskript des zweiten Teils und man konnte bereits erahnen, dass es abwechslungsreich mit Dotti weitergeht.
Doch es wäre keine Weihnachtslesung gewesen, wenn nicht weitere Überraschungen gefolgt wären, denn ich habe meinen Gästen gestern nicht nur eine kostenlose Wohnzimmerlesung spendiert, sondern für jeden Gast ein zusätzliches Präsent bereitgehalten.
Danach musste ich ein paar dringende Worte loswerden, vergoss reichlich Tränen (es war halt auch ein ganz besonderer Tag für mich) und überraschte meinen Mann mit einem Gutschein für ein Wellnesswochenende.
Im weiteren Verlauf des Abends signierten Anna Koschka und Kerstin Gier viele, viele Bücher und der Abend endete mit einem gemütlichen Beisammensein, wozu natürlich auch das Essen beitrug, was neben mir viele fleißige Helfer erst möglich gemacht haben.
Die nächsten drei Monate gönne ich mir (und meinem Mann!) eine Pause, was die Wohnzimmerlesungen betrifft, um euch dann im neuen Jahr mit großartigen Autorinnen und voller Power wieder begrüßen zu können.
Ich freue mich auf neue und alte Gesichter, interessante Lesungen, ein paar Neuerungen, Wiederholungstäterinnen und ganz besondere Momente, die die Wohnzimmerlesungen ausmachen!
Weitere Fotos gibt es auf meiner Fanseite bei Facebook zu sehen.
Stimmen zur Lesung:
„Danke für den tollen Abend, liebe Rici!!!! Es war so unglaublich schön!!! ♥“ Andrea G.
„Es war –  wieder einmal – ein super toller Abend! Danke!“ Karin M.
„Auch von mir ein herzliches Dankeschön an Rici für den tollen Abend und an Anna Koschka/Claudia Toman für die äußerst gelungene Lesung und die nette Signierung! – Freu mich schon aufs nächste Mal!“ Sandra W.
„Vielen Dank auch an Anna Koschka/Claudia Toman: Du hast wunderbar gelesen und ich freu mich schon sehr darauf, das Buch zu lesen – ich werde dabei wahrscheinlich die ganze Zeit deine Stimme im Kopf haben :-)“ Tanja G.

