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Bastei Lübbe

Rezensionen/ Rezensionen Belletristik

Kathryn Taylor – Daringham Hall – Die Entscheidung

Bevor ich jetzt zur eigentlichen Buchbewertung für dieses Buch komme, möchte ich eine Warnung aussprechen: Kathryn Taylor macht süchtig!!!
Ich habe jetzt ALLE ihre Bücher gelesen und jedes Mal entlässt mich die letzte Seite mit einem „Aaaaaaaaaah, ich muss doch unbediiiiiiiiiingt wissen, wie es weitergeht!“ – Gefühl.
Das war bei Colours of Love so und jetzt ist es WIEDER so. Und eigentlich würde ich jetzt erst einmal zwei, drei Tage brauchen, um den zweiten Teil der englischen Familiensaga Daringham Hall zu „verarbeiten“, aber ich habe gerade etwas viel Zeit zum Lesen und daher bereits ein neues Buch im Anschlag, äääääääääh das gehört hier nicht hin, aber ich bin ein bisschen in Plauderlaune.
Nun aber zu dem was ich eigentlich wollte: Wenn ihr euch dazu entscheiden solltet in diese Familiensaga einzutauchen – und das werdet ihr sicher tun -,  sei vorher erwähnt, dass der dritte Teil erst im Dezember erscheinen wird. Es wird also ein laaaaaaaaaaaaaaanger Herbst ohne Ben, Kate, Peter, Tilly und all die anderen! Aber die Autorin hat mir bereits versprochen, dass es dafür „dramatisch, aber schön“ wird.
Im zweiten Teil der Familiensaga geschieht allerhand Unerwartetes und die Lage auf dem Landsitz der Camdens spitzt sich nach einem tragischen Zwischenfall für alle Beteiligten zu. David verlässt nach einem Streit seine Familie und ein Zufall will es, dass die Aufklärung bezüglich des Überfalls auf Ben Formen annimmt. Ganz aufgeklärt wird die Tat noch nicht.
Ben entscheidet sich vorerst zu bleiben, zweifelt aber immer wieder an seiner Entscheidung. Zwischenzeitlich hat er sogar das Gefühl, dass Kate ihm nicht mehr vertraut. Zwischen den beiden knistert es weiterhin gewaltig. Trotzdem sind sie im Umgang miteinander eher verhalten – zum Glück nicht für lange. Allerdings macht ein Nebenbuhler Kate schöne Augen. Ob sie darauf eingeht verrate ich euch aber nicht.
Ben enttarnt mit Kates Hilfe eine große Intrige gegen seine Mutter und blickt plötzlich etwas klarer, auch wenn die Wahrheit sehr schmerzhaft für ihn ist.
Komplett überraschend und voller Spannung habe ich jedoch die zarten Bande verfolgt, die sich zwischen zwei Menschen entwickeln, die sich eigentlich gar nicht zu mögen scheinen. Diese neue Liebe ist so zart und aufregend, dass ich schon ein bisschen enttäuscht war als ich begriff, dass auf ein Happy End(???) bis zum Drittel Teil warten muss.
Kathryn Taylor haucht  ihren Figuren erneut so viel Wärme und Charakter ein, dass ich diese  wieder einmal mehr nur ungern habe gehen lassen. Selbst die unsympathische Lady Eliza mag ich mir gar nicht mehr wegdenken. Wer denkt, dass diese Familiensaga kitschig oder gar „seichte Unterhaltung“ ist, der irrt. Das – meiner Meinung nach – wunderschöne Cover passt perfekt zur Handlung, könnte aber manche in die Irre führen! Taylor besticht durch einen mitreißenden Schreibstil, vielschichtige Protagonisten und gut konstruierte Wendungen.
Dadurch gelingt ihr gute Unterhaltung von der erste bis zur letzten Seite, die glaubwürdig ist und vor allem die Frage aufwirft: „Wann geht es endlich weiter?“
Eines möchte ich abschließend  anmerken und ich hoffe, dass ich mich jetzt verständlich ausdrücken kann. Die Sprache und der Schreibstil der Autorin wirken an keiner Stelle bemüht oder „konstruiert“. Das ist mir bereits bei „Colours of Love“ sehr positiv aufgefallen und  jetzt bei „Daringham Hall“. Sie sprudelt eher vor Leichtigkeit und Taylor bleibt sich dabei immer treu. Kein Wunder also, dass ich dieses Buch von ihr – ebenso wie alle anderen – verschlungen habe.
Klare Leseempfehlung und ein „Must Have“ für den Lesesommer 2015!!!
© Ricarda Ohligschläger

