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Tatjana Kruse

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Tatjana Kruse – Tannenduft mit Todesfolge (Enthält Werbung)

Weihnachten ist für viele die Zeit der Besinnlichkeit, der Freude und der Nächstenliebe. Tatjana Kruse zeigt jedoch breit gefächert, dass Mord, Chaos und Gin Tonic ebenfalls für erheiternde Weihnacht sorgen können.

Mit gekonnt humorvollen Pointen und ihrem ganz gewissen Blick auf die Adventszeit gelingt es ihr wieder einmal genau meinen Humor zu treffen und dafür liebe ich ihre Bücher! Da kommen einem schon komische Gedanken, die von vergiftetem Essen bis hin hin zu einem wahnwitzigen Verfolgungsjagden reichen.

Gleich zu Anfang beginnt die Tour durch die mörderische Vorweihnachtszeit mit Jasper als Zugbegleiter, der sich einen rauchenden Schwarzfahrer gegen die Langeweile erhofft und dann mehr geboten bekommt als er im tiefsten Schneegestöber erahnen kann!

In insgesamt 16 kurzweilige Geschichten nimmt Tatjana Kruse ihre Leser mit in den alljährlichen Weihnachtswahnsinn und setzt jeder einzelnen ihre ganz persönliche Mischung aus Humor und Heuchelei auf.
Besonders gefallen hat mir die Kurzgeschichte in der jeder der „Last Christmas“ sang, mit einem Paintball „erschossen“ wurde und so zum Schweigen verdammt wurde! Herrlich amüsant und ich musste tatsächlich mehrmals laut lachen, weil ich mir bildlich vorstellte, wie es plötzlich „Wumm“ und „Bumm“ machte. Das Ende ließ mich dann mit einem breiten Lächeln zurück. Grandios!

Wer also noch eine schöne, amüsante Geschenkidee zum Fest sucht ist hiermit sehr gut beraten! Und wer noch mehr von Tatjana Kruse lesen mag, dem empfehle ich ihre Reihe rund um Hauptkommissar a.D. Siggi Seifferheld

Wenn ich euer Interesse an weihnachtlichen Kurzgeschichten und an den Werken der Autorin mit meinem kurzen Einblick in Tannenduft mit Todesfolge geweckt habe, freut es mich sehr, denn bei dieser Blogtour führen tägliche Fragen zu einem Lösungswort für die es dann insgesamt 3 signierte Exemplare zu gewinnen gibt!
Also besucht alle fünf teilnehmenden Blogs und findet das Lösungswort!

Meine FRAGE lautet:

Wie lautet der Anfangsbuchstabe des zweiten Wortes einen sehr bekannten Weihnachtsliedes?

Schnell notieren und dann gehts morgen weiter mit der Blogtour. Viel Spaß!

 

Rezensionen/ Rezensionen Krimis/Thriller

Tatjana Kruse – Finger, Hut und Teufelsbrut

Vor den Augen der Weltöffentlichkeit wird der indische Kulturattaché mitten auf dem Marktplatz zu Schwäbisch Hall entführt. Siegfried Seifferheld, Kommissar a. D., kennt die Hintergründe, und während die Exekutive noch im Dunkeln tappt, ermittelt Seifferheld mit Gehhilfe und Gefahrhund undercover in einem „Indisch Kochen leicht gemacht“-Kurs. Währenddessen tobt in seiner Familie wieder einmal das Chaos: Seine Freundin MaC ist wutentbrannt ausgezogen, dafür ist seine Schwester Irmgard, auch genannt der General, wieder bei ihm in die Untere Herrengasse eingezogen. Und der heimliche Sticker Seifferheld erhält sogar eine eigene Radiosendung, in der er als Stickexperte mit Rat und Tat berät …(Kurzbeschreibung laut www.amazon.de)
Bollywood – Schönheiten, Tantramassage, chinesische Wonneproppen und in Extase getrommelte Pfarrer, mitten in Afrika.Tatjana Kruse bekommt sie alle unter einen Hut!
Schon in der Rezension zu „Nadel, Faden, Hackebeil“ habe ich erwähnt, dass mir Tatjana Kruse mit ihrem Kommissar Seifferheld richtig Spaß bereitet hat. In diesem Fall geht es jedoch noch kurioser zu.
Dabei bleibt der eigentliche Fall nicht weniger interessant, gerät aber doch zuweilen in den Hintergrund, was jedoch nicht weiter stört, denn Irmgard, Seifferheld selbst, die kasachische Putzfrau und der Rest der Familie sorgen für so viel Trubel, dass man zwischendurch gerne vergisst hier keine Komödie zu lesen, sondern einen Krimi.
Tatjana Kruse versteht es Humor, Spürsinn und Spannung so ineinanderzufügen, dass man regelrecht süchtig wird nach Schwäbisch Hall und Siegfried Seifferheld.
Bravo!
© Ricarda Ohligschläger