Wohnzimmerlesungen

Wohnzimmerlesung mit Kerstin Gier und Eva Völler

„Es gibt Tage, da kommt man sich vor wie in einem Paralleluniversum. So ein Tag ist heute! Mit der mittlerweile fünften Wohnzimmerlesung müsste eigentlich so etwas wie Routine eingekehrt sein, aber davon kann bei einem so hochkarätigen literarischem Doppel – das wir heute zu Gast haben – keine Rede sein.
Manche träumen von Rockstars, andere von Schauspielern und wieder andere wünschen sich eine heiße Nacht mit einem Model. Mein größter Wunsch seit langem war eine Wohnzimmerlesung mit Kerstin Gier. Und in einem Anflug von Wahnsinn nahm ich sogar schon Reservierungen dafür an, als diese Veranstaltung nur eine Idee in MEINEM Kopf war. 
Wer ihre Bücher gelesen hat, weiß wie peinlich es sein kann, wegen eines Lachflashs die Attraktion in der Straßenbahn zu sein und wer bereits Gast auf einer ihrer zahlreichen Lesungen war weiß, dass Kerstin nicht nur eine großartige Autorin, sondern auch eine talentierte Entertainerin ist!
Doch Kerstin ist heute nicht alleine. Ich freue mich ganz besonders, dass sie ihre Freundin und Autorenkollegin Eva Völler mitgebracht hat, die sich im Mai binnen von Sekunden dazu entschlossen hat, sich auf das Wagnis Wohnzimmerlesung einzulassen!
Mit ihren humorvollen Romanen wie beispielsweise „Leg dich nicht mit Mutti an!“ zeigt sie, wie man turbulenteste Situationen mühelos in ein amüsantes Szenario umwandelt. Parallel dazu entführt sie ihre Leser unter dem Pseudonym Charlotte Thomas fesselnd und bildgewaltig nach Venedig. Mit ihren Büchern „Die Lagune des Löwen“ und „Die Liebenden von San Marco“ hat sie sich auf Anhieb in mein Herz geschrieben. Und mit Sicherheit auch in das vieler anderer Leser. 
Ich freue mich sehr, dass ihr beide heute unsere Gäste seid und ich wünsche uns allen einen tollen Abend!“
Mit diesen Worten eröffnete ich gestern Abend den offiziellen Teil der vierten Wohnzimmerlesung in diesem Jahr. Zuvor durfte ich bei strahlendem Sonnenschein viele altbekannte liebgewonnene und neue sympathische Gäste auf unsere Terrasse begrüßen. Sie alle hatten eines gemeinsam: sie waren mindestens so aufgeregt wie ich. Hatte sich die Aufregung bei mir in den letzten Tagen eher durch im Bauch kribbelnde Vorfreude gezeigt, schwenkte sie gestern kurz in Richtung „Kopfsalat“.
Als dann jedoch alle Gäste anwesend waren und Kerstin nebst Eva sich bereits ausgiebig mit Kater Felix angefreundet hatten, wurde ich zum Glück wieder ruhiger. Kurz nach 18 Uhr bat ich meine Gäste ins Wohnzimmer, was gestern wieder einmal Schauplatz für unterhaltsame Stunden wurde.
Nach meinen einleitenden Worten las Kerstin Gier eine meiner Lieblingsszenen aus „Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“. Im Nu war ich den Tränen nahe. Allerdings handelte es sich um zahlreiche Lachtränen, denn wenn Kerstin Gier einmal loslegt und ihre Figur Frau Baronski erzählen lässt (die mit dem losen Gebiss!), kann man einfach nicht anders als sich königlich zu amüsieren. Ich war aber nicht die Einzige, die tränennasse Augen hatte.
Nach diesem sehr amüsanten Abschnitt las Eva Völler aus „Leg dich nicht mit Mutti an!“ und wieder musste ich zum Taschentuch greifen. Da ihre Hauptfigur fälschlicherweise annahm im „Greys Hospital“ zu sein, aber lediglich unter Beruhigungsmitteln stand, erntete Eva für ihren Vortrag nicht weniger Lacher und Applaus.
