Browsing Tag:

Kim Schneyder

Wohnzimmerlesungen

Wohnzimmerlesungen in 2013

Ich freue mich euch bereits jetzt Termine für die Wohnzimmerlesungen in 2013 bekanntgeben zu können:

02.03. Elke Pistor
06.04. Martina André liest aus „Flamme von Jamaika“ (Wird nachgeholt!)
20.07. Zoë Beck
07.09. Kim Schneyder liest aus „Manche mögen´s reicher“
26.10. Tanja Janz liest aus ihrem Buch „Der ist ja nicht doof, nur irgendwie hochbegabt
02.11. Sandra Henke
14.12. Wohnzimmerlesung mit vielen süßen Überraschungen 😉
Sechs Wochen vor dem Lesungstermin werde ich die Lesung im Blog und auf der Facebookfanseite ankündigen.
Vorreservierungen werde ich keine mehr annehmen, damit jede(r) die gleiche Chance hat in den Genuss einer solchen Lesung zu kommen.
Ich denke, dass dies im Sinne aller ist und danke euch für euer Verständnis!

Allgemeines

Kim Schneyder sagt DANKE

Normalerweise würde ich an mich gerichtete Mails nicht veröffenlichen, aber der lieben Kim ist es ein Bedürfnis, dass ich diese Zeilen hier veröffentliche, damit sie den lieben Gästen der Wohnzimmerlesung noch einmal DANKE sagen kann:
Liebe Rici, 
ich kann dir und deinem lieben Christoph gar nicht genug für dieses wunderbare Wochenende danken!
Angefangen bei dem superherzlichen Empfang, den ihr mir bereitet habt, dann die „zwangsweise“ Einquartierung bei euch, wodurch ich mich vor der Lesung noch gut entspannen konnte, schließlich die zahlreichen nicht minder sympathischen Gäste, die teilweise sogar lange Anreisen auf sich genommen hatten, bloß um mich (!) zu sehen – ich bin es nun, die nicht die richtigen Worte finden kann, um dir/euch auch nur einigermaßen angemessen dafür zu danken!
Ich konnte so viele wundervolle neue Eindrücke mit nach Hause nehmen, dieses wunderbare Wochenende mit so vielen warmherzigen Menschen und jeder Menge lustiger Erlebnisse wird mir für immer im Gedächtnis und in meinem Herzen bleiben.
Vielen, vielen Dank! 
Ich drücke euch alle in Gedanken!
Kim
P.S. Und bezüglich eines Wiedersehens: ich werde bestimmt wieder einmal nach Köln kommen, mach dir da mal keine Sorgen 😉