Rezensionen/ Rezensionen Krimis/Thriller

Tatjana Kruse – Nadel, Faden, Hackebeil

Selten habe ich bei einem Krimi so gelacht wie bei „Nadel, Faden, Hackebeil“
Hauptkommissar a.D. Siggi Seifferheld greift erneut im idyllischen Schwäbisch Hall der Polizei unter die Arme. Der Landtagsabgeordnete Lambert von Bellingen wird bei einer Wahlveranstaltung ermordet auf einer Herrentoilette gefunden. Die Polizei geht von einem politisch motivierten Verbrechen aus. Seifferheld jedoch verfolgt eine andere Fährte. Und so schnüffelt der Kommissar im Unruhestand ein wenig im Privatleben des Toten herum und findet heraus, dass der Politiker eine Affäre mit der ortsansässigen Souvenirladenbesitzerin hatte.Um mit der Dame ins Gespräch zu kommen, will Seifferheld ihr seine Stickkissen zum Kommissionskauf anbieten. Doch als er den Laden betritt, entdeckt er sie mit zertrümmertem Gesicht hinter der Theke. (Kurzbeschreibung laut www.amazon.de)
Vorweg muss ich eins erwähnen: Selten habe ich bei einem Krimi so gelacht wie bei „Nadel, Faden, Hackebeil“
Zur Leseprobe
Der Grund liegt unüberlesbar auf der Hand. Tatjana Kruse zündet eine Pointe nach der anderen und hat ein unglaubliches Talent für Wortspiele jeglicher Art! Nicht nur ihre unverwechselbaren Kapitelüberschriften, sondern auch die fast schon kunstvoll geschliffenen Sätze haben es in sich.
Ihre skurrilen Figuren übertreffen sich gegenseitig in liebenswerten und außergewöhnlichen Charaktereigenschaften, und sind prädestiniert für Fettnäpfchen abwechslungsreicher Variation.
Doch nicht nur mit ihrem Wortwitz und ihren liebevoll  gestalteten Figuren glänzt Tatjana Kruse, sondern auch mit ihrer Krimihandlung an sich. Dabei verliert sie jedoch nie den Handlungsfaden oder vernachlässigt die Spannung. Da wird gemordet, betrogen und natürlich wachsam ermittelt. Star der Schnüffeleien ist der sich im Ruhestand befindliche Kommissar Seifferheld, der dem ganzen nicht nur durch sein außergewöhnliches Hobby und seine unglücklich getimten Frauenbekanntschaften für beste Unterhaltung sorgt!!
Ich hatte richtig viel Spaß mit Seifferheld und lasse mich direkt im Anschluss an diese Rezension auf den Folgeband „Finger, Hut und Teufelsbrut“ ein.
© Ricarda Ohligschläger

