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Yannick Mahr

Interviews mit Autoren

Interview mit Yannick Mahr

Meist bin ich verreist, um meine aktuelle Freundin nicht zu verlieren… 
Als ich die Beschreibung über ihr Buch gelesen habe wurden dreiste Taxifahrer erwähnt. Haben sie denn Erfahrungen mit dreisten Taxifahrern, dass Sie sie in ihrem Buch erwähnen?

Selbstverständlich! Leider sind alle Taxifahrergeschichten im Buch am eigenen Leib erlebt… 
Wie kommt man auf die Idee über einen so ungewöhnlichen  Bereich „Ferienangsthase“ ein Buch zu schreiben?
Wenn man selber mal einer war, liegt das nah… Ist zum Glück lange her 🙂 
Warum setzt man sich mit der Angst auseinander, ohne es zu müssen, denn Urlaub ist ja aeigentlich etwas Freiwilliges?
Genau das habe ich mich während meiner schlimmsten Fernreiseangsthasenzeit auch immer gefragt. Meist bin ich verreist, um meine aktuelle Freundin nicht zu verlieren… 
Hat Ihnen das Schreiben Ihres Buches dabei geholfen mit Ihren Ängsten besser fertig zu werden?
Nein, denn als ich damit anfing, war das Schlimmste ausgestanden 🙂 Vielleicht hilft das Buch ja anderen Fernreiseangsthasen. 
Was ist denn ihr absoluter Lieblingsflughafen?
Singapur! 
Haben Sie die Anekdoten aus dem Buch alle selbst erlebt oder wurde es Ihnen zum Teil auch von anderen Personen erzählt? Oder ist manches gar fiktiv?
Alles selbst oder von guten Freunden/Verwandten erlebt. Sogar den Alex gibt es… 
Sie schreiben, Sie hätten sich erst sehr spät das erste Mal in ein Flugzeug getraut. Hatten Sie Flugangst, und wenn ja, wie haben Sie sie überwunden?
Und wie ich Flugangst hatte! Überwunden habe ich sie mit viel Baldrian, verständnisvollen Begleiterinnen und (inzwischen) vielen, vielen tollen Flügen. 
Welches war ihr Lieblingsreiseziel?
Darf ich eines für jeden Kontinent? Europa: Norwegen. Asien: Burma. Amerika: Hawaii. Australien: Neuseeland. Afrika: Mauritius. 
Mich würde interessieren, wohin ihre erste längere Reise ging.
Nach Amerika, der Klassiker: New York und dann mit dem Mietwagen runter nach Miami. 
Wenn Sie die Möglichkeit hätten auszuwandern, wohin würde es Sie verschlagen?
Hawaii. Aber am schönsten ist es doch daheim! 
Welches war ihr bisher gefährlichstes Reiseerlebnis? Im Falle es lebensgefährlich war: haben Sie in dieser Sekunde bereut ihr sicheres Zuhause für diese Reise verlassen zu haben oder an was haben Sie in diesem Moment gedacht?
Zum Glück hatte ich bisher kein wirklich gefährliches Reiseerlebnis – und der Skorpion in Thailand hatte mehr Angst vor mir als ich vor ihm.
Ende Mai fahre ich mit dem Schiff nach Norwegen. Was sollte auf keinen Fall in meinem Koffer fehlen und warum? Und was halten Sie für völlig überflüssig?
Sie sollten jede Menge Geld mitnehmen, Norwegen ist sehr teuer! 
Und zum Schluss noch die Frage: Wohin geht es als Nächstes?
An die Ostsee.
Die Bücher aus der Verlosung gingen bereits an
Catherine O.
Julia Sch.
Kerstin S.
Die Interviewfragen stammen u. a. aus Einsendungen, im Rahmen der Aktion „Leser fragen – Autoren antworten“

Rezensionen/ Rezensionen Sachbuch

Yannick Mahr – Mit 80 Ängsten um die Welt

Humorvoll, gnadenlos ehrlich und mit vielen skurrilen Überraschungen präsentiert Yannick Mahr uns die schönsten Urlaubsziele. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie den Autor selbst oder werfen Sie einen Blick in ihre Reiseapotheke
Wer eine Reise tut ist mit einem Reiseratgeber gut beraten. Wer aus Angst keine Reise tun möchte, es aber doch tut, sollte neben einer großen Auswahl an Medikamenten gegen Durchfall, Malaria und die Pest auch einen Ratgeber für Fernreiseangsthasen in der Hand bzw. im Koffer haben.
Ganz speziell nach diesen hier.
Kein geringerer als Fernreisesuperangsthase Yannick Mahr schreibt, warnt und verkündet in „Mit 80 Ängsten um die Welt“ die Wahrheit über Kakerlaken, Sandfliegen und überlebenswichtige Flip Flops, und noch etliches mehr.
Weil der Autor kein Blatt vor den Mund nimmt, kann man allerhand über Ängste, Katastrophen, turbulente Ereignisse und gleichzeitig auch interessante Details über „Montezumas Rache“, „Nepper, Schlepper, Bauernfänger“ und „Die Thrombosestrumpfhose“ erfahren, um nur ein paar der Kapitel zu nennen.
In flottem, mit Humor und einem Augenzwinkern versehenem Schreibstil berichtet Yannick Mahr in einer Art Sammelreiseführer über die Länder, die er bereits bereist hat. In Kurzform gibt er Tipps und warnt vor Dingen, die man zum Teil gar nicht wissen wollte, denn eigentlich erwartet man im Urlaub Erholung und keine Panikattacken.
Wer sich davon jedoch nicht abschrecken lässt, wird erfahren warum 85 Cent manchmal viel ausmachen oder wie man mit etwas Glück im Urlaub viel Geld verdienen kann.
Selbstverständlich finden sich in seinem Buch auch etliche Statistiken, eine gepfefferte Kriegserklärung an alle Backpacker und eine Liste der sichersten Reiseziele der Welt. 
Fazit: Humorvoll, gnadenlos ehrlich und mit vielen skurrilen Überraschungen präsentiert Yannick Mahr uns die schönsten Urlaubsziele. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie den Autor selbst oder werfen Sie einen Blick in ihre Reiseapotheke.
© Ricarda Ohligschläger