Wohnzimmerlesungen

Wohnzimmerlesung mit Kim Schneyder

Kennt ihr das, wenn ihr so viel zu berichten habt, dass ihr partout nicht wisst wo ihr anfangen sollt? So geht es mir gerade, denn ich habe das wohl aufregendste Wochenende der letzten Monate hinter mir!
Denn es stand komplett unter dem Zeichen von Kim Schneyder. Anders kann ich es gar nicht ausdrücken.
Ich entdeckte die Autorin Kim schneyder vor ca. 1,5 Jahren. Gleich das allererste Buch, was ich von ihr las war das beste Bauchmuskeltraining was ich bis dato hatte. Die Autorin hat eine unglaubliche Begabung für Situationskomik. Mein erstes Buch von ihr war „Ich und Er und null Verkehr“ und dann folgte „Im Bett mit Brad Pitt”. Es hat mir nicht minder gefallen und die Rezension zu diesem Buch beendete ich mit folgenden Zeilen:
„P.S. Ich verzichte jederzeit auf Brad Pitt in meinem Schlafzimmer, wenn ich Kim Schneyder für eine Lesung in meinem Wohnzimmer engagiert bekomme. Lieber Piper – Verlag, würden Sie das unterstützen oder wollen Sie Angelina unglücklich sehen? „
Ende Februar bekam ich dann das GO von Kim mit der Nachricht, dass die Wohnzimmerlesung stattfinden kann. Die Vorfreude war auf beiden Seiten verständlicherweise riesengroß und ich hibbelte dem 28. April mit vielen Plänen im Kopf entgegen.
Am Samstag war es dann endlich soweit. Morgens um sieben Uhr standen mein Mann und ich auf, um pünktlich um halb neun am Flughafen Köln /Bonn zu sein, denn dort sollte Kim nur wenig später landen. Ich hatte noch ein bisschen Bammel, dass wir uns nicht gleich erkennen, aber das war völlig unnötig, denn Kim strahlte uns unverkennbar entgegen und wir flogen uns direkt in die Arme. Ich hatte Gänsehaut am ganzen Körper. Endlich war sie da und das große Abenteuer konnte beginnen!
Wir fuhren dann quasseln nach Dormagen, wo meine Schwiegereltern ein schönes Frühstück vorbereitet hatten. Nach Kaffee, Brötchen und vielen Lachern beschlossen wir später nach Dormagen – Zons zu fahren, um uns ein bisschen die Altstadt anzuschauen.
Vorher allerdings erlebten wir noch eine fast lächerliche Hotelpanne, denn die Wirtin hatte Kim nur ein Zimmer OHNE Dusche zur Verfügung gehalten. Ihre lapidare Begründung: „Früher hat man auch nicht jeden Tag geduscht!“ konnte uns allerdings nicht ganz überzeugen. 🙂
Das Wetter spielte Gott sei Dank auch super mit und so war es kein Wunder, dass wir schlussendlich im Eiscafé landeten.
Gegen 15 Uhr kehrten wir wieder zu Hause ein und bereiteten und langsam aber sicher auf den Abend vor.
Um 16.45 Uhr rief meine Schwiegermutter nach oben: „Du Rici, hier vor dem Haus sitzen zwei Mädels im Auto. Die trauen sich sicher noch nicht zu klingeln, weil sie zu früh dran sind.“
Kichern öffnete ich die Tür und tatsächlich saßen da Sandra und Martina im Auto. Martina kannte ich bis dato noch gar nicht und freute mich umso mehr, sie endlich live zu sehen. Wir hatten schon öfters mal versucht uns zu treffen, aber erst Samstag sollte es soweit sein.
Nach einer herzlichen Begrüßung gingen wir nach oben und genossen die Sonne lachend und mit vielen Gesprächen auf der Terrasse. Nach und nach trudelten auch die anderen ein.
Und plötzlich wusste ich wieder, warum ich genau diese Menschen so gerne um mich habe. Nicht, dass ich das je vergessen würde, aber Buchleute sind einfach klasse: herzlich, aufgeschlossen und immer für kleine Überraschungen bereit. So brachte mir Iris beispielsweise eine Dose Oliven mit, weil ich am Donnerstag auf Facebook geschrieben hatte, dass ich gerne Oliven hätte. Noch am selben Abend hatte ich meine Oliven, aber man kann nie genug davon im Haus haben. 🙂