Danach gab es Gelegenheit mehr über neue Buchprojekte zu erfahren, und von beiden Autorinnen wird es demnächst einige wunderbare Neuerscheinungen geben. Eva Völlers „Zeitenzauber“ wird fortgesetzt und auch Kerstin Gier arbeitet momentan an einem neuen Jugendbuchprojekt. Die Leser dürfen gespannt sein. Übrigens wird Kerstin Gier ganz kurz in der Verfilmung von „Rubinrot“ zu sehen sein! Das hat sie ebenso verraten.
Und wie immer nach einer Lesung wurden auch in meinem Wohnzimmer gestern sehr fleißig zahlreiche Bücher signiert. Zum Glück hatte ich noch einige Bücher über den Onlinehandel geordert. Dabei entstanden viele nette Gespräche und nicht nur die Augen meiner Gäste strahlten dabei, sondern auch Eva und Kerstin hatten sichtlich Freude. Wo kann man sich auch sonst so viel Zeit für jeden einzelnen nehmen? Ich ließ mir ebenso noch zwei Bücher signieren und meinen „Rubinrot“ – Hocker.
Aber damit war der Abend noch lange nicht zu Ende, denn wieder einmal hatten fleißige Hände dafür gesorgt, dass keiner mit leerem Magen nach Hause gehen muss. Eines hatte jedoch Premiere, denn Kerstin als Autorin hatte dieses Mal sogar selbst etwas dazu gesteuert und ihre Kürbiscremesuppe fand ebenso regen Absatz wie Hackbraten (Iris), leckerer Nachtisch (Andrea), Muffins (Lara), Möhrensuppe mit Basilikum (ich) und Schnittchen (Christophs Tante).
Nach dieser Stärkung wurden zahlreiche Erinnerungsfotos gemacht. Die beiden Autorinnen mussten ganz schön durchhalten. Danke, an dieser Stelle für eure Geduld! Auch das obligatorische Gruppenfoto durfte dieses Mal nicht fehlen. Aber da wir gleich zwei Autorinnen zu Gast hatten, habe ich mir erlaubt im Lesesessel Platz zu nehmen. Ein Omen?
Leider habe ich wieder viel zu wenig Zeit gehabt mit jedem ausgiebig zu quatschen, aber da ich einige von euch in wenigen Wochen schon wiedersehe, danach die Buchmesse und noch zwei Lesungen in diesem Jahr (03.11. und 15.12.) folgen werden, habe ich dazu noch viele Gelegenheiten. Mittlerweile habe ich selbst das Gefühl, dass ich nicht nur meine Bücher und natürlich meinem Mann um mich haben muss, um mich wohl zu fühlen, sondern auch Buch(blogger)freundinnen!
Ich wiederhole mich ungern, aber ihr macht solche Abende wie sie gestern stattfanden erst perfekt und ich möchte keinen von euch missen. Es macht solchen Spaß über Bücher und Autoren zu plaudern, dass ich das Nächte lang tun könnte. Aber vielleicht ergibt sich ja bald die Gelegenheit dazu. 🙂
Eva und Kerstin haben uns gestern Abend viel Freude bereitet, und ich bin sehr dankbar und glücklich, dass mir quasi „wie von selbst“ solch ein großer Wunsch erfüllt wurde. Ich hoffe ihr hattet ebenso Spaß wie wir, denn so eine Wohnzimmerlesung ist nicht selbstverständlich und ich hoffe unser kleines Dankeschön kann euch ein bisschen was von der Freude, die ihr uns bereitet habt zurückgeben.
Bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich sicher ein paar Tage brauche um diesen tollen Abend zu realisieren und ich freue mich auf viele weitere Begegnungen mit Leseratten und Autoren. Es tut mir immer ein bisschen weh, dass mein Wohnzimmer nicht noch größer ist, denn natürlich würde ich sehr gerne noch mehr Leute einladen, aber leider ist das nicht möglich.
Weitere Fotos gibt es hier zu sehen: KLICK
Hier ein Videobericht von Jessica
© Ricarda Ohligschläger
Und hier noch ein Bericht von ANDREA GIGLIO