Rezensionen/ Rezensionen Belletristik

Kathryn Taylor – Daringham Hall – Das Erbe

Die Familienverhältnisse auf Daringham Hall im malerischen East Anglia geraten durcheinander, als der IT-Unternehmer Ben Sterling auf dem Gut auftaucht. Denn Ben ist der eigentliche Erbe – und nun sinnt er auf Rache an der Familie, die seine Mutter so schlecht behandelte. Doch dann verliert er durch einen Überfall das Gedächtnis und gewinnt einen ganz anderen Blick auf Daringham Hall und seine Bewohner. Als er sich auch noch leidenschaftlich in die Tierärztin Kate verliebt, weiß Ben nicht mehr, was er tun soll …(Kurzbeschreibung laut Amazon)
Kathryn Taylor ist wieder da! Nach „Colours of Love“ zeigt sie nun, dass sie auch anders kann und überrascht mit einer Familiensaga, die es in sich hat. Intrigen, Familiengeheimnisse und selbstverständlich auch große Gefühle machen den Auftaktband der „Daringham Trilogie“ zu einem spannenden Lesevergnügen aus dem man gar nicht mehr auftauchen möchte.
Hauptprotagonistin Kate Huckley, eine junge Tierärztin, glänzt mit soviel Natürlichkeit und Sympathie, dass man sie schon nach wenigen Seiten ins Herz schließen muss.
Ben steht mit seinem vielschichtigen Charakter Kate in nichts nach. Besonders gelungen fand ich die Darstellung seines inneren Kampfes, ob er nun bis zum Schluss als Feind oder Freund in Erinnerung bleiben möchte. Seine Zerrissenheit konnte man regelrecht fühlen.
Selbstverständlich hat Kathryn Taylor jedoch Charaktere gezeichnet, die eher wenig Sympathie verdient haben. Lady Eliza beispielsweise, oder Peter Adams, der wohl der Meinung ist sich alles erlauben zu dürfen nur weil er aus New York kommt.
Und an alle Fans knisternder Leidenschaft hat die Autorin auch gedacht, denn auch in East Anglia kommt diese nicht zu kurz. 😉
Ich hoffe nach diesem ersten Band, dass es natürlich auch mit Anna und David eine Fortsetzung gibt, denn ich bin mir sicher bereits einige Funkenzwischen den beiden herausgelesen zu haben.
Und eben habe ich unter anderem eine Rezension entdeckt, in der eine Verfilmung durchaus für würdig gehalten wird. Dem kann ich nur zustimmen! Bis dahin freue ich mich auf die Fortsetzung die Mitte Juni erscheint.
© Ricarda Ohligschläger

Rezensionen/ Rezensionen Historische Romane

Christine Kabus – Im Land der weiten Fjorde

Nach dem Tod ihrer Mutter erfährt Lisa, dass diese als kleines Kind adoptiert wurde. Ein Medaillon mit einem vergilbten Foto ist die einzige Spur zu ihren Vorfahren. Sie führt Lisa nach Norwegen, in den beschaulichen Ort Nordfjordeid. Die Menschen dort reagieren sehr unterschiedlich auf die Ankunft der jungen Deutschen. Während sie in der warmherzigen Nora sogleich eine Vertraute findet, begegnet der alte Finn ihr mit kaum verborgener Ablehnung. Auch der wortkarge Reitlehrer Amund scheint Vorbehalte gegen Lisa zu haben. Je länger sie in das Leben am Fjord eintaucht, desto sicherer ist sie, dass sie auf der richtigen Fährte ist und dass in der Familiengeschichte ihrer Mutter dunkle Geheimnisse schlummern, deren Schatten bis in die Gegenwart reichen …(Kurzbeschreibung laut amazon)
„Im Land der weiten Fjorde“ ist die Geschichte von Lisa und ihren norwegischen Vorfahren. Nach dem Tod ihrer Eltern macht sich Lisa auf die Suche nach deren Vergangenheit, die auch für Lisa eine wichtige Rolle spielt.
Christine Kabus schildert dabei parallel die Ereignisse des Jahres 1940 bis 1944, und den Sommer 2010.
In den Kriegsjahren liegt der Schwerpunkt auf der Geschichte der jungen Frau Mari, die sich in den deutschen Joachim verliebt. Dass diese Verbindung von vielerlei Schwierigkeiten überschattet wird, spürt man schon bei den ersten zarten Banden die die beiden spinnen. Doch Mari hält an ihrer Liebe zu Joachim fest und muss schlussendlich einen hohen Preis dafür bezahlen.
Der Sommer 2010 beschreibt Lisas Spurensuche nach ihrer Vergangenheit und je mehr sie nach ihren Vorfahren forscht, desto mehr wird klar, dass auch ihr eigenes Leben eine große Wandlung durchmacht. Vom ruhelosen Nomadenleben ist bald nichts mehr zu spüren und auch in Liebesangelegenheiten überdenkt Lisa so einiges.
Mich hat „Im Land der weiten Fjorde“ tief beeindruckt. Wer bereits in Norwegen war, kann die Kraft dieses wunderbaren Landes aus jeder Zeile des Buches spüren. Christine Kabus vermittelt mit ihrem bildgewaltigen  Schreibstil so viel Liebe für die Berge und die wunderbare Landschaft, dass selbst Ortsfremde das Gefühl haben direkt vor Ort zu sein!
Außerdem gibt sie ihren Figuren so viele Facetten mit auf den Weg, dass diese im Laufe der Kapitel zu wahren Freunden werden. Ihre Charaktere sind im wahrsten Sinne des Wortes mit allen Wassern gewaschen. Sie sind lebendig, voller Überraschungen und jeder auf seine Art und Weise liebenswert!
Wer in die fast 600 Seiten eintaucht wird überrascht von der Fülle der Ereignisse, den zauberhaften Bildern die Christine Kabus im Kopf zu zaubern vermag und von einer abwechslungsreichen, spannenden Geschichte, die am Ende gleichzeitig glücklich und traurig stimmt. Denn leider überschatten Missverständnisse und unglückliche Ereignisse die Geschichte der Familie bis heute.
Das Finale ist meiner Meinung nach mit der perfekten Mischung aus Tragik und innerem Frieden für die Protagonisten gespickt!
Den Nachfolgeband „Töchter des Nordlichts“ werde ich mir keinesfalls entgehen lassen und empfehle Christine Kabus Norwegenroman allen, die das gewisse Etwas in Familiensagen bisher vermisst haben!
© Ricarda Ohligschläger