Gegen 18 Uhr starteten wir dann zur eigentlichen Wohnzimmerlesung und amüsierten uns alle prächtig. Kims Dialekt und ihre humorvolle Art trugen uns durch eine kurzweilige Lesestunde mit „Zum Teufel mit den Millionen“, die in einem kräftigen Applaus endete.
Relaxt saßen wir danach alle in trauter Runde auf der Terrasse. Fleißige Helfer hatten für ein tolles Büfett gesorgt und so konnte man sich neben tollen Gesprächen den Bauch mit allerhand Leckereien vollschlagen.
Gegen 23 Uhr waren dann die letzten Gäste weg und wir fielen müde aber happy(!) ins Bett.
Den nächsten Morgen begannen wir wieder auf der Terrasse, wo wir uns für den Tag stärkten. Gegen Mittag fuhren wir dann nach Köln, wo wir den Dom besichtigten, in der Sonne am Rheinufer saßen und u.a. eine Schifffahrt machten. Natürlich durfte auch ein Besuch im Brauhaus nicht fehlen.
Wir hatten so viel Spaß!
Wir plauderten über Gott und die Welt, Graz, Köln, die Liebe und das Leben an sich. Aber vor allen Dingen über Bücher, Bücher, Bücher. So verflog dieser schöne Tag viel zu schnell und dann mussten wir auch schon zum Flughafen, wo wir uns nach einem letzten Kaffee voneinander verabschieden mussten.
Nein, ich habe nicht weinen müssen, aber später im Auto kullerten ein paar Tränchen, denn das Wochenende war soooooo schön. Nicht nur wegen Kims Besuch, sondern auch wegen all den kleinen Glücksmomenten und den lieben Menschen um mich herum.
Da spürt man wieder einmal mehr, dass Lesen auf eine zauberhafte Art verbindet – egal ob als Autor oder als Leser!
Ich habe mich jetzt extra kurz gefasst. Trotzdem möchte ich mich bei einigen Menschen noch ganz besonders bedanken:
– bei Andrea und Martina für ein bezauberndes „erstes Mal“
– bei Claudia, Helga, Annika, Iris, Diana für euren grandiosen Beitrag zum Büfett (Annika, ich genieße gerade den letzten Cupcake!)
– bei meinen Schwiegereltern für das großartige Frühstück
– bei Christoph für deine Unterstützung! Ohne dich würden solche Wochenenden gar nicht möglich sein und ohne dich wäre ich nur halb.
– bei allen Gästen für Mitbringsel, schöne Gespräche, Umarmungen und, und, und! Ich knutsch euch. 🙂
Und natürlich bei Kim. Du bist unbeschreiblich! Daher fehlen mir gerade arg die Worte, um dir zu danken. Es war ein supertolles Wochenende mit viel zu vielen Eindrücken, aber einer hat sich wohl für immer bei mir eingebrannt:
Du bist etwas ganz besonderes!
P.S. Tippselfehler stehen zur freien Verfügung. Fotos nicht!
© Ricarda Ohligschläger

Rezensionen/ Rezensionen Liebesromane & ChickLit

Kim Schneyder – Hilfe, ich hab den Prinzen verzaubert

„Hilfe, ich hab den Prinzen verzaubert“ ist ein Wohlfühllachsalvengarantiebuch!
»Hallo, ich bin Heidi Martens. Also, dieser Abstecher nach Monaco damals war schon ziemlich verrückt, rückblickend jedoch das einzig Richtige, nachdem Robert mich mit dieser blöden Kuh betrogen hat. Aber schätzungsweise mache ich nicht als Erste die Erfahrung, dass man die besten Typen nie für sich alleine hat. Was wir da alles erlebt haben, könnte locker die Jahresausgabe eines Klatschmagazins füllen, und dass Albert dann ausgerechnet wegen mir um die Hand seiner Charlene angehalten hat, will mir bis heute niemand glauben, obwohl es sogar Zeugen dafür gibt. Aber am besten erzähle ich die Geschichte noch einmal ganz von vorn …« (Kurzbeschreibung laut www.amazon.de)
Von Kim Schneyder bin ich mittlerweile einiges gewohnt. Schließlich ist sie meine Chick – Lit – Entdeckung des Jahres 2010.
Mit „Hilfe, ich hab den Prinzen verzaubert!“ überzeugt sie nun erneut auf ganzer Linie.
Vorab sei gesagt, dass die Verzauberung des Prinzen nicht gleichzeitig die Haupthandlung ist. Viel eher ist das die Krönung eines kurzentschlossenen Urlaubs dreier Freundinnen (Heidi, Sepia und Sonja), der für die Mädels zu einem Trip durch das „Kuriositätenkabinett Monaco“ wird.
Wer sich darauf einlässt, wird Kim Schneyders Humor lieben lernen!
Vor allen ist die Grundidee toll durchdacht und hebt sich von der typischen „Lovestory“ ab. Die drei Freundinnen sind auf Anhieb sympathisch und bilden ein eingespieltes Team. Trotzdem hängen sie nicht den ganzen Tag wie Kletten aufeinander. Das sorgt natürlich für Abwechslung, besonders für Heidi!
Diese nutzt den Urlaub, um sich in der Welt der Reichen zu aalen – vorzugsweise auf der Yacht von Bodo, den sie auf eher untypische Art kennenlernt. Sie ist nämlich schuld daran, dass Bodo vor ihren Augen ins Wasser fällt. Dass Bodo Filmproduzent ist und trotz seines Reichtums sehr bodenständig, macht die Sache für Heidi natürlich noch interessanter.
Kurzum „Hilfe, ich hab den Prinzen verzaubert“ ist ein Wohlfühllachsalvengarantiebuch! Knackiger Humor, ein klitzekleines bisschen Romantik und viele Lachtränen machen es zu einem abwechslungsreichen Lesespaß erster Güte.
© Ricarda Ohligschläger