Lesungen

Kerstin Gier las aus "Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner"

Fast genau ein Jahr ist es her, dass ich Kerstin Gier auf einer ihrer Lesungen in humorgefüllter Aktion erleben durfte. Umso ärgerlicher für mich war es, dass sie ihre derzeitige Lesereise so gar nicht in die Nähe meines Wohnortes führte. Aber ich verstehe ja, dass andere Leserinnen auch ein Scheibchen von ihr abhaben möchten.
Ein ganz kleines bisschen jedenfalls. 🙂
Noch am Mittwoch stöberte ich auf ihrer Website und unterhielt mich mit meinem Mann darüber, ob Dortmund nun zu weit ist für einen spontanen Lesungsabend oder nicht.
Im Laufe des gestrigen Tages ging diese Unterhaltung dann per SMS weiter und irgendwann waren wir beide an dem Punkt: „Also wenn Thalia noch Karten für heute Abend, dann…“
Um sechzehn Uhr hatte ich dann Gewissheit, es gab noch Karten. Sechzehn Uhr zehn simste ich dann meine Freundin Heike an, ob sie superturbomegaspontan Lust auf eine „g“ierisch gute Lesung hat. Hatte sie und, dass es nach Dortmund geht, schrieb ich ihr dann aber doch lieber erst in der Folgemail.
Kurz nach siebzehn Uhr schwebte ich in freudiger Erwartung aus dem Büro, um mich nur kurze Zeit später im heimischen Bad wiederzufinden. Nach einem Spaziergang durch die Abteilung „dekorative Kosmetik“ meines Badezimmerschränkchens ging es dann auch schon wieder zur Tür hinaus.
Die Fahrt nach Dortmund verging wie im Flug, bis auf die gefühlten einhundertvierundzwanzig Mal, als wir fürchten mussten: „Jetzt ist wirklich Stau!“
Zwischendurch schrieb ich mir noch mit Kerstin höchstpersönlich Nachrichten, die sich sorgte, dass wir noch Karten bekommen würden. Aber da wir das ja vorher abgesichert hatten, konnte ich sie beruhigen. Sie hatte halt Angst, dass wir den Weg völlig umsonst fahren.
Sie schrieb mir dann, dass sie momentan durch Dortmund irren würde und kam nur zwei Minuten nach uns in der Buchhandlung an. Nach einem Miniplausch verschwand die dann kurz hinter die Kulissen. Nun stand einem tollen Abend nichts mehr im Weg. Außer vielleicht die Schlange vor der Damentoilette.:-)
Um zwanzig Uhr startete Kerstin Gier dann den Angriff auf die Bauchmuskeln ihrer vielen Zuhörerinnen und zwei, drei (?) Zuhörer. Augenblicklich wurde es mucksmäuschenstill. Die Stille jedoch hielt nicht lange an, denn Kerstin sorgte mit ihrem erfrischenden Erzählstil direkt für etliche Lacher, als sie einen kurzen Einblick ihrer bisherigen Lesereise gab.
Anschließend gab sie eine kleine Einführung in ihr neues Buch „Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“ und sprach über die Liebe. O- Ton: Die Liebe ist wie ein Tsunami, du kannst nichts dagegen tun.
Mit der Brille auf der Nase nahm schließlich der gelesene Teil der Lesung seinen Lauf. Obwohl ich das Buch erst in dieser Woche selbst gelesen hatte, hatte ich manchmal arg damit zu kämpfen meine Lachtränen unter Kontrolle zu halten. Nicht nur, dass ich Kerstins Stimme eh ganz toll finde (Wohlfühlzuhörglücksstimme!), nein sie besitzt auch die Gabe ihr Publikum durch eine Vielzahl von Stimmlagen und Dialekten(!) zum Lachen, Schreien, Kichern und Klatschen zu bringen. So imitierte sie im Folgenden einen schmierigen Kondomtester, eine ältere Dame mit losem Gebiss, einen kölschen Taxifahrer, eine Krankenschwester mit Vorliebe für kölsche Sprachverirrungen und eine junge Frau aus Süddeutschland.
Mir wurde schnell klar, dass ich mir das Hörbuch, welches Kerstin Gier im Moment selbst einliest nach Veröffentlichung am 06.12. noch einmal anhören werde.
Nach der Lesung gab es dann wieder die obligatorische Schlange, an der sich zahlreiche Besucher anstellten, um sich ihr signiertes Exemplar eines Buches der Autorin zu holen. Ich hatte lediglich meine Kamera dabei, da mir Kerstin das Buch bereits mit der Post zugesandt hatte.
Ganz zum Schluss knipste ich ein paar wunderbare Erinnerungsfotos an einen wundervollen und gierisch guten Abend. Heike und mein Mann haben sich mindestens genauso gut amüsiert wie ich, was nicht nur an den Cocktails lag, die es zur Eintrittskarte dazu gab.
Ich freue mich jetzt schon wieder auf die nächste Lesung mit Kerstin Gier und wünsche mir im nächsten Buch einen indischen Kuhdompteur. Und sei es nur wegen des Dialektes. 🙂
Da ich weiß, dass einige schon auf den Bericht warten, mach ich es mal kurz: Tippselfehler sind meiner Kreativität zuzuordnen. 🙂
© Ricarda Ohligschläger
 