Rezensionen/ Rezensionen Sachbuch

Bianca Wagner – Ich geh jetzt in dein Karma rein

Willkommen im Kuriositätenkabinett der Hoffnung suchenden Herzen!
So hätte der Untertitel des Buches „Ich geh jetzt in den Karma rein“ auch lauten können, denn was ich bisher schlichtweg für unmöglich hielt, hat Bianca am eigenen Leib oder besser gesagt Ohr erlebt!
Ich selbst habe mir vor Jahren ebenfalls einmal die Karten legen lassen (dafür aber nichts bezahlt) und bin heute noch erstaunt, was tatsächlich eingetreten ist.
Aber egal, ob man esoterisch angehaucht ist oder einfach neugierig, eines stellt Bianca Wagner klar: hinter dem Telefon sitzen auch viele Scharlatane und Hobbypsychologen.
Es schadet sicher nicht seiner Neugier einmal freien Lauf zu lassen, aber wenn die Schuldenfalle immer näher rückt, sollte spätestens(!) Schluss sein. Und mal ganz ehrlich, wer braucht schon eine Kartenleserin, um zu entscheiden welches Kleid man tragen sollte?
Und wenn man von all dem „Humbug“ seinen Blick abwendet, findet man allerhand kuriose Begebenheiten auf die die Autorin im Laufe ihrer 5 Jahre andauernden Arbeit als Kartenlegerin zurückblicken kann. Diese sind mal humorvoll, dann wieder emotional und manche ließen mich einfach nur den Kopf schütteln.
Gibt’s das wirklich?, fragt man sich oft. Offensichtlich, denn sonst wäre  „Ich geh jetzt in dein Karma rein“ sicher nicht entstanden und uns der Blick hinter die Kulissen der Kristallkugeln, Karten und Amulette weiterhin verwehrt geblieben.
© Ricarda Ohligschläger

Allgemeines

Leser fragen – Autoren antworten: Bianca Wagner

KarmaParallel zur noch laufenden Aktion mit Stephanie Fey beginnt heute bereits die neue „Leser fragen – Autoren antworten“ – Woche mit Bianca Wagner.
Bianca Wagner wollte eigentlich nur einen Orakelkartenkurs belegen. Danach wurde sie eine professionelle Kartenlegerin auf mehreren Astro-Lines und hat unglücklich Verliebten, neurotischen Psychiatern, Prominenten, Endzeitjüngern und auch selbsternannten Hellsehern in die Karten geschaut. Womöglich kennt sie auch Ihre Zukunft. Das Buch über ihr turbulentes Leben als Kartenlegerin ist nun bei Bastei Lübbe erschienen.
Und ihr habt die Möglichkeit ein Exemplar von „Ich geh jetzt in den Karma rein: Die wunderbare Welt der Astrohotlines“ zu erhalten.
Was ihr dafür tun müsst? Seid neugierig! Und sendet eure Frage(n), die ihr an die Autorin habt, direkt an rici(at)herzgedanke.de
Betreff: Bianca Wagner
Unter allen Einsendungen verschenke ich zweimal ein Exemplar des Buches!
Einsendeschluss: 24.02.2013
Viel Glück!