Interviews mit Autoren

Interview mit Kim Schneyder

Um ehrlich zu sein, dachte ich nie daran, eines Tages selbst Autorin werden zu könne, obwohl ich schon seit frühester Kindheit ein Bücherwurm bin

Hallo Frau Schneyder, ich freue mich sehr, dass ich Sie für meine Aktion „Leser fragen – Autoren“ gewinnen konnte und somit außerdem eine tolle literarische Neuentdeckung entdeckt habe. Ihr aktuelles Buch heißt „Im Bett mit Brad Pitt“. Wie sind Sie denn auf den Titel des Buches gekommen? 
Dieser Titel hat sich während der Konzeptausarbeitung ergeben. Da ich ab und an auch mal gerne in Boulevardblättern schmökere (natürlich nur, weil meine elfjährige Tochter diese kauft 😉 und mir dabei immer wieder die gnadenlose Verbissenheit der Medien ins Auge sprang, wollte ich eine Satire über zu diesem Thema schreiben. Was lag also näher, als sich in das Epizentrum des Boulevardjournalismus – Hollywood – zu begeben? Damit hatte ich also den Schauplatz, und wenn man sich die Berichterstattung der letzten Jahre vor Augen führt, kommt man in diesem Zusammenhang um Brangelina gar nicht herum. Was hat man den beiden nicht schon alles angedichtet, was sich im Nachhinein als (vermutlich auch bewusst lancierte) Zeitungsente entpuppte, und damit hatte ich auch meinen Angelpunkt. Ich ließ den Ball weiterlaufen: Was, wenn nun eine Person wie Lilly, die doch nur ihr Drehbuch verkaufen will, plötzlich durch Zufall in Zusammenspiel mit einem hemmungslosen, sensationsgierigen Reporter als neue Geliebte des Traummannes schlechthin gehandelt wird? Und daraus ergab sich dann auch schon der Titel: „Im Bett mit Brad Pitt“. Genau das gewesen zu sein wird Lilly nämlich unterstellt, und in weiterer Folge ergeben sich daraus völlig unvorhersehbare und gleichermaßen witzige wie auch dramatische Entwicklungen, zumal Lilly die plötzliche Bekanntheit auch nützen will, um ihr Drehbuch an den Mann zu bringen, und das Gerücht vorerst nicht dementiert.    
Brad Pitt ist ja für viele Mädels DER Traummann schlechthin. Warum haben Sie sich gerade Brad Pitt ausgesucht, haben sie da ein persönliche Vorliebe? Oder haben Sie einen anderen Traummann?
 Nun, irgendwie gilt doch: Brad Pitt = Hollywood =B rad Pitt. Das Filmbusiness und dieser Halbgott scheinen eine untrennbare Einheit zu sein, und auf eine spontane Umfrage nach einem x-beliebigen männlichen Hollywoodsexsymbol würden 99 Prozent aller Frauen spontan mit „Brad Pitt“ antworten. Und jetzt mal ehrlich: Der Mann ist doch sexy, oder?
Wozu ich aber auch einschränken muss, dass er seit seiner Liaison mit Angelina Jolie für mich an Anziehungskraft verloren hat. Mir kommt er seitdem merkwürdig weichgespült vor, als würde er ständig nach ihrer Pfeife tanzen, weshalb mein persönlicher Hollywoodschwarm im Moment auch George Clooney ist. Den finde ich klasse, vor allem sein trockener Humor hat es mir angetan, und dementsprechend habe ich ihm in meinem Buch auch ein paar Gastauftritte eingeräumt, wobei er mir das Bad im Pool der Sky Bar hoffentlich verzeihen wird…
… aber mein echter Traummann befindet sich selbstverständlich bei mir zu Hause. Der sieht fast so gut aus wie Brad Pitt, hat beinahe so viel Humor wie George Clooney, und vor allem – er kann kochen! Ich kann mich also nicht beklagen.   
Haben Sie ebenso wie die Protagonistin Lilly Tanner ein Haustier? Wenn ja, was für eins und wie viele? Wie ist ihr/sein Name bzw. ihre Namen? 