Rezensionen/ Rezensionen Liebesromane & ChickLit

Kerstin Gier – Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner

Auf der anderen Seite des Buchregals mag das Gras grüner erscheinen, saftiger ist es jedoch bei Kerstin Gier.
Alles nimmt ein gutes Ende für den, der warten kann.
Leo N. Tolstoi
So ist es auch mit langersehnten Büchern. Irgendwann hält man sie in den Händen und lässt alles stehen für ein paar schöne Lesestunden. Diese sind meiner Meinung nach bei „Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“ zwar viel zu kurz, aber selbst ein 1500 Seiten Werk der Autorin wäre für mich nicht ausreichend.
Einmal entsandt, fliegt das Wort unwiderruflich dahin.
Horaz
Ich versuche extra immer ihre Bücher gaaaaaaaaaaanz besonders langsam zu lesen, aber irgendwann bin ich dann doch bei der letzten Zeile angekommen.
Trotzdem habe ich das Buch gestern in einem Rutsch (naja fast) ausgelesen.
Hatte es ein gutes Ende? Das werde ich an dieser Stelle nicht verraten, aber ich lasse euch gerne wissen, dass ganz viel Liebe in dem Buch steckt.
„Blöder Affe. Sturer Bock. Eitler Gockel. Eingebildeter Pfau. Toller Hecht. Dummer Ochse. Elender Wurm.“ (Zitat: Kerstin Gier „Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“)
Diese Tiere stecken in menschlicher Gestalt ebenso in der Handlung, wie das „Eselchen“ Kati.
Kati ist natürlich kein richtiges Eselchen, nur manchmal arg schusselig und bei einem ihrer Alltagskatastrophen hat sie 2006 ihren Felix kennengelernt. Ein Jahr später wurde geheiratet und nun ist sie immer noch sehr glücklich mit ihm und seinen strubbligen Augenbrauen.
Nur manchmal fragt sie sich, ob Felix wirklich der Richtige für den gemeinsamen Lebensabend ist. Momentan zweifelt sie sogar ganz arg daran, denn so etwas wie Liebesleben findet kaum noch statt, obwohl sie Kati alle Mühe gibt und sogar ihre Freundinnen um Rat fragt.
Als Kati dann Mathias kennenlernt, wird ihr Leben noch komplizierter, denn Mathias hat nicht nur ein tolles Lächeln und die schönsten blauen Augen der Welt, sondern er empfindet genauso wie Kati.
Dummerweise kommt Kati ein Unfall dazwischen und dieser entfernt sie ganze 5 Jahre von Mathias und Felix. Sie erwacht nämlich genau einen Tag vor dem Kennenlernen von Felix. Nach einem kurzen Schock, beschließt sie dieses Mal alles richtig zu machen und auf alle Fälle möchte sie sich nun für den richtigen Mann entscheiden‘
Das besondere an dem Buch sind die kleinen Zitate am Seitenrand, die immer genau auf die jeweilige Handlung abgestimmt sind. Aber Kerstin Giers Bücher bestechen im Allgemeinen nicht durch Zitate, sondern durch ihren unvergleichlichen Humor, den unterhaltsamen Schreibstil und ihre Hauptfiguren.
Kati ist ein bisschen trottelig, verliert aber dadurch keinerlei Sympathiepunkte. Ganz im Gegenteil. Gerade diese Eigenschaften sorgen dafür, dass man sich stellenweise wiederfindet.
Sie steht fest im Arbeitsleben und ihr Freundeskreis ist eine gute Mischung aus Zuhörern und Ratgebern, in dem sie sich sehr wohl fühlt.
Lediglich der Freundeskreis von Felix artet gerne mit blöden Sprüchen aus. Allen voran Gereon, der gerne erzählt, dass er Katis Frauenarzt ist!
Doch auch er bekommt in Katis Paralleluniversum sein Fett weg bzw. seinen Whiskey. 🙂
Ich schrieb ja bereits anfänglich, dass mir das Buch persönlich viel zu kurz war. Gerade weil es dieses Mal um eine Art „Zeitreise“ ging. Dem Thema dem Kerstin Gier scheinbar noch nicht richtig „entflogen“ ist. Die Art und Weise, wie sie das jedoch in eine eher moderne Handlung umgewandelt hat, dazu die Schwierigkeiten der ehelichen Zweisamkeit und zwischen alldem noch ganz viele Funken Liebe und Romantik versprüht ‚ das ist das, was Kerstin Gier und ihre Bücher ausmacht.
Und wenn ich Kerstin Gier mit einer Farbe beschreiben sollte, dann wäre es ein plüschiges warmes honiggelb, indem man sich gerne niederlässt und mit einem Lächeln auf den Lippen dem Alltag entflieht.
Fazit: Auf der anderen Seite des Buchregals mag das Gras grüner erscheinen, saftiger ist es jedoch bei Kerstin Gier.
© Ricarda Ohligschläger