Rezensionen

Yannick Mahr – Auf die Knie

Neben all den Lachern, die Yannick Mahr in seiner rasant witzigen Story platziert hat, lässt er genug Spielraum für eigene Spekulationen

Daniel Stiller ist Single, Womanizer und militanter Heiratsgegner. Vorzugsweise trennt er sich von seinen Freundinnen relativ schnell und vor allem in Kurzform, per SMS. Außerdem ist er ein ungern gesehener Gast auf Hochzeiten, da seine Einträge ins Gästebuch nicht gerade als schmeichelhaft für das Brautpaar bekannt sind.
Aber Daniel ist auch ehrgeizig und das macht den Mittdreiziger zu einem begehrten Kandidaten für den neuen Junior – Partner in der renommierten Agentur MAXPROM, die sich auf die Vermarktung von Prominenten spezialisiert hat. Mit der Aussicht, innerhalb der nächsten sechs Monate als vollwertiges Mitglied in die Leitung der Agentur aufzusteigen, möchte er sofort seinen Vertrag unterschreiben.
Aber ein Detail ist in diesem Vertrag nicht geregelt und das eröffnet ihm seine Chefin Elfriede Rosenthaler noch bevor er seinen innerlichen Jubel auch nach außen kehren kann:
Partner bei MAXPROM wird man nur, wenn man verheiratet ist! Ansonsten wird man mittelfristig arbeitslos. So einfach ist das!
Dabei ist gar nichts einfach für Daniel, denn im Moment hat er nicht mal eine Freundin, geschweige denn überhaupt eine Ehekandidatin in Aussicht. Oder doch? Schließlich hat er vor kurzem die hübsche Sarah Mahr kennengelernt und zu irgendetwas muss doch das Flugangstseminar nützlich gewesen sein. Aber Sarah lässt sich nicht so leicht um den Finger wickeln, wie die bisherigen Freundinnen von Daniel und damit wird nicht nur sie, sondern auch die Einhaltung des Ultimatums, zu Daniels neuester Herausforderung.
Nicht zuletzt, weil ein neuer Kollege das Leben des hoffentlich baldigen Ehemanns schwer macht. Bei aller Antipathie, die nicht nur Daniel für ihn empfindet, hat er jedoch einen entscheidenden Vorteil.
Er ist verheiratet!
 

Yannick Mahr setzt seine Hauptfigur mächtig unter Druck. Nicht nur, dass er die Ehe als zusätzliche, geheime Klausel in einem vielversprechenden neuen Arbeitsvertrag einfügt. Nein, die potenzielle Heiratskandidatin Sarah (der er seinen eigenen Nachnamen anhängt) hat auch noch ihren eigenen Kopf.
Kein Wunder also, dass Daniel nicht nur einmal den Kopf verliert, wenn es darum geht endlich, endlich, endlich die Frage aller Fragen zu stellen.
Gott sei Dank hat der Autor aber auch den väterlichen Freund Heinrich Baron von Tolken erfunden, der seinem Schützling tatkräftig unter die Arme greift. Aber ob das alles hilft? Muss Daniel letzten Endes vielleicht auf Job UND Frau verzichten, um seinen Weg zu gehen? Oder ist die zukünftige Braut vielleicht sogar anderweitig liiert? Und welche Rolle spielt der neue Kollege bzw. welches Spiel treibt er?
Neben all den Lachern, die Yannick Mahr in seiner rasant witzigen Story platziert hat, lässt er genug Spielraum für eigene Spekulationen. Und das rundet den Lesespaß neben dem flüssigen Schreibstil zusätzlich ab.
Schade nur, dass die Lacher irgendwann nachlassen und man letzten Endes denkt: So schwer kann es doch nicht sein!
Aber kurz bevor ich nur noch genervt von Daniels tollpatschiger Art war, bekamen er und auch der Autor noch einmal die Kurve.
Fazit: Netter Lesespaß für zwischendurch. Als Hochzeitsratgeber vielleicht nicht ganz zu empfehlen, aber dafür als lesenswert mit klitzekleinen Einschränkungen.
© Ricarda Ohligschläger