Das ist im Moment ein wunder Punkt in unserer Familie. Wir hatten einen ganz entzückenden Zwerghamster namens Miley (nach Miley Cyrus benannt), der vor wenigen Wochen wegen eines Tumors eingeschläfert werden musste. Beim Gedanken daran steigen mir heute noch die Tränen in die Augen, wir haben dieses kleine Wesen wirklich sehr geliebt.
Als Bücherfetischist stelle ich mir immer folgende Frage: Was war Ihr „Turmerlebnis“, um dieses Buch zu schreiben? 
Ein „Turmerlebnis“ im Sinne von plötzlicher lutherischer Erleuchtung gab es dabei nicht. Wie oben schon ausgeführt entwickeln sich die Ideen zu meinen Geschichten zumeist in mehreren Schritten. Am Anfang steht immer eine schemenhafte, vage Vorstellung, die dann bei näherer Befassung mehr und mehr an Kontur gewinnt, bis schließlich ein fertiges Konzept steht, das es dann entsprechend in eine kompakte, möglichst gut strukturierte Geschichte umzusetzen gilt.
Wollten Sie schon immer Autorin werden? War es ein Herzenswunsch von Ihnen, oder hat es sich irgendwann/irgendwie so ergeben? 
Um ehrlich zu sein, dachte ich nie daran, eines Tages selbst Autorin werden zu könne, obwohl ich schon seit frühester Kindheit ein Bücherwurm bin. Dass ich dann zum Schreiben gekommen bin, war tatsächlich Zufall: Als meine Tochter im Kindergartenalter war, gingen uns irgendwann die Geschichten zum Vorlesen aus, und aus dieser Not heraus begann ich kindertaugliche Kurzgeschichten niederzuschreiben. Als die beim Knirpspublikum (das durchaus kritisch und vor allem gnadenlos in seiner Beurteilung sein kann!) überraschend gut ankamen, hatte mein Mann dann die Idee, dass ich es auch mal mit Erwachsenenbüchern versuchen könnte.
Haben Sie einen Lieblingsautor, der sie beeinflusst hat, oder andere Vorbilder? 
Ich könnte Ihnen gar keinen Lieblingsautor nennen, dafür gibt es einfach zu viele großartige Schriftsteller, und ich versuche tunlichst, mich nicht beeinflussen zu lassen, damit mein eigener Stil nicht verwässert wird (ich lese auch kaum Bücher, wenn ich selbst gerade an einem schreibe).
Aber natürlich kann ich nicht ausschließen, dass mir mein Unterbewusstsein Streiche spielt, indem es Stilelemente von Autoren, die mich begeistert haben, in meine Geschichten schmuggelt, ohne dass es meine Absicht war. Einen kleinen Abriss der von mir bevorzugten Autoren finden Sie übrigens weiter unten. 
Mich würde interessieren, wie lange man braucht, um ein Buch zu schreiben bzw. wie lange dauert es von der Idee bis zum fertigen Buch? 
Wenn ich mich hauptsächlich aufs Schreiben konzentrieren kann (was bei den letzten beiden Büchern nicht der Fall war), dauert es circa ein halbes Jahr, bis die erste Version (vor dem Lektorat) steht. Das gliedert sich wie folgt auf: Ein bis zwei Monate Recherche, ein Monat Konzeptausarbeitung, drei Monate Schreiben (fünf Seiten pro Tag fünf Tage die Woche, ergibt ca. dreihundert Seiten, das ist mein momentanes Limit vom Verlag), und dann noch ein paar Wochen Feinschliff.
Je nach anderweitiger „Belegung“ (Beruf, Familie etc.) verlängert sich diese Zeitspanne natürlich, nicht zu vergessen die Arbeiten im Zuge des Lektorats, letzte Nachjustierungen beim Korrekturumbruch, Umschlagtexte und so weiter. Wenn man all das mit einbezieht, wäre mir persönlich ein Veröffentlichungsintervall von einem Jahr am liebsten, aber es ist gar nicht einfach, auch jährlich einen Programmplatz zu bekommen.     