Interviews mit Autoren

Interview mit Tatjana Kruse

Es gibt so Mails, die drucke ich aus und bewahre sie für dunkle Stunden auf …
Wie und wo haben Sie für Ihr Buch “Finger, Hut und Teufelsbrut” recherchiert?
Ganz ehrlich, gar nicht. Oder genauer gesagt, ich saß viel und oft Kaffee trinkend in Schwäbisch Haller Cafés und habe einfach nur beobachtet, was in den hiesigen Gassen so passiert. Das könnte man Recherche nennen – oder aber auch einfach nur Traumjob. 😉
Meine Bücher spielen ja in einer realen Stadt, sind – von der reinen Faktenlage her – ganz nah dran an der Realität. Ich beschreibe folglich nur das alltägliche Leben, wie ich es sehe – und erfinde die Verbrechen einfach dazu! Dem echten indischen Kulturattaché darf ich übrigens versichern, dass er in Schwäbisch Hall absolut sicher wäre!
Waren Sie in der Bibliothek, bei der Kriminalpolizei oder gibt es Kommissar Seifferheld in real?
Nein, nur die Orte sind real, an der meine Geschichten spielen, die Figuren sind samt und sonders und sämtlich fiktiv und so schräg, dass es in der Realität gar keine Entsprechung geben kann. Halt, eine Ausnahme gibt es doch: Onis, der Hovawart! Den echten Onis kann man ja auf meiner Homepage bewundern.
Haben Sie auch nach dem 3. Band noch genügend Ideen für Verbrechen im Kopf, um Kommissar Seifferheld auch zukünftig ermitteln zu lassen?
Oh ja, und wie! Der vierte Band ist schon fertiggeschrieben und spielt rund um die Freilichtspiele Schwäbisch Hall. Es gibt darüber hinaus ja noch jede Menge Locations in dieser wunderbaren Stadt, an denen Seifferheld noch nicht ermittelt hat. Für Band 5 und 6 liegen sogar schon Entwürfe vor – sie sollen in der Bausparkasse Schwäbisch Hall und in der Kunsthalle Würth spielen. Jetzt muss nur noch der Verlag mitmachen und mir einen Vertrag dafür anbieten…  😉
Wie kamen Sie auf den Namen Ihres Serienhelden?
Den Namen Seifferheld gab es in früherer Zeit hier in Schwäbisch Hall tatsächlich. Noch heute gibt es einen Seifferheldweg. Die Familie ist allerdings ausgestorben. Deswegen konnte ich mich mal locker flockig an ihrem Namen bedienen.
Bei den meisten  Serien ist es so, dass das Geschlecht des Schriftstellers sich im Hauptprotagonisten wiederfindet. Sie – als Frau – haben sich einen Mann ausgesucht. Ist das nicht schwierig, dieses Umdenken von Frau zu Mann?
Na ja, ich lebe ja nicht auf einer Insel der Seligen – sprich: auf einem Eiland, auf dem nur Frauen zuhause sind. Bin umgeben von Männern, von denen ich mir das Mannsein einfach abgucke.
Im übrigen habe ich – Vorsicht: Desillusionierungsalarm! – mir den Helden nicht selbst ausgesucht. Ich bin Auftragsmörderin und töte auf Bestellung, will heißen: der Verlag hat sich eine Serie um einen älteren Mann mit einem ungewöhnlichen Hobby gewünscht und mir den Auftrag dazu erteilt. Die Knochen waren quasi vorgegeben, ich habe das Ganze dann nur noch mit Fleisch aufgefüllt.
Gibt es bei den Figuren Parallelen zu Ihnen bekannte Personen?
Ha, wenn ich jetzt “ja” sage, werde ich morgen verklagt! 😉
Alle Figuren sind fiktiv, also erfunden. Wäre aber – rein theoretisch, wohlgemerkt! – möglich, dass in einem der Seifferheld-Bände ein besonders unangenehmer Zeitgenosse die Züge meines ehemaligen Mathelehrers trägt… also, rein theoretisch…
Es gibt ja unzählige Krimis und es ist sicherlich nicht einfach, ein Thema zu finden, das nicht schon erschienen ist. Wie entstehen die Ideen zu Ihrem Buch?
Man kann das Rad nicht immer wieder neu erfinden, man kann ihm aber immer wieder von neuem ein zeitgenössisches Design verleihen. Anders ausgedrückt, ich denke nicht groß nach, was alles schonmal erzählt wurde. Ich erzähle einfach das, was ich sehe und erlebe und mir ausdenke … und ich erzähle es auf meine ureigenste Weise.
Frau Kruse, ist es nicht schwer, den dritten Teil eines Regionalkrimis zu schreiben, wenn man dort direkt wohnt und man so auch bestimmt auf der Straße von so einigen Lesern angesprochen wird?
Hihi, Sie haben mich offenbar noch nicht in natura gesehen. Also nicht auf der Bühne, da bin ich ja ganz umgänglich, sondern so als Mensch. Keiner traut sich, mich schräg von der Seite anzusprechen. Ist zumindest noch nie vorgekommen. Soll auch nur mal einer wagen… 😉
Aber ich weiß, was Sie meinen und ich gebe Ihnen recht: der Prophet im eigenen Lande gilt a) nichts und wird b) immer besonders kritisch unter die Lupe genommen. Da ist es hilfreich für mein Seelenheil, dass ich beruflich sehr, sehr viel unterwegs bin. Das Unterwegs ist mein Zuhause.
In Ihrem Roman “Kreuzstich, Bienenstich, Herzstich” erwähnen Sie am Ende die Ten Tenors. Wie sind Sie gerade auf die Gruppe gekommen?