Rezensionen

Kerstin Gier – Smaragdgrün

Aus. Vorbei. Unwiderruflich zu Ende.
Ich weiß ehrlich nicht, ob ich im Moment lachen oder heulen soll, denn ich habe „Smaragdgrün“ ausgelesen.
Die fast 500 Seiten sind nur so an mir vorbeigeflogen, ich habe jede einzelne genossen – manche auch mehrmals – und nun wünsche ich mir ebenso ein Zeitreisgen wie Gwendolyn es hat, um die Zeit zurückzudrehen und noch einmal voller Spannung bei „Rubinrot“ anzufangen.
Aber mich tröstet, dass es mir sicher nicht alleine so geht und für den Notfall stehen die drei Bände mit dem wunderschönen Scherenschnittumschlag jederzeit griffbereit in meinem Regal. Und wer weiß, vielleicht lese ich sie wirklich alle noch einmal.
Ich muss mich jetzt echt zurückhalten, um nichts vom Inhalt zu verraten, denn ich möchte all denen die das Buch noch nicht gelesen haben, die Chance geben es genauso zu genießen wie ich es tat.
Nur so viel sei verraten: es geht turbulent, dramatisch, romantisch, lustig und kriminell zu. Manchmal abwechseln und manchmal passiert das alles zusammen.
„Smaragdgrün“ schließt direkt an das Geschehen von „Saphirblau“ an. Nicht nur aus diesem Grund sollte der vorige Band unbedingt gelesen werden.
Schon nach einigen Seiten gelingt es Kerstin Gier – wie nicht anders zu erwarten – ihre Leserschaft erneut in das dramatische Geschehen hinein zu manövrieren. Gekonnt verbindet sie dabei die Ereignisse aus den vorherigen Bänden mit neuen Ereignissen. Ihre Helden sind gewohnt liebenswert und die Dialoge sprudeln über vor Wortwitz.
Gwendolyn und Gideon werde ich jedenfalls nicht so schnell vergessen. Schließlich sind sie schuld daran, dass ich mit über 30 Jahren Fan von Jugendbüchern wurde. Okay, die Autorin hat einiges dazu getan! Obwohl sie sich mit dieser Trilogie auf neue Pfade begeben hat, hat sie mich mindestens genauso begeistert wie mit ihren humorvollen Frauenromanen. Und ich weiß gar nicht, was ich mir jetzt mehr wünsche soll. Einen Chronographen um die Zeit zurückzudrehen, einen vierten Teil der Edelstein ‚ Reihe oder doch mal wieder einen Frauenroman. Ich bin mir sicher einer dieser Wünsche wird im neuen Jahr erfüllt. 🙂
Fazit: Hat sich das Warten gelohnt? Und wie!
© Ricarda Ohligschläger