Frau Schneyder, da sie auch als Eheberaterin gearbeitet haben, möchte ich gerne wissen, ob sie aus dieser Tätigkeit Anregungen oder Ideen für ihre Bücher gewinnen konnten? Oder sind ihre Geschichten rein fiktiv?
 Oh ja, diese Tätigkeit hat mir sehr viele Anregungen und Ideen geliefert, war ich dabei doch andauernd mit Beziehungsproblemen aus nächster Nähe befasst. Die Erkenntnisse, die ich daraus vor allem bezüglich der unterschiedlichen Geschlechterrollen gewinnen konnte, sind für mich von unschätzbarem Wert.
Und die Trennlinie zwischen Fiktion und Wahrheit in meinen Geschichten lässt sich nicht immer klar ziehen. Es gibt immer auch Szenen, in denen ich ähnliche Erlebnisse oder Erzählungen aus meinem Umfeld verarbeitet habe, nicht ohne entsprechende Änderungen und Anpassungen vorzunehmen natürlich, damit hinterher niemand erkennbar schlecht dasteht, quasi als „Dank“ dafür, dass er sich mir anvertraut hat.       
„Ich und Er und null Verkehr“ befasst sich eher mit zwischenmenschlichen Problemen. Wie schafft man es, Beziehungsstress so lustig zu verpacken? 
Das war im Grunde genommen ganz einfach, da sich hinter zwischenmenschlichen Problemen bei aller Tragik auch immer ein Funken Humor verbirgt. Vor allem die vorgegebenen und höchst unterschiedlichen Mann/Frau-Rollen, mit denen ich mich in dem Buch beschäftigt habe, ergeben unendlich viel Stoff, und der Witz daran ist der, dass auf höchst amüsante und verkorkste Weise beide, Mann und Frau, von ihrem jeweiligen Standpunkt aus betrachtet Recht haben – eine Ausgangslage, die ganz hervorragende Angriffspunkte auf die Lachmuskeln bietet. 
Wie viel von Ihnen selbst steckt in ihren Figuren? Gibt es eine Figur, die Ihnen besonders ähnlich ist? 
In jeder meiner Figuren steckt ein Teil von mir, aber ich könnte mich auf keine einzelne festlegen, die mir besonders ähnlich wäre. Vom Empfinden her kann ich mich in den meisten Situationen mit allen Vieren ziemlich gut identifizieren, ich bin ein ziemlich sensibler Mensch, und böse Zungen behaupten, dass mir das Chaos auch nicht fremd ist 😉  
Sie haben eine pharmazeutische Ausbildung gemacht und sind momentan auch in diesem Bereich tätig. Wie organisieren Sie ihre Arbeit als Autorin und ihren Job in der Apotheke? 
Das funktioniert eigentlich ganz gut, da ich Teilzeit (im Moment 32 Wochenstunden) arbeite und meine Chefin zudem eine sehr moderne, aufgeschlossene Person ist, der meine Bücher gut gefallen, sodass sie mir dementsprechend entgegenkommt und mich unterstützt. Aber natürlich gibt es auch Phasen, in denen der Druck ziemlich hoch wird, wodurch dann vor allem meine Familie manchmal zu kurz kommt. Aber glücklicherweise stehen die beiden voll hinter mir, sodass wir mit diesen Situation gut zurechtkommen. 
Welches ist Ihr absolutes Lieblingsbuch? 
Ich könnte mich unmöglich auf ein einziges Buch festlegen, zu viele haben mich auf ganz unterschiedliche Art und Weise gefesselt und berührt.
Gibt es ein Buch, das sie angefangen haben und nie bis zum Ende gelesen haben?
Ja, doch, einige sogar, aber als Autorin möchte ich keine Namen nennen, um mich nicht dem Vorwurf des Neides oder Größenwahns auszusetzen. Abgesehen davon sollte man als Autor besser darauf verzichten, andere beurteilen zu wollen (es sei denn, sie gefallen einem), denn Glashäuser und Steine vertragen sich nun mal nicht besonders gut…