Während der Arbeit an diesem Buch starb meine Mutter. Sie hat die Ten Tenors sehr gemocht. Da lag es auf der Hand, die Jungs ins Buch zu integrieren. Besonders gefreut hat mich, dass die Ten Tenors davon erfahren und mir aus Australien eine Mail geschickt haben, um mir mitzuteilen, wie nett sie das fanden!
Gibt es für Sie noch einen ganz besonderen Schauplatz, den Sie gern einmal in eine Krimihandlung einfließen lassen würden?
Oh ja! Seifferheld sollte, wenn es nach mir ginge, wie so viele ältere Herrschaften einmal eine Kreuzfahrt unternehmen und zwar eine ganz besondere Kreuzfahrt: eine Atlantiküberquerung an Bord der Queen Mary II. Ich fürchte nur, weder der Verlag noch die Cunard Linie werden für die Recherchespesen aufkommen wollen… ;-))
Hat das Schreiben etwas in Ihrem Leben verändert und welche Schattenseite sehen Sie in dem Beruf?
Das Schreiben hat in meinem Leben nichts verändert, es IST mein Leben. Es wird leider nur immens schlecht bezahlt…
Wollten Sie schon immer Schriftstellerin werden? Oder gab es noch andere Berufe, die Sie interessierten?
Als Kind wollte ich zur Bühne, weil die Schauspieler der Freilichtspiele Schwäbisch Hall im Gasthaus meiner Mutter verkehrten (es gibt ein Foto von mir als Vierjähriger auf dem Schoß von Inge Meisel). Und dann habe ich ja lange Jahre als Menschenhändlerin gearbeitet und schnuffige, junge IT-Spezialisten aus England nach Deutschland geschmuggelt. Aber das ist, glaube ich, noch nicht verjährt und kann daher erst posthum in meiner Autobiografie nachgelesen werden…
Haben Sie neben der Arbeit noch Zeit und Muße, Bücher zu lesen? Welches Genre lesen Sie am liebsten und haben Sie einen Lieblingsautor?
Krimi ist mein Beruf und meine Freizeit. Mit Abstand am liebsten lese ich Dorothy Sayers; sie ist unerreicht. Überhaupt lese ich massenweise Krimis. Wie schon Stephen King sagte: “Wer schreiben will, muss lesen.” Ich war sogar letztes Jahr in der Glauser-Jury in der Sparte “Roman“ (der Glauser ist einer der renommiertesten deutschsprachigen Krimipreise) und habe neben allem anderen (Liebe, Leben, Arbeit) in den 12 Monaten meiner Jurymitgliedschaft noch über 300 Kriminalromane gelesen. Und die Lust am Krimi dennoch nicht verloren!
Können Sie sich noch daran erinnern, wie es war, als Sie Ihr erstes Buch in den Händen gehalten haben bzw. als es die Zusage für das erste Buch gab? Was ging da in Ihnen vor, haben Sie dann etwas Besonderes gemacht oder sich gegönnt?
Damals war ich so fassungslos vor Glück, dass ich den ganzen Abend (ich erfuhr es an einem Freitag um 19 Uhr per Telefon von der Lektorin) erstarrt in meinem roten Lieblingssessel saß und es einfach nicht glauben konnte. Heute dagegen, man ist ja lernfähig, köpfe ich immer eine Flasche Champagner. Richtigen Champagner, keinen Ersatzperlwein! Und sitze dann – immer noch so fassungslos wie beim ersten Mal – im selben roten Lieblingssessel…
Ihre Buchtitel bestehen bisher immer aus drei Schlagwörtern. Welche drei Schlagwörter treffen auf Sie zu?
Griesgrämig, grottenfaul & Griespuddingsüchtig
Wie viel Zeit investieren Sie in Ihre Webseite und in den direkten Kontakt zu Ihren Lesern?
Wer meine Webseite kennt, weiß, die ist selbstgestrickt. Und auch meine offizielle Facebookseite verwalte ich ganz allein. Dafür nehme ich mir in der Tat jeden Tag etwas Zeit.
Macht aber auch Spaß – dadurch merke ich ja, dass ich nicht in den luftleeren Raum hineinschreibe, sondern dass ich Menschen mit meinen Büchern und Kurzkrimis eine Freude bereiten kann. Erst vorgestern kam eine Mail von einem zauberhaften Herrn, der leider schwer erkrankt ist. Im Krankenhaus hat ihn mein Pfarrer Hölderlein (der mit dem Flatulenzfluch) wieder zum Lachen gebracht. Es gibt so Mails, die drucke ich aus und bewahre sie für dunkle Stunden auf – seine war eine davon.
Welche Frage hätten Sie gern in diesem Interview beantwortet, wurde Ihnen aber nicht gestellt?
Stimmt es, dass sich George Clooney die Option auf die Verfilmung der Seifferheld-Bände gesichert hat und dass er selbst die Hauptrolle übernehmen will? Und ist es richtig, dass man Sie und George Clooney in der Bar eines Berliner Luxushotels sehr vertraut zusammen gesehen hat?
Ja, aber George und ich sind nur gute Freunde!
(…die Autorin errötet, ihre Managerin lässt das Interview abbrechen…)
Liebe Tatjana, ich bedanke mich ganz herzlich – auch im Namen meiner Blogleser – für dieses amüsante und informative Interview.
Die Bücher aus der Verlosung gehen an
Suzana A.
Bettina K.
Tanja V.
Silvia K.
Herzlichen Glückwunsch!
Die Interviewfragen stammen u. a. aus Einsendungen, im Rahmen der Aktion „Leser fragen – Autoren antworten”
(Copyright: Autorenfoto Jürgen Weller / Coverfoto © Ricarda Ohligschläger)