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Tod und Trauer

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Richard Roper – Das Beste kommt noch

Es ist nie zu spät für einen Neuanfang – und für die große Liebe.
Andrews Beruf ist der Tod. Seine Arbeit als Nachlass-Verwalter ist nichts für Zartbesaitete, aber zum Glück wartet auf ihn zuhause eine liebevolle Familie, die ihn aufheitert – glauben zumindest seine Kollegen. Aber das ist eine Notlüge, die irgendwann ein Eigenleben entwickelte. In Wahrheit wohnt Andrew allein in einem Londoner Ein-Zimmer-Apartment in und führt ein genauso einsames Dasein wie seine Verstorbenen kurz vor ihrem Tod. Das ändert sich, als eine neue Kollegin in der Abteilung anfängt. Peggy bringt frischen Wind in Andrews Welt und sein Herz schlängt in ihrer Nähe schneller. Das Problem: Peggy ist verheiratet, hat zwei Kinder und glaubt, Andrew wäre in der gleichen Situation. (Kurzbeschreibung laut Rowohlt)

Das Beste kommt noch von Richard Roper ©Rowohlt

Dieses Buch wurde mir netterweise von der Rowohlt-Presseabteilung empfohlen und ich möchte es nicht versäumen Frau Kühne an dieser Stelle zu danken. Höchstwahrscheinlich hätte ich die wunderbare Geschichte nämlich sonst leider nie entdeckt und dabei ist es so ein unfassbar wertvoller Schatz und ein großes Glück!
Ein Schatz deshalb, weil es beweist, dass es nie zu spät für Veränderungen und einen Neuanfang ist.

Andrew Smith ist Nachlassverwalter und verbringt viele seiner Tage damit als einziger Gast auf Beerdigungen zu glänzen. Eine große Geste, die er gerne vollführt, denn ein Großteil seiner Klienten sind einsam und vergessen verstorben, lagen danach unentdeckt in ihren Wohnungen oder Häusern und haben offensichtlich zu Niemandem Kontakt gehabt.

“ Im Jahr zuvor hatte Andrew fünfundzwanzig von diesen Beerdigungen organisiert (seine höchste Gesamtjah- resbilanz bisher). Er hatte auch an allen teilgenommen, obwohl er das eigentlich nicht musste. Es war, so sagte er sich, eine kleine, aber bedeutsame Geste, dass jemand da war, ohne gesetzlich dazu verpflichtet zu sein.“
Aus Richard Roper – Das Beste kommt noch

Wie gut, dass er Zuhause von Frau und Kindern erwartet wird und jeden Abend in seine Vorstadthaus zurückkehren kann – denken seine Kollegen. Denn Andrew steckt seit einer Notlüge in einer Spirale aus Lügen, die seinen Mitmenschen genau das vermittelt.
Sein Lügengerüst wird immer größer und droht bald einzustürzen, da sein Chef vorsieht eine Dinnerrunde zu organisieren bei dem jeder einmal der Gastgeber sein darf bzw muss.

Und dann kommt die quirlige Peggy in sein Leben. Die neue Kollegin wirbelt plötzlich alles wild durcheinander, geht mit ihm am helllichten Tage in den Pub und macht auch sonst sehr verrückte Dinge. Vor allem mit seinem Herz!

Dieses Buch enthält eine gewisse Magie, denn die Liebe zwischen Andrew und Peggy entwickelt sich ganz langsam und leise, fast schon schüchtern. Sicherlich ist das dem zu schulden, dass Peggy verheiratet ist und von Andrew glaubt, dass er es eben ist. Und Andrew glaubt, dass Peggy sicherlich sehr glücklich ist. So glücklich wie einst Andrew als es Diane noch wirklich gab…

Roper vereint hier so vieles was ein tolles Buch ausmacht. Witzige und liebenswerte Charaktere (ja, dazu zähle ich auch Keith, der es mit der Hygiene nicht so genau nimmt), die mir alle mit der Zeit ans Herz gewachsen sind, eine spannende und sehr lesenswerte Geschichte und einen emotionalen fast schon poetischen Schreibstil, der mich das Buch nicht aus der Hand legen ließ.

Kurzum: Ich wünsche Andrew (und vor allem Richard Roper!) und all den anderen fantastischen Figuren ganz viele Leser*innen, die sich genau so schnell in die Geschichte verlieben und „Das Beste kommt noch“ immer wieder gerne weiterempfehlen!
©Ricarda Ohligschläger

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