Worauf sind Sie stolz, Frau Schneyder? 
Da gibt es mehrere Dinge, angefangen bei meiner Tochter, die mich jeden Tag aufs Neue glücklich macht, weil sie nicht nur ein bezauberndes Wesen, sondern auch ein wunderbarer Mensch ist, und meinen Mann, der mich immer unterstützt und fördert.
Aber ganz besonders stolz macht es mich immer wieder, wenn ich positives Feedback auf meine Bücher bekomme. Diese Geschichten und ihre Figuren haben einen ganz besonderen Stellenwert in meinem Leben, das sind meine Babys, die mir am Herzen liegen, und dementsprechend viel bedeutet es mir, wenn sie auch bei anderen Menschen Lob und Anerkennung finden.
Haben Sie ein Schreibritual? Gibt es einen Lieblingsplatz, an dem sie an ihren Büchern schreiben? 
Ich habe kein eigentliches Schreibritual, doch es gibt nur einen Platz, an dem ich meine Geschichten schreibe, und das ist das Büro in unserem Haus. Dort fordere ich dann absolute Ruhe und Ungestörtheit, um mich nach einiger Anlaufzeit in die richtige Stimmung für die gerade anstehenden Szenen zu bringen, und es kann dann vorkommen, dass ich erst nach vier oder fünf Stunden mit geröteten Augen und leicht benebelt wieder erscheine, je nach subjektiver Einschätzung meiner Leistung vielleicht selig lächelnd oder aber von der düsteren Ahnung des eigenen Versagens tief geknickt und betrübt – wenn das der Fall ist, verschwinde ich nach einer kurzen Pause meist gleich wieder im Büro, um nachzubessern.   
Was lesen Sie privat gerne? Welche Chick-Lit Autorinnen lesen Sie selbst gerne? 
Es gibt so viele gute Autoren und Bücher, daher möchte ich an dieser Stelle ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit nur kurz ein paar nennen: Sophie Kinsella, für mich die Königin der romantischen Komödie, Kerstin Gier, die auch privat eine erfrischend witzige und kluge Person ist, weiter Ildikó von Kürthy und Tommy Jaud (vor allem „Millionär“ hat mich mit seiner verborgenen Hintergründigkeit begeistert), bei der Thrillerfraktion Dan Brown, Tess Gerritsen und Stieg Larsson, nicht zu vergessen Simon Beckett, Paul Cleave  und Cody MacFadyen, und bei den „Sonstigen“ Charlotte Link, Markus Zusak („Die Bücherdiebin“!), Daniel Kehlmann, Wolf Haas, Hakan Nesser, Henning Mankell und und und…
Wie gesagt, es gibt so viele gute Schriftsteller, dass ich mich an dieser Stelle glich bei jenen entschuldige, die ich unerwähnt gelassen habe, obwohl sie es verdient hätten, und gleichzeitig tut es mir leid, dass ich nicht mehr Zeit zum Lesen habe.
 Was wären Sie lieber, wenn Sie die Wahl hätten: einen Tag lang ein Mann oder einen Tag lang unsichtbar, und was würden Sie jeweils an diesem Tag anstellen? 
Das ist ja eine lustige Frage!
Okay, mal sehen. Also, ich wäre lieber unsichtbar als ein Mann, denn dann wäre ich ja… keine Frau mehr! Schreckliche Vorstellung.
Aber egal, lassen wir die Fantasie spielen. Wenn ich also ein Mann wäre, dann würde ich den ganzen Tag lang überall dort herumhängen, wo die Kerle unter sich sind: düstere Kneipen zum Beispiel, in denen auf Großbildfernsehern Fußball übertragen wird, oder Herrensaunen (überhaupt eine lustige Vorstellung, dann könnte ich sie begutachten, ohne dass sie die Bäuche einziehen), Autowerkstätten und dergleichen. Warum? Ganz einfach. Ich habe zwar schon viel über diese Spezies herausgefunden, aber die letzten (und vielleicht größten) Geheimnisse geben sie vermutlich nur preis, wenn sie unter sich sind, kann ich mir vorstellen.
Und wäre ich unsichtbar, gäbe es noch viel mehr zu tun: Ich würde zum Beispiel in die Schule meiner Tochter einschweben und der einen Lehrerin (ich sage jetzt natürlich nicht, welches Fach, für den Fall, dass sie auch einmal dieses Forum besucht), die immer so ungerecht benotet, mitten in der Lehrerkonferenz die Haare zerwuscheln und den Lippenstift verschmieren, danach würde ich meine alte Schule heimsuchen und meine Zeugnisse ein klein wenig optimieren (bei mir haben sogar mehrere Lehrer ungerecht benotet!), damit ich auf die Fragen meiner Tochter nach meinen Noten nicht immer einen Hustenanfall vortäuschen muss, dann würde ich unsere Bank aufsuchen und ausprobieren, ob Sophie Kinsellas Methode aus „Charleston Girl“ funktioniert, indem ich dem Filialleiter stundenlang ins Ohr schreie, er soll unseren Kontostand um ein paar Nullen verbessern (phasenweise würde auch schon die Umkehrung des Vorzeichens reichen).
Ja, und dann… ha, ich hab´s! Könnte ich mir den Tag aussuchen, an dem das Ganze stattfindet, würde ich mich bei den Oscarverleihungen einschleichen, Brad Pitt und George Clooney küssen und mich dann mit dem Oscar für die beste weibliche Hauptrolle aus dem Staub machen.      
Haben Sie schon weitere Roman-Projekte in Planung? Wenn ja, in welche Richtung wird es gehen? 
Ich habe eine ganze Menge neuer Projekte in meiner Schublade (= Festplatte + Oberstübchen), am liebsten würde ich natürlich eine Fortsetzung zu „Im Bett mit Brad Pitt“ machen, da ich dazu noch so viele gute Ideen und auch schon ein fertiges Konzept habe (dasselbe gilt für „Hilfe, ich bin reich!“ und „Ich und er und null Verkehr“), aber dafür bekomme ich das OK vom Verlag nur, wenn das Buch ein Bestseller wird, wozu bei einem Nebentitel ohne große Vermarktung naturgemäß ein kleines Wunder erforderlich wäre. Abgesehen davon habe ich ein Exposé für einen lustigen Krimi fertig, aber das wäre ein Experiment mit unbekanntem Ausgang, daher werden wir uns für das nächste Projekt voraussichtlich nach Monaco begeben. Das Buch wird nächsten Herbst erscheinen, und bei der Gelegenheit kann ich dann endlich das Geheimnis lüften, warum Albert nach langen Jahren des Zögerns sich plötzlich wie aus heiterem Himmel doch zur Hochzeit mit Charlene Wittstock entschlossen hat.  
Wird man Sie in Zukunft auch einmal in Deutschland treffen können? 
Ich bin mehrere Male im Jahr in Deutschland, aber dann meist im südlichen Raum (mein Verlag ist ja in München angesiedelt). Jedoch bin ich Rici (Ricarda Ohligschläger) im Wort, ihr und hoffentlich auch einigen der Ladies von der reizenden Leserunde und anderen interessierten Lesern irgendwann in nächster Zeit einen Besuch abzustatten. Ich muss noch sehen, wann es sich zeitlich am besten einrichten lässt, aber ich arbeite daran und freue mich schon sehr darauf!
Liebe Kim, ich freue mich mindestens ebenso und danke an dieser Stelle ganz herzlich für die Beantwortung der Fragen.
Die Bücher aus der Verlosung gehen an
Dominique G.
Alisa L.
Herzlichen Glückwunsch!
Die Interviewfragen stammen u. a. aus Einsendungen, im Rahmen der Aktion „Leser fragen – Autoren